Neumatic Parlo

Name: Neumatic Parlo
Wohnort: Düsseldorf

Beruf: Musiker/Band
Social: Website | Facebook | Instagram


Ein Plattenladen. In Düsseldorf. Drei Jungs. Eine Frage: „Hey, sag mal spielst du Bass?“ – „Nee, aber für euch würde ich es lernen“. Klingt wie die Szene aus einem Indie-Film, ist aber die Geschichte hinter Neumatic Parlo. Fünf Jungs aus Düsseldorf, die sich seit 2017 mit einem Sound zwischen Garage, Psychedelic und Krautrock immer mehr durch und in die Düsseldorfer Musikszene spielen. Sie waren nominiert für den Pop-NRW-Nachwuchspreis, haben unter anderem auf dem Open Source und dem New Fall Festival gespielt und sind seit diesem Jahr (2020) beim Düsseldorfer Kult-Label UNIQUE Records unter Vertrag. Wir haben uns mit Vincent – Sänger & Gitarrist – und Frederick, Bassist der Band getroffen. In Flingern. Bei UNIQUE.

Wir wollten natürlich erst mal wissen: was genau steckt jetzt hinter dieser Plattenladen-Geschichte?
Vincent: Also am Anfang gab es mich und Simon, unseren Lead-Gitarristen – wir kennen uns seit der ersten Klasse und wollten schon immer eine Band gründen. Frederick haben wir dann in unserem treuen Plattenladen A&O gefunden. Frederick hat da eine Ausbildung gemacht und irgendwann haben wir ihn dann einfach angequatscht, ob er nicht Bass spielt. Einfach so, weil er ganz cool aussah. Leider hat er nicht Bass gespielt, sondern nur Gitarre. Für uns hat er dann aber Bass gelernt. Unseren Schlagzeuger Justin haben wir dann eher per Zufall gefunden. Und Luis haben wir bei einem Projekt kennengelernt. Das war gut, weil wir uns vorher in der Band die Synthesizer aufgeteilt haben. Und jetzt haben wir einen Typen, der das eben voll beherrscht.

Das war 2019. Seit dem ist die Band „voll“, wie Vincent sagt. An der Besetzung wird jetzt nichts mehr geändert und am Bandnamen auch nicht mehr. Der Grund: Facebook hat den Jungs einen Strich durch die Rechnung gemacht und gesagt: wenn ihr euren Namen nochmal ändert, dann lösch ich euer Profil.

Euer Namens-Roulette ist also bei Neumatic Parlo geendet. Klassikerfrage: wie ist der Name entstanden?
Vincent: Im Endeffekt war es so: die guten Namen, die wir uns überlegt hatten, gab’s schon. Man googelt das und dann heißt irgendeine Band in Colorado schon so. Irgendwann haben wir uns dann darauf geeinigt, dass es ein Neologismus sein soll. Damit, wenn man uns googelt, nicht Bilder von Blumen kommen, wenn wir uns zum Beispiel „Blossom“ nennen würden. Gleichzeitig sollte der Name geschrieben gut aussehen – und dann haben wir einfach gesagt: Jo, Neumatic Parlo sieht geschrieben gut aus. Aber einen tieferen Sinn gibt’s nicht dahinter.

Und wenn man ganz genau hinschaut, dann erkennt man in diesem Namen sogar ein paar musikalische Vorbilder der Band. Die Krautrocker von Neu! und die australische Psychedelic-Pop-Band Tame Impala. Zumindest, wenn man einen großzügigen Schüttelreim anwendet…

Ihr bringt im März eure erste EP „All Purpose Slicer“ raus. Und zwar bei UNIQUE – was bedeutet das für euch? Hattet ihr schon vorher eine Beziehung zum Label?
Vincent: Mein Vater kannte Henry Storch (Anm. der Redaktion: der Gründer des Labels) schon seit dem UNIQUE-Club. Die beiden haben zusammen aufgelegt. Henry hat uns darum früher als wir noch andere Bands hatten, immer den Pre-Opener Slot für das Golzheim Fest gegeben. Da haben wir gesagt: wenn wir das mit der Musik jetzt gut hinbekommen, dann sind wir irgendwann bei UNIQUE. Das waren natürlich Träumereien. Und jetzt ist es Wirklichkeit. Das ist schon sehr besonders. Ich schätze das Label auch einfach sehr, weil es so vielfältig ist und sich keinem Genre verschreibt. Es zeigt einfach nur, wie facettenreich die Düsseldorfer Musikszene ist.

Frederick: Wir haben uns ja schon bevor wir bei UNIQUE waren im Fahrwasser von Love Machine befunden. Das ist eine Band, ohne die wir nicht annähernd da wären, wo wir jetzt sind. Diese Freundschaft dadurch weiterzuführen, dass wir jetzt auf dem gleichen Label sind, ist super schön und macht auch einfach für uns total Sinn.

Schauen wir nochmal auf eure EP. Wie viel Songs sind drauf? Wie war der Aufnahmeprozess – wie lang habt ihr dran gearbeitet?
Frederick: 4 Songs, 4 Tage. Die Songs standen schon vorher fest. Bei einer Nummer haben wir gemerkt, dass die so nicht funktioniert, wie wir sie sonst gespielt haben – da mussten wir etwas improvisieren. Wir sind alle berufstätig oder im Studium gefangen und konnten darum immer erst nach der Arbeit mit dem Recording-Prozess starten. Wir haben dann noch vier, fünf Stunden aufgenommen und sind dann schlafen gefahren. Der Prozess war kurz, hat aber viel Spaß gemacht.

Vincent: Wir hätten schon gerne mehr Zeit investiert, aber ich sehe das entspannt. Es ist für mich quasi ein erstes gutes Mixtape. Wir haben die besten Songs, die wir damals hatten, aufgenommen – und jetzt haben wir schon wieder so viel Material, dass wir direkt wieder eine EP aufnehmen könnten.

Und soweit ich weiß, macht ihr das ja auch….
Frederick: Genau, wir gehen jetzt eigentlich direkt wieder ins Studio und nehmen uns diesmal bisschen mehr Zeit. Es wird definitiv eine zweite EP, kein Album. Für ein Debüt-Album bräuchten wir eine größere Bekanntheit, finde ich – und da sind wir noch ein gutes Stück weit von entfernt. Und wir müssen auch selber erst noch die musikalischen Fähigkeiten und Songwriter-Kompetenzen entwickeln, um wirklich sagen zu können: „unser Debüt-Album wird jetzt richtig gut“. Um uns den Druck zu ersparen haben wir gesagt, wir machen zwei EPs.

Ihr seid alle berufstätig oder im Studium. Wie viel Zeit bleibt da neben der Musik noch für’s Privatleben?
Vincent: Wir versuchen eigentlich in jeder freien Minute in den Proberaum zu gehen. Wir teilen uns den Raum mit zwei anderen Bands und müssen darum dann leider manchmal zurück stecken. Aber zwei Mal die Woche schaffen wir das meistens.

Frederick: Ich glaube, wir müssen noch mehr Zeit investieren, wenn wir weiterkommen wollen. Aber mit unseren 40-Stunden Jobs ist das nur bedingt möglich. Man hat natürlich ein Privatleben über die Band hinaus, das man pflegen muss – aber außer Bandarbeit und paar Tage Off machen wir eigentlich gar nichts.

Wie wichtig ist Düsseldorf bei der ganzen Sache? Ist die Stadt essentiell für eure Musik oder könntet ihr euch auch vorstellen, nach Berlin oder Mannheim zu gehen?
Frederick: Ich glaube, dass Düsseldorf schon wichtig ist – für uns persönlich. In einer anderen Stadt hätten wir diese musikalische Subkultur, die Felix Wursthorn durch Ritus mitaufgebaut hat, vielleicht nicht angetroffen. Dafür sind wir dankbar, weil uns das nach vorne pusht. Aber generell wichtig für unseren Sound oder dafür, wie wir arbeiten, ist Düsseldorf nicht. Wenn unsere Lebenssituation das zulässt und wir alle fünf Bock haben, könnte ich mir schon vorstellen, in eine andere Stadt zu ziehen.

Vincent: Man hört ja immer, dass Berlin das große Ding ist, ich find’s aber eigentlich cooler ein Geheimtipp zu sein. In Berlin wird man direkt abgestempelt und in eine Schublade gepackt. Und es ist alles einfach zu groß. Hier in Düsseldorf hat man da eine bessere Ausgangslage. Aber für unseren Sound, da ist Düsseldorf nicht so wichtig.

Ein Ort, in Düsseldorf, der für euch offensichtlich sehr wichtig ist, ist A&O, der Plattenladen in den Schadow-Arkaden. Ihr habt euch da kennengelernt. Frederick hat da gearbeitet. Wie sehr hat euch das geprägt?
Frederick: Das ist und war definitiv ein Fixpunkt, wo wir auch neue Musik entdeckt haben. Musik, die uns zu dem gemacht hat, was wir jetzt selber machen.

Vincent: Das war eine Win-Win Situation. Frederik saß an der Quelle und konnte uns die frischen Releases zeigen. Das war für unseren Sound auch ziemlich prägend.

Frederick: Im Endeffekt haben wir uns über die Band „Oasis“ kennengelernt. Simon und Vincent haben das damals extrem gefeiert und ich habe die Band dann durch meine Arbeit sehr schätzen gelernt. Und dann haben wir immer weiter Musik entdeckt, die für uns jetzt noch wichtig ist. Ty Segall zum Beispiel. Man wird im Plattenladen immer mit neuen Dingen konfrontiert und erweitert dadurch automatisch seinen musikalischen Horizont. Plattenläden in Düsseldorf sind für uns generell ein wichtiger Anlaufpunkt. Hitsville oder Volkers Plattenladen in Bilk, zum Beispiel.

Vinyl ist also wichtig für euch. Eure erste EP gibt es jetzt ja erst mal nur digital. Würdet ihr euch bei der zweiten EP eine Platte wünschen?
Frederick: Schon! Viele Leute fragen bei unseren Konzerten nach Platten – bisher haben wir nur CD’s. Platten sind teuer in der Produktion, darum haben wir das bisher nicht gemacht. Und ich finde: es lohnt sich für vier Tracks nicht. Aber ich fände es toll, wenn wir beide EP’s später als Doppel-EP rausbringen, dann rechnet sich das auch.

Medium der Stunde ist aber natürlich trotzdem Spotify. Stellen wir uns jetzt mal Neumatic Parlo bei Spotify vor. Welche Empfehlung würde ich da wohl bei „Leute, die das gehört haben, mögen auch….“ bekommen?
Vincent: Es gibt eine Band aus Los Angeles, die ein großer Einfluss für uns alle ist. WAND. Und ich denke mal, dass wir den einen oder anderen Song haben, der auch WAND-Hörern gefallen könnte. Am Anfang haben wir auch viel Radiohead gehört und das ist auch ein bisschen drin. Radiohead, Tame Impala, WAND – das könnte da stehen.

Und damit liegt er gar nicht so falsch. Hört man sich durch die Songs auf „All Purpose Slicer“ dann ist die Nähe zu Radiohead unverkennbar. Der Gesang erinnert an den mulmigen Singsang von Frontmann Thom Yorke, die Melodien breiten sich darunter aus, um dann im nächsten Moment von einer Gitarrenwand weggefegt zu werden. Getragen wird das Ganze von treibenden Drums, die wahrscheinlich eigentlich nur eins sagen wollen: „uns sollte man live erlebt haben“.

Gucken wir zum Ende kurz gemeinsam in die Zukunft – wenn ihr’s euch wünschen dürftet. Wo steht ihr in den nächsten zwei, fünf, zehn Jahren?
Frederick: Mein größter Traum ist, dass die Band sich selbst trägt. Ich will nicht berühmt werden oder so, ich will nur, dass das mein Job ist. Wenn es aufhört, mein Hobby zu sein und ich davon meine Miete und mein Leben bezahlen kann, dann bin ich glücklich.

Und auf die kurze Sicht: gibt’s Festivals oder Shows, wo ihr gerne spielen wollt?
Vincent: Also die Niederlande sind für Festivals immer super – ich sehe immer Line Up’s, wo tausendmal bessere Bands spielen als bei deutschen Festivals.

Frederick: Ein Traum wäre es beim Desert Daze Festival zu spielen. Wir sind da selbst gewesen – haben unser ganzes Geld zusammengekratzt um für fünf Tage auf dieses Festival nach Amerika zu fliegen. Und das war einfach eine krasse Erfahrung. Jede Band war einfach „Next Level“. Jedes Konzert war extrem stark. Und der Festival-Spirit ist ein ganz anderer. Ich habe das Gefühl bei deutschen Festivals geht es oft nur ums Saufen. Beim Desert Daze ist das anders. Da geht es wirklich um die Musik. Das wäre definitiv ein Festival, das zu uns passen würde. Das wär ein Traum.

Und wer weiß, vielleicht geht der ja irgendwann in Erfüllung. Erst mal werden Neumatic Parlo in diesem Frühjahr aber einige Konzerte in Deutschland spielen. Los geht es am 20. März 2020 mit einer Record Release Show – natürlich hier in Düsseldorf. Bei Ritus im Kulturschlachthof an der Rather Straße. Im April folgen dann unter anderem Konzerte in Mannheim, Frankfurt und Hamburg. Und auch für die zweite Hälfte des Jahres ist schon einiges in der Planung. Denn, wenn die Jungs von Neumatic Parlo mit einer Sache definitiv überzeugen können, dann mit ihrer Live-Performance. Wir sagen: schaut’s euch an, sobald ihr könnt – es lohnt sich! Hier geht’s zur Veranstaltung auf Facebook…

Im Anschluss mussten Frederick und Vincent unseren THE DORF Fragebogen beantworten, den in der Regel jeder beantworten muss und wir kein Erbarmen mit den Beiden hatten.

MORGENS

Guten Morgen – wo trinkst du morgens Deinen Espresso in der Stadt, um wach zu werden?
Frederick: Kaffee trinke ich morgens als erstes auf der Arbeit. Da guter Kaffee da aber Mangelware ist, bin ich für den morgendlichen Koffein-Fix mittlerweile auf Club Mate umgestiegen.
Vincent: Bei Woyton oder in der Süßen Erinnerung.

Zum Sonntags-Brunch und ausgedehnten Frühstück trifft man dich…
Vincent:
In der Zicke.
Frederick: Ich gehe eigentlich nicht auswärts frühstücken, aber wenn doch, war es im Miss Monneypenny auf der Brunnenstraße – bis jetzt immer sehr schön.

Den besten Kaffee gibt es…
Frederick:
Der Milchkaffee im Bonalumi in den Schadowarkaden ist weltklasse und hat mich durch meine Ausbildung gebracht.
Vincent: Bei Katie.

MITTAGS

Lecker, gesund und frisch lunchen gehst du in Düsseldorf…
Vincent: Frittenwerk ist nice!
Frederick: Ob’s so gesund ist weiß ich nicht, aber die Gulaschsuppe bei Dauser am Carlsplatz ist ein echter Lebensretter in der Mittagspause.

NACHMITTAGS

Deine Lieblingsroute zum Spazierengehen, Schlendern, Kopf-Frei-Kriegen:
Frederick:
Im Spätsommer vom Hafen aus nach Volmerswerth am Rhein entlang zu laufen ist schon sehr sick, ob alleine oder mit Freunden, nur für ein zweites Date wahrscheinlich etwas zu öde.
Vincent: Durch Oberkassel – Nostalgie und so.

Drei Plätze in Düsseldorf, die du deinen Gästen unbedingt zeigen musst:
Vincent: Feldmühle, Kulturschlachthof und japanischer Supermarkt.
Frederick: A&O, Altstadt und das Rheinufer

Zum Kaffeeklatsch mit Küchlein & Co. trifft man dich hier:
Frederick: Bis ich alt genug für Kaffeklatsch bin, vergeht hoffentlich noch ganz viel Zeit.
Vincent: Bei meiner Oma und ihren Freundinnen in Kaiserswerth.

ABENDS

Wo verbringst du am allerliebsten einen gemütlichen Abend mit Freunden oder der Familie?
Vincent:
Bei Freddy auf der Couch mit Vino.
Frederick: Im Winter am liebsten bei mir auf der Couch und einem Glas Wein, sonst in einem der Düsseldorfer Filmkunstkinos. Wenn die Tage wieder länger werden lunger ich gerne mit Freunden auf den Rheinwiesen rum

Welches Restaurant repräsentiert für dich am meisten den typisch-charakteristischen Geschmack von Düsseldorf?
Vincent:
Füchschen

Ein Restaurant, wo du immer mal hinwolltest, aber noch nie warst:
Vincent: Zur Sennhütte – da passen nur 5 Leute rein, was soll das?!

Dein absoluter Gastro-Geheimtipp-Lieblings-Spot, den du hier mit allen teilen möchtest?
Frederick: Der Tipp ist so geheim, dass ich den Namen nicht im Kopf habe, aber es gibt einen ganz kleinen Kaffeespott neben dem Metropol auf der Brunnenstraße, der echt sehr stark ist.

Dein Lieblings-Altbier:
Vincent: Asahi – ist das Altbier ?
Frederick: Wenn Bier, dann Uerige, danke dafür Luis

NACHTS

Deine Lieblingsbar oder Dein Lieblingsbartender sind:
Vincent: Finanzämtche und der Typ, der Simon immer anmacht.

Eine ganz besondere, erinnerungswürdige Nacht in Düsseldorf hast du wo verbracht?
Vincent:
Das Feld am Rhein
Frederick: Ich bin mit Simon mal im Suff den Schlossturm hochgeklettert, als da überall Gerüste drumrum standen. Die Aussicht und der Moment waren wunderbar. Wobei ich anmerken muss, dass wir es nicht bis nach ganz oben geschafft haben, da ich schreckliche Höhenangst habe.

Dance the night away! Getanzt wird hier:
Vincent: Schlachthof und Kit
Frederick: Wenn ich bei einer Ritus Show im Schlachthof dabei bin und die Band gut ist, packe ich in den hinteren Reihen gern fiese Dancemoves aus

IMMER

Wo und wann fühlst du dich wie ein „richtiger Düsseldorfer“?
Vincent:
Im Füchschen
Frederick: Wenn Luis und Anton darüber im Uerige darüber diskutieren, wie man ein Solei isst.

Was vermisst du an der Stadt, wenn du nicht in Düsseldorf bist?
Vincent: Ein paar Menschen.
Frederick: Wenn ich mal nicht in Düsseldorf bin, bedeutet das immer eine Auszeit vom Alltag für mich, deswegen bis jetzt gar nichts.

Könnte man Düsseldorf essen, schmeckt es nach….
Vincent: Irgendwas mit Apfelmus.
Frederick: Palace of Kebab, viel zu teuer, aber auch einfach gut

Was liebst du am meisten an Düsseldorf?
Vincent: Die Geschichte Düsseldorfs ist immer wieder beeindruckend – Künstler und Musiker die hier ihr Unwesen getrieben haben.
Frederick: Ich liebe an Düsseldorf, dass es sich manchmal wie eine Kleinstadt anfühlt, aber alles bietet, was man sich von einer Großsstadt wünschen kann.

Was hasst du am meisten an Düsseldorf?
Frederick: Ich hasse die Mietpreise, die Gentrifizierung, die Investoren, die Snobs und die Schickeria, wobei man sagen muss, dass die in der Regel von außerhalb kommen.
Vincent: Snobs und Altbierbratzen

Gibt es Plätze oder Orte in der Stadt, die dich in deinem Job inspirieren?
Vincent: In der Papppresse verbirgt sich ein großes Geheimnis – da bin ich mir sicher

STIL

Wo suchst & findest Du Möbel für Deine Wohnung?
Vincent: Spermüll
Frederick: Ich will Möbel designed by Justin Janßen

Deine Top 3 Shopping-Adressen in Düsseldorf?
Vincent:
Volkers Plattenladen, A&O und dieser Hipstershop auf der Kapuzinergasse.
Frederick: A&O, der Plattenladen von Volker auf der Brunnenstraße und den Schokoladenladen auf dem Rathhausplatz

Gibt es (einen) Düsseldorfer Designer oder Künstler, den du besonders schätzt und wenn ja, warum?
Vincent: Michael Rother war der Mensch, der mir gezeigt hat, dass man auch stolz sein kann, in Düsseldorf geboren zu sein und nicht unbedingt aus LA oder London kommen muss.
Frederick: Nora Leitholf, wir hätten fast eine ihrer Arbeiten als EP-Cover gekriegt, heißt also, dass ich ihre Kunst gerne mag. Außerdem war sie mir jahrelang eine liebe und geschätzte Kollegin bei A&O

Der beste Ort, um Leute zu beobachten?
Vincent: Egal wo – Zeitung mit zwei Löchern und los geht’s!
Frederick: Nüchtern Samstagnacht über die Bolkerstraße zu müssen ist ein bisschen so wie Safari.

Nach welchen Regeln stylst du dich? Was geht gut und was geht gar nicht?
Vincent: Bisher hab ich noch kein Muster erkannt (haha)

Beschreibe den typischen Düsseldorfer-Stil in drei Worten:
Vincent: DIE TOTEN HOSEN

ALLGEMEIN

Was ist dein Lieblingsessen?
Vincent: Schnitzel

Wo oder wobei kannst du am besten entspannen?
Frederick: Bei einem guten Film, wahlweise zuhause oder im Kino Vincent: Giant Steps einlegen und Wein.

Dein Lieblingsreiseziel ist?
Vincent:
Kyoto
Frederick: Ich war zwar noch nie dort, aber ich will unbedingt mal nach Kopenhagen

Welches Buch liegt aktuell auf dem Nachttisch?
Frederick:
Der erste Band von The Expanse, dass es dort allerdings schon seit Oktober liegt, spricht nicht gerade dafür, denke ich.
Vincent: Wind Up Bird Chronicles von Haruki Murakami

Welchen Kinofilm hast du zuletzt gesehen?
Vincent: Star Wars
Frederick: 1917, ich war dieses Jahr aber schon fünf mal im Kino, darauf bin ich echt stolz.

Dein All-Time-Favorite-Movie?
Frederick: Der Filmfan sagt Drive, das Kind in mir Star Wars, und aktuell am meisten beschäftigt mich der Leuchtturm, unfassbar starke Filme allesamt.

Aktuell läuft auf deiner Playlist/deinem Plattenspieler?
Frederick: Habe gerade wieder die Musik von Julia Holter wiederentdeckt, die ist einfach unfassbar schön.
Vincent: Aphex Twin, Otoboke Beaver, Nils Jung

Dein All-Time-Favorite-Song?
Frederick: Waking Light von Beck.
Vincent: Happiness is a warm gun.

Für welchen Verein schlägt dein Herz?
Vincent: HSV – obwohl ich eher ein neutraler Beobachter geworden bin, was Fußball angeht.

Vielen Dank!

Fotos: Marcell Zytnicki
Text: Meike Glass
© THE DORF 2020

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