GESICHTER

Menschen, die wir mögen. Menschen, die anders denken. Menschen, die Düsseldorf ein Gesicht geben. Düsseldorfer Menschen und ihre Lieblingsplätze.

Gil Bronner

“Meine eigene Unpünktlichkeit ist die Rebellion gegen die Pünktlichkeit meines Vaters” sagt Gil Bronner als er, minimal verspätet, zur Tür seiner Sammlung Philara hereinkommt. In einem unscheinbaren Hinterhof in der Flingerner Birkenstraße liegt die ehemalige Glasfabrik Lennarz, die der Immobilienentwickler kaufte und zwei Jahre lang aufwendig umbauen ließ. Eine 550 Quadratmeter große Skulpturenterrasse soll bald ebenso Teil des von Sieber Architekten renovierten Hauses sein, wie der Gastronomiebereich ‚Glas Lennarz’, in dem Frühstück, Lunch und Ausklangswein serviert werden. Das Herzstück der Sammlung bilden natürlich auf 1700 Quadratmetern Sammlungsfläche die Kunstwerke.

Candomblé

Candomblé ist vieles: Ein elektronisches Musikkollektiv, bestehend aus sechs talentierten Mittzwanzigern, die durch unterschiedliche Herkünfte und Einflüsse eine spannende Symbiose eingehen. Der Name Candomblé gehört eigentlich zu einem brasilianischen religiösen Kult, dessen Merkmale sich metaphorisch besonders schön auf die Wirkung von Musik übertragen lassen: Es ergreifen nicht wie im Glauben der Kultanhänger die Götter Besitz über den Menschen, sondern die Musik übernimmt diesen Part, sie lässt die Hörer auf magische Weise wild tanzen und sich selbst vergessen. Das Label – bestehend aus Arisona (Kashiel aka. Aresona), Jannes (Jay Hoenes aka. Coco Drummel), Aki (AKI AKI aka. 4Boom), Philipp (Insecurity), Gregor (Rasputin) und Timo (DJ Ungel) – hat über die letzten drei Jahre Platten veröffentlicht, wenn auch nur sehr ausgewählt, manchmal nicht mehr als eine pro Jahr. Die allerneuste Platte ist im Juli 2019 erschienen und ist eine Solo-Release von Chefkoch AKI AKI mit den Namen “Dishjockey”. Candomblé ist vieles und bedient erfrischend die Schnittstelle zwischen lokalem Musikerbe und neuen Impulsen, regionaler und internationaler Szene. Im Interview erklärt uns das Kollektiv, warum ein überschaubares Dorf wie Düsseldorf die Produktivität steigern kann und liefert Ideen, wie man die Stadt noch lebenswerter macht.

1

Anja Pelzer-Brennholt

In den vergangenen Monaten haben wir viel über die Hygiene unserer Hände gelernt. Aber wie sieht es eigentlich mit unserer psychischen Hygiene aus? Wie schaffen wir es, in Krisen die Balance zu halten und mit unseren Ängsten umzugehen, statt uns darin zu verlieren? Mit solchen Fragen beschäftigt sich die Exil-Düsseldorferin und CIT-Trainerin Anja Pelzer-Brennholt nicht erst seit der Pandemie. Für sie ist eine überzeugende Antwort, unsere Resilienz zu trainieren und mit uns selbst und anderen mitfühlend umzugehen. 

NYYUKIN

Drei Freunde. Zwei Unternehmen. Eine Idee. Wenn eine jahrelange Freundschaft viele gemeinsame Leidenschaften teilt, kommt Privates und Berufliches schnell zusammen. Die Düsseldorfer Vera und Philippe Henco sind Gründer der mehrfach ausgezeichneten Design- und Markenagentur KittoKatsu und arbeiten im Bereich Grafikdesign und Markenführung. Johannes Hundt ist renommierter, international ausgezeichneter Schmuckdesigner – er gilt als Pionier des 3D-gestützen Schmuckdesigns in Europa und hat als einer weniger Deutscher Schmuckdesigner den internationalen DeBeers Preis erhalten.  

Anna Friedel und Motoko Dobashi (ANMO)

AnMo – das sind Anna Friedel und Motoko Dobashi. Kennengelernt haben sich die beiden beim Kunststudium in München und die Liebe zum Tee hat sie sofort verbunden. Nicht weiter verwunderlich also, dass sie 2017 ihren Teeladen mit angeschlossenen Galerieräumen im „Little Tokyo“ in Düsseldorf eröffneten und seitdem jeden herzlich einladen, sich mit ihnen auf die Reise zu begeben, außergewöhnliche Teespezialitäten zu genießen.

Philipp Rathmer

Philipp Rathmer ist Fotograf und Exil-Düsseldorfer. Der Wahl-Hamburger hatte bereits zahlreiche prominente Gesichter wie Eva Herzigová, Michael Schumacher, Tim Mälzer oder die Foo Fighters vor der Linse, bereiste die halbe Welt und engagiert sich nebenbei für eine Vielzahl von Hilfs- und Charityprojekten. Wir trafen ihn zum Interview.  

Theresa Winkels

Im Vorfeld der Düsseldorfer Startup-Woche, die vom 11. – 18. September2020 zum 5. Mal stattfindet, hat THE DORF Theresa Winkels, die neue Leiterin des Amtes für Wirtschaftsförderung zum Talk getroffen und mit ihr über ihre Arbeit, das Thema Startups in Düsseldorf und natürlich das Programm der kommenden Veranstaltung gesprochen. 

Neumatic Parlo

Ein Plattenladen. In Düsseldorf. Drei Jungs. Eine Frage: “Hey, sag mal spielst du Bass?” – “Nee, aber für euch würde ich es lernen”. Klingt wie die Szene aus einem Indie-Film, ist aber die Geschichte hinter Neumatic Parlo. Fünf Jungs aus Düsseldorf, die sich seit 2017 mit einem Sound zwischen Garage, Psychedelic und Krautrock immer mehr durch und in die Düsseldorfer Musikszene spielen. Sie waren nominiert für den Pop NRW Nachwuchs Preis, haben unter anderem auf dem Open Source und dem New Fall Festival gespielt und sind seit diesem Jahr (2020) beim Düsseldorfer Kult-Label UNIQUE Records unter Vertrag. Wir haben uns mit Vincent – Sänger & Gitarrist – und Frederick – Bassist der Band getroffen.

Der neue Ratskeller: Zu Tisch mit Christian Fleischer

Werbung: Kommt einem bei dem Namen „Ratskeller“ ein gutbürgerliches, angestaubtes Bild in den Kopf, überraschen nun die perfekt sanierten Räumlichkeiten am Marktplatz umso mehr. Im Herbst letzten Jahres eröffnete der Keller im Rathaus offiziell und soll schon bald Austragungsort verschiedenster Veranstaltungen sein. So startet die Eventreihe „Stadtpuls“ offiziell im März 2020.

Donja Nasseri

Den Namen Donja Nasseri sollte man sich merken, denn die gebürtige Düsseldorferin ist eine außergewöhnliche Künstlerin. Das junge Talent hat nicht nur an einer Vielzahl von nationalen und internationalen Gruppenausstellungen teilgenommen, sondern auch zahlreiche Stipendien und Preise erhalten, darunter den ‘Fotografie als Kunst’ Preis der Kulturstiftung UnnaKamen. Im Anschluss an ihre Studien in Dortmund, Istanbul und Münster ist Donja in ihre Heimatstadt zurückgekehrt, wo sie zurzeit bei Gregor Schneider an der Kunstakademie studiert. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich sowohl mit Fotografie und ihrer Vielfalt, als auch mit multimedialen, audiovisuellen Installationen. Subversiv nutzt sie das jeweilige Medium unter anderem für eine Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Aspekten wie Moral, Konvention und Ideologie.