Ariane Ernst

Name: Ariane Ernst
Alter: 36
Beruf: Designerin

Gelernter Beruf: Goldschmiedin & Design Studium im B.A. & M.A.
www.arianeernst.com

Nach Stationen in Wien, New York und Stockholm kam Ariane Ernst zuerst widerwillig nach Düsseldorf, wo sie Schmuck- und Produktdesign studierte. Mittlerweile ist die Stadt zu ihrer Heimat geworden, „mehr als Freiburg, wo ich ursprünglich herkomme“, sagt sie. 2013 gründete sie ihr gleichnamiges Schmucklabel, mit dem sie auf lokale Produktion setzt. Ihre Designs sind stark konzeptionell, gefertigt wird auf Nachfrage, sodass möglichst wenig Lagerbestand anfällt. Vor Kurzem erschien ihr erstes Coffee Table Book und eine Kleidungskollektion, die in einer Strickerei in Thüringen gefertigt wird. 

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Wie würdest Du den Stil Deines Labels beschreiben? Minimalistisch und zeitgenössisch, aber dennoch zeitlos. 

Du hast, gefühlt in Windeseile, eine riesige Fangemeinde mit Deinem Schmuck aufgebaut, ein Buch publiziert und eine Modekollektion lanciert. Gibt es auch etwas, das Du gar nicht kannst? Das sollte man vielleicht als Unternehmerin nicht so offen zugeben, aber Zahlen sind nicht so meins. Ich mache lieber nach Gefühl. 

Was bereitet Dir die meiste Freude? Kreatives Arbeiten, mich mit schönen Dingen zu umgeben und mich mit ästhetischen Themen zu beschäftigen. 

Was kommt als Nächstes? Möbelstücke kommen als nächstes, aber Genaueres dazu will ich noch nicht verraten. Aber wer schon mal einen Vorgeschmack haben will, kann im Laden vorbeikommen. Alle Möbel dort sind von mir designt. 

Welche Schmuck- oder Modedesigner haben Deinen Stil beeinflusst? Eher Künstler: Donald Judd, Sol Levitt oder James Turrell. In der Mode finde ich Hussein Chalayan oder Iris Van Herpen inspirierend. Ettore Sottsass ist auch ein großes Vorbild von mir. Jeff Koons finde ich inhaltlich superspannend, wie er mit den Reaktionen der Menschen spielt. Was alle verbindet, ist das Konzeptionelle, ihr Herangehen an Gestaltung.

Warum bist Du nach Düsseldorf gekommen? Und warum bist Du geblieben? Ich bin 2007 fürs Studium nach Düsseldorf gekommen, um Schmuck- und Produktdesign zu studieren. Geblieben bin ich, weil Düsseldorf zu meiner Heimat geworden ist. Düsseldorf ist toll – nicht zu groß, nicht zu klein, nicht so anonym wie andere Städte, aber gleichzeitig nah am Puls der Zeit. Perfekt, um ein Label zu gründen. 

Mit welcher lebenden oder toten Person würdest Du gerne ein Altbier in Düsseldorf trinken gehen? Ich trinke kein Bier. Aber ich würde gerne mit Donald Judd über seine Kunst sprechen.

Neben der Mode und dem Schmuckdesign: Was sind Deine Leidenschaften? Kunst. Meine Familie. Reisen. 

Was sind Deine Lieblingsorte in Düsseldorf? Ich liebe mein Viertel Unterbilk. Die Gegend habe ich bewusst als Standort für meinen Store gewählt, weil es einfach ein angenehmer Mix ist. Ich bin auch gern am Rhein, er verleiht der Stadt eine unglaubliche Lebensqualität, finde ich. Besonders freue ich mich darüber, dass Renzo das Zero Gradi wiedereröffnet hat, dort gibt es die beste Pizza der Stadt. Die Bar Olio natürlich, das Waya in Flingern und die Weinbar Primitivo in Derendorf. 

Deine drei Worte, um Düsseldorf zu beschreiben, sind: Anders, als man denkt. (Das sind vier Worte, ist mir klar. Aber das trifft es.) 

Düsseldorf als Kleidungsstück, Art Piece oder Schmuckstück: Wie würde das aussehen? Vielleicht so ein glänzendes Werk von Jeff Koons – visuell auch ein Anklang an die Gehry-Bauten – etwas, worin man sich spiegelt, und worin ein bisschen mit Kitsch gespielt wird. Aber gleichzeitig gibt es eine faszinierende Meta-Ebene.

Text: Barbara Russ
Foto: Irina Bittner sowie THE DORF
© THE DORF 2021/22

English version:

Name: Ariane Ernst
Age: 36
Profession: Designer

Professional education: Goldsmith & design studies (B.A. & M.A.)
www.arianeernst.com

After stations in Vienna, New York and Stockholm, Ariane Ernst first reluctantly came to Düsseldorf, where she studied jewellery and product design. In the meantime, the city has become her home, “more than Freiburg, where I originally come from,” she says. In 2013, she founded her jewellery label of the same name, with which she focuses on local production. Her designs are strongly conceptual, manufactured on demand so that there is as little stock as possible. She recently published her first coffee table book and a clothing collection that is made in a knitting factory in Thuringia. 

How would you describe the style of your label? Minimalist and contemporary, yet timeless. 

You have built up a huge following with your jewellery, published a book and launched a fashion collection. Is there anything you can’t do? As an entrepreneur, you probably shouldn’t admit this so openly, but numbers aren’t really my thing. I prefer to do things by feel. 

What gives you the most pleasure? Creative work, surrounding myself with beautiful things and dealing with aesthetic themes. 

What comes next? Furniture is next, but I don’t want to give away any details yet. But if you want to get a taste of what’s to come, you can drop by the shop. All the furniture there is designed by me. 

Which jewellery or fashion designers have influenced your style? Artists: Donald Judd, Sol LeWitt or James Turrell. In fashion, I find Hussein Chalayan or Iris Van Herpen inspiring. Ettore Sottsass is also a great role model for me. 

Jeff Koons I find super exciting in terms of content, how he plays with people’s reactions. What they all have in common is the conceptual, their approach to design. 

Why did you come to Düsseldorf? And why did you stay? I came to Düsseldorf in 2007 to study jewellery and product design. I stayed because Düsseldorf has become my home. Düsseldorf is great – not too big, not too small, not as anonymous as other cities, but at the same time close to the pulse of time. Perfect for founding a label. 

With which living or dead person would you like to have an Altbier in Düsseldorf? I don’t drink beer. But I would love to talk to Donald Judd about his art. 

Düsseldorf as a piece of clothing, art piece or jewellery: what would that look like? Perhaps a shiny work by Jeff Koons – visually also echoing the Gehry buildings – something in which one is reflected, and in which a bit of kitsch is played with. But at the same time, there’s a fascinating meta-level. 

Besides fashion and jewellery design, what are your passions? Art. My family. Travelling. 

What are your favourite places in Düsseldorf? I love my neighbourhood Unterbilk. I deliberately chose the area as the location for my store because it’s just a pleasant mix. I also like being by the Rhine, I think it gives the city an incredible quality of life. I’m especially happy that Renzo has reopened Zero Gradi, they have the best pizza in town. Bar Olio, of course, Waya in Flingern and the wine bar Primitivo in Derendorf. 

Your three words to describe Düsseldorf are: Different than you think. (That’s four words, I realise, but it hits the spot). 

THE DORF • THE MAG is part of the #urbanana project by Tourismus NRW

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