GESICHTER

Menschen, die wir mögen. Menschen, die anders denken. Menschen, die Düsseldorf ein Gesicht geben. Düsseldorfer Menschen und ihre Lieblingsplätze.

Großer Support fürs Cube und die Clubkultur

Wenn die Türen der Clubs geschlossen bleiben müssen, sind die Besitzer diejenigen, die am meisten leiden. Auf eine so unsichere Zeit kann sich niemand richtig vorbereiten. Wie schnell langjährige Locations vor dem finanziellen Fiasko stehen und Unterstützung brauchen, zeigt die Situation des CUBE. Wir haben mit dem Co-Betreiber Nico Schiffer über seinen Club, seine aktuelle Crowdfunding-Kampagne und die Situation für die Clubkultur in der Stadt gesprochen.

The Other Me

ls an Darios achtzehntem Geburtstag das Telefon klingelte und sich dort nicht Oma, sondern Olivia Jones meldete, um ihm eine Stelle als allererster „Dragtikant“ auf der Reeperbahn anzubieten, war spätestens das ein Indiz: Dario ist ein Pionier. Und ab jetzt wird’s bunt!

Lila und Lisa von Kunst100

Hinter der online Galerie Kunst100 verbirgt sich 100% Kunst und doch haben Lila und Lisa eine andere Herangehensweise als der Großteil der Galerist*innen und Kunstvermittler*innen. Es geht ihnen nicht um große Namen und Kunst als Wertanlage, sondern darum junge Künstler*innen zu fördern und deren Werke erschwinglich zu machen – und damit eine neue Generation von Kunstliebhaber*innen zu begeistern. Die Idee dazu entwickelte sich vom eigenen Wohnzimmer als Ausstellungsort über eine kleine Galerie in Berlin, bis hin zu einer über 300 Kunstwerke umfassenden, digitalen Plattform. 

Kultur- und Kreativpiloten aerosoap

Jedes Jahr werden im Namen der Bundesregierung 32 Unternehmen, Selbständige, Gründer*innen und Projekte aus der Kultur- und Kreativwirtschaft ausgezeichnet. Gerade in dieser herausfordernden Zeit ist es wichtig, der Branche ein Gesicht zu geben und zeigen, welche Innovationskraft durch all ihre Mutmacher*innen, Wegbereiter*innen und Andersdenker*innen hervorgebracht wird. Mit dem Duo aerosoap kommen dieses Jahr zwei der ausgezeichneten Kultur- und Kreativpiloten aus Düsseldorf. Herzlichen Glückwunsch!

Orkan Tan

Orkan Tan ist ein junger Künstler aus Stuttgart. Seine Kunst ist minimalistisch, zeitlos und androgyn. Jetzt ist der Autodidakt mit seinen Malereien in Düsseldorf zu Gast und an der Außenfassade der Ratinger Straße 50 zu sehen. Damit ist er zur richtigen Zeit am richtigen Ort, denn sonst würden seine Bilder in dunklen Museumsräumen darauf warten, dass der Lockdown vorbei ist. Die Ausstellung in nächster Nähe zur Altstadt ist also perfekt gelegen, um sich Orkan Tans Kunst bei einem Winterspaziergang anzuschauen. Wir sprachen mit dem Künstler darüber, was ihn aus dem tiefen Baden-Württemberg nach Düsseldorf führt, über die Thematik seiner Kunst und seine Wünsche fürs nächste Jahr.

Mariama

Am 2. Dezember 2020 hätte die Sängerin Mariama im Rahmen der Fem_Pop Konzertreihe eigentlich endlich mal wieder Musik auf die Bühne des zakk gebracht. Aber leider kommt es wie es kommen musste: Auch dieses Konzert kann nicht stattfinden. In einem Zoom-Meeting von Düsseldorf nach Berlin, wo Mariama es sich bald auf einem Hausboot gemütlich macht, um an neuen Songs zu arbeiten, sprachen wir mit ihr über ihre bisherigen Erfahrungen im Musikbusiness, gesellschaftliche Entwicklungen und natürlich die Coronakrise.

Judith Maria Kleintjes

Einen Katzensprung hinter der Bilker Kirche liegt die Alte Liesegang Fabrik. Einst stellte hier die Firma Liesegang Diaprojektoren her. Längst haben Künstler und Kreative das weitläufige lichtdurchflutete Areal an der Volmerswerther Straße als Wirkstätte entdeckt. So auch die „Malerin des Lichts“ Judith Maria Kleintjes. Wir haben sie in ihrem Atelier besucht.

Fotoserie „Licht aus, Spot an“ by Thorsten Schmidtkord

Wir freuen uns sehr – trotz aller Widrigkeiten in diesem Jahr erscheint am 11. November 2020 die vierte Ausgabe unseres City-Guides THE DORF THE MAG. Das englischsprachige Magazin zeigt „die Gesichter Düsseldorfs“ und präsentiert exklusiv die ersten Fotos aus dem Fotoprojekt „Licht aus, Spot an.“ von Thorsten Schmidtkord. Der Düsseldorfer Fotograf hat in Zusammenarbeit mit THE DORF Betroffene der Pandemie-bedingten Einschränkungen aufwändig inszeniert.

Paloma Varga Weisz

Von der Decke hängt ein nackter Mann. Auf seinen langgliedrigen, lebensgroßen Leib fällt der erste Blick, als sich die schwere Ateliertür öffnet. Der Raum mit den hohen Wänden und den kathedralenartigen Fenstern befindet sich in einem ehemaligen Fabrikgebäude der „Duewag“ am Rande des Lierenfelder Gewerbegebiets. In der Luft liegt intensiver Holzgeruch. Der männliche Akt hat die Augen geschlossen. Er ist rank, schlank und aus Lindenholz. Das ist das Holz, aus dem die meisten Skulpturen der Düsseldorfer Bildhauerin Paloma Varga Weisz gemacht sind.