GESICHTER

Menschen, die wir mögen. Menschen, die anders denken. Menschen, die Düsseldorf ein Gesicht geben. Düsseldorfer Menschen und ihre Lieblingsplätze.

Michelle Duong

In ein fremdes Land zu ziehen, in dem Wissen, von Null anfangen zu müssen, klingt nervenaufreibend. Besonders, wenn man allein reist und die Sprachkenntnisse gerade mal für ein “Hallo” reichen….

Daria Nazarenko

“Dive In” – diese Worte begrüßen die Besucher*innen von Daria Nazarenkos Website. Dort zeigt die Künstlerin mit den ukrainischen und russischen Wurzeln ihre Arbeiten, zu denen Videokunst, Installationen, Performance-Kunst und Tanz zählen. Im Interview erzählt Daria uns vom Potenzial des urbanen, öffentlichen Raums und ihrer Mission, Dialoge zu eröffnen und Kontaktstellen zu bilden.

Eichhörnchen Bräu

Im Dorf kennt man sich mit Bier aus. In fünf Hausbrauereien wird bis heute nach alter Tradition Altbier gebraut, ein Klassiker, der keiner Erklärung mehr bedarf. Anders sieht es da beim Craftbeer aus. Während die Technik, bei der verschiedene Hopfensorten während des Brauprozesses gemixt werden, in den USA seit den 1970ern bekannt ist, hat sich der Trend hierzulande erst in den letzten Jahren etabliert. Benedikt „Bene“ Blaß & Stephan Kühn sind die kreativen Köpfe hinter dem Düsseldorfer “Eichhörnchen Bräu”, dem Craftbeer dessen Logo seinem Namen alle Ehre macht.

DAVID EBISCH • YARN STUDIOS

„Ich hatte nie vor ins Standard Berufsleben einzutauchen“, ist David Ebischs Antwort auf meine erste Frage. Er ist Gesellschafter, CEO und Gründer verschiedener Fashion Brands – und das ziemlich erfolgreich. Mit 16 Jahren hatte der Unternehmer seinen ersten Gewerbeschein und verkaufte gefakte Lacoste- und Poloshirts bei Ebay. Zu studieren und als Werkstudent zu arbeiten waren für ihn eher Verpflichtungen, um ein bisschen Cash zu verdienen, wie er es selber beschreibt. Heute lagert er auf 2500 Quadratmetern Fläche in Hilden seine Ware, produziert für seine eigenen und andere Marken und dreht Musikvideos bekannter Rapper. David Ebisch erzählt uns von seinen zahlreichen Projekten und dem neuen Produktionsstandort in Hilden.

Melissa Christov-Tanriverdi

Nach wie vor hält der Konflikt in der Ukraine an und die humanitäre Situation scheint sich täglich zu verschlimmern. Viele von uns haben sich in den letzten Wochen gefragt, wie…

Natalia Liersam

Es ist eine neue Realität, der sich die Menschen in der Ukraine seit einigen Wochen stellen müssen. Sie ist geprägt von einem Krieg, von dem sich jeder wünscht, er möge möglichst bald sein Ende finden. Natalia Liersam erzählt von diesem neuen Alltag, den ihre Familie und sie durchleben, und dem Wert demokratischer Ideale. Seit zehn Jahren lebt die gebürtige Ukrainerin in Düsseldorf. Sie studierte Kommunikationsdesign an der HSD und ist jetzt als Freelance Fotografin und Filmemacherin tätig.

PHILIPP VAN ENDERT

„Das Wichtigste ist authentisch zu bleiben“. Diesen Rat gibt der Düsseldorfer Jazzgitarrist Philipp van Endert nicht nur seinen Studierenden der Robert-Schumann-Musikhochschule mit auf den Weg, sondern bildet auch für ihn die Grundlage für seine Musik. Sein gerade erschienenes Album „Moon Balloon“ wurde gemeinsam mit dem Filmorchester Babelsberg aufgenommen und beweist, wie ausdruckstark, melodisch und lyrisch Jazzmusik sein kann. Im Interview erzählt Philipp van Endert von seinen Anfängen im Boston der 90er Jahre, spricht von aktuellen Herausforderungen und verrät noch weitere Tipps und Tricks, um in der Musikszene erfolgreich zu sein.

RICHARD BELLIA

Mit seinen Fotos dokumentiert Richard Bellia seit mittlerweile 42 Jahren die globale Musikgeschichte. Seine Fotos hängen in Städten wie Chicago, New York, Tokio oder London. Und nun auch im Flingeraner Weltkunstzimmer. Ab dem 18. März 2022 ist dort seine Ausstellung „Richard Bellia. Rocking Photography“ zu sehen. THE DORF traf den französischen Musikfotografen bei den Vorbereitungen. Der Tag entpuppte sich als ein kleiner Crashkurs in Sachen Fotografie, neuen Musikeindrücken und soziokulturellen Hypothesen über das Wesen der Menschen.

Katja & Igor Renko

Igor und Katja Renko leben seit mehr als 10 Jahren in Düsseldorf und sind als Grafikdesigner und Illustratoren tätig. Ursprünglich kommen sie aus der Ukraine, ihre Familie lebt immer noch dort. Zumindest war es bis vor kurzem so. Vor einigen Tagen ist ein Teil ihrer Verwandtschaft vor dem Krieg nach Düsseldorf geflüchtet. Igor und Katja erzählen von ihren persönlichen Erfahrungen, ihren Hoffnungen und der Macht der Kunst, auch in schwierigen Zeiten wie diesen etwas zu bewegen.