Tobias Saul

Name: Tobias Saul
Alter: 27
Geburtstort: Unna
Beruf: Designer & Lettering Artist

Gelernter Beruf: Grafik Designer
Website: www.tobiassaul.de
Social: Instagram | Facebook |Pinterest | Behance

Er kam vom Land und zog aus, die Großstadt zu erobern – so oder so ähnlich. Ich liebe Schrift und alles was damit zu tun hat: Buchstaben, Wörter, Formen.

So beschreibt Tobias Saul sich selbst. Der 27-jährige Lettering Artist Tobias Saul hat seine Passion zum Beruf gemacht. Mehr als 86.000 Abonnenten verfolgen seinen Account auf Instagram, wo der junge Künstler regelmäßig seine Arbeiten präsentiert. Tobias illustriert Schriftzüge und Poster – viele davon im Vintage-Stil der 1920er Jahre.

Tobis Jugend ist geprägt vom Graffitimalen und der damit zusammenhängenden Street Art Kultur, durch die er bereits erste Erfahrungen im Bereich Illustration und Schrift sammeln konnte. Während seines Kommunikationsdesign-Studiums an der Hochschule Düsseldorf entdeckt Tobias schließlich seine große Leidenschaft für das Hand Lettering. Seine Zeichenskills spielen ihm dabei voll und ganz in die Karten. Es ist dahingehen nur selbsterklärend, dass er in seiner Bachelorarbeit das Thema Hand Lettering aufgreift und diese 2015 erfolgreich abschließt.

Neben dem Studium arbeitete Tobias als Grafiker für das Magazin „The Heritage Post“. Für den Herausgeber des Magazins Uwe van Afferden stehen handwerkliches Geschick und Liebe zum Detail immer in einem besonderen Fokus. Diese Zeit prägt Tobias besonders und vermittelt ihm eine völlig neue Herangehensweise an das Thema Gestaltung.

Nach und nach beginnt er seine freien Arbeiten ins Netz zu stellen und erhält daraufhin erste Aufträge. Heute umfassen Projekte für Kunden VW, Random House Publishing, Ravensburger and Caritas sein Portfolio. Zuletzt hat Tobias gemeinsam mit der Agentur „smartin Advertising“ ein Konzept erstellt, wo er die Messewände von Edding auf der Creativeworld Messe 2017 in Frankfurt per Hand gestaltet hat.

Dennoch ist die Nachfrage und Community in Deutschland noch relativ klein. Der Großteil seines Kundenstammes kommt aus den USA, Australien und England. Die USA sind hier der große Vorreiter. Dies hängt unter anderem mit der dort stark ausgeprägten Kultur der Schildermaler zusammen. Weltbekannte Letterer wie Jessica Hische und Jon Contino stammen ebenfalls von dort und inspirieren Tobias bis heute mit ihren exzellenten Arbeiten.

Die Symbiose aus handwerklicher und digitaler Arbeit machen den Beruf zu etwas einzigartigem,

so Tobias. Ob klassisches Logo, Branding oder Verpackungsdesign. Die Arbeit beginnt mit Stift und Papier. Der Künstler zeichnet seine Skizzen auf einem Leuchttisch, bis die Zeichnung perfekt ist. Anschließend wird sie mit Illustrator digitalisiert und in Photoshop bearbeitet.

Tobias Affinität zu Kunst und Design spiegelt sich auch in seiner Wohnung wider. Warme Holztöne treffen auf klare Linien. Einige seiner Arbeiten säumen die hohen Wände seiner Altbauwohnung. Der Fokus liegt hier auf dem Detail. Doch der Künstler fühlt sich nicht nur wohnlich pudelwohl in Düsseldorf – er schätzt auch die Bandbreite an Ausstellungen, die die Stadt zu bieten hat. Ein Gang durch verschiedene Düsseldorfer Museen und Galerien bringen ihn häufig auf neue Gedanken und Ideen. Über seine Auftragslage kann er sich aktuell nicht beklagen. Tobi möchte sich deshalb langfristig gesehen gerne vergrößern, um auch in Zukunft viele weitere spannende und aufschlussreiche Projekte realisieren zu können.

MORGENS

Guten Morgen – wo trinkst du morgens Deinen Espresso in der Stadt, um wach zu werden? Meinen Espresso trinke ich morgens für gewöhnlich zu Hause – im besten Falle in der Sonne auf dem Balkon.

Zum Sonntags-Brunch und ausgedehnten Frühstück trifft man dich… Nach einer durchzechten Nacht gehe ich morgens gerne in die Flurklinik in Flingern. Da gibt’s das beste Kater-Rührei!

Den besten Kaffee gibt es… bei Die Kaffee und in der Röstzeit.

MITTAGS

Lecker, gesund und frisch lunchen gehst du in Düsseldorf… bei SuzieQ! Neben superleckerem vietnamesischen Essen gibt es ein echtes Lächeln on top – und der Preis? Unschlagbar!

NACHMITTAG

Deine Lieblingsroute zum Spazierengehen, Schlendern, Kopf-Frei-Kriegen: Um den Kopf frei zu kriegen drehe ich gerne eine kleine Jogging-Runde im Zoopark. Zum Spazierengehen favorisiere ich aber die Rheinpromenade und den Wildpark im Grafenberger Wald. Gerne schlendere ich auch mal einfach vor der Haustür die Ackerstraße entlang.

Drei Plätze in Düsseldorf, die du deinen Gästen unbedingt zeigen musst: Rheinpromenade, Medienhafen und natürlich Flingern!

Zum Kaffeeklatsch mit Küchlein & Co. trifft man dich hier: Oma Erika oder Cafe Hüftgold.

ABENDS

Wo verbringst du am allerliebsten einen gemütlichen Abend mit Freunden oder der Familie? Im Sommer liebe ich die Rheinwiesen – mit Grill und Bierchen ausgestattet gibt’s an schönen Tagen nichts Besseres!

Welches Restaurant repräsentiert für dich am meisten den typisch-charakteristischen Geschmack von Düsseldorf? Typisch Düsseldorf ist für mich immer noch ein Brauhaus mit deftiger Hausmannskost und Alt. Standard aber immer gut!

Ein Restaurant, wo du immer mal hinwolltest, aber noch nie warst: Nach Huys Beitrag muss ich wohl dringend mal ins Finanzämtche

Dein absoluter Gastro-Geheimtipp-Lieblings-Spot, den du hier mit allen teilen möchtest Vielleicht nicht mehr unbedingt ein Geheimtipp, aber das ArabesQ am Staufenplatz ist super! Hier fühlt man sich wie im Orient, es gibt köstliche arabische Spezialitäten und die Gastgeber sind fantastisch. Mein Highlight: auf dem WC läuft ein Aladdin-Hörspiel, was will man mehr!

Dein Lieblings-Altbier: Ich bin da sehr pflegeleicht, Hauptsache Bier.

NACHTS

Deine Lieblingsbar oder Dein Lieblingsbartender sind: Zählt das Kürzer?

Eine ganz besondere, erinnerungswürdige Nacht in Düsseldorf hast du wo verbracht? Vor einigen Jahren hatte ich den ersten Kuss mit meiner Freundin auf den Treppen vorm Salon. Klingt kitschig, ist aber so.

Dance the night away! Getanzt wird hier: Ich bin nicht grade ein Fan von elektronischer Musik, aber mittlerweile habe ich das Gefühl hier läuft abends kaum noch etwas anderes in den Clubs. Von daher irgendwie nirgendwo…

IMMER

Wo und wann fühlst du dich wie ein „richtiger Düsseldorfer“? Wenn ich nach dem Weg gefragt werde und ungefähr in die richtige Richtung zeige.

Was vermisst du an der Stadt, wenn du nicht in Düsseldorf bist? Seitdem ich in Düsseldorf wohne sind mir viele Menschen sehr ans Herz gewachsen. Auf die freue ich mich am meisten, wenn ich wieder nach Hause komme.

Könnte man Düsseldorf essen, schmeckt es nach… Haxe mit Kartoffeln und Rotkohl.

Was liebst du am meisten an Düsseldorf? Dass man hier gefühlt jeden kennt. Ich glaube, vor die Tür zu gehen, ohne ein bekanntes Gesicht zu sehen, ist fast unmöglich. Diese Vertrautheit ist wirklich schön.

Was hasst du am meisten an Düsseldorf? Wie schon erwähnt, die Clubs könnten echt mal wieder etwas Spannenderes auflegen… aber das bleibt wohl (leider) Geschmacksache

Gibt es Plätze oder Orte in der Stadt, die dich in deinem Job inspirieren? Ein Gang durch diverse Düsseldorfer Museen bringt mich oft auf neue Gedanken und Ideen. Generell hat Düsseldorf ausstellungstechnisch viel zu bieten.

STIL

Wo suchst & findest Du Möbel für Deine Wohnung? 69m², Vaseline, Messe Flohmarkt

Deine Top 3 Shopping-Adressen in Düsseldorf? Schee, Vaseline und „Die Tube“

Gibt es (einen) Düsseldorfer Designer oder Künstler, den du besonders schätzt und wenn ja, warum? Ich habe während des Studiums als Grafiker für das Magazin „The Heritage Post“ gearbeitet. Der Herausgeber Uwe van Afferden hat mich zu dieser Zeit sehr geprägt und mir eine ganz neue Herangehensweise an das Thema Gestaltung vermittelt. Bei ihm stehen handwerkliche Arbeit und Liebe zum Detail im Fokus, was sich in seinen Schaffensgebieten – sei es Illustration, Interior Design oder auch Mode – widerspiegelt. Die Zeit in seinem Atelier hat den Weg für meine Karriere als Lettering-Künstler geebnet. Ich schätze Uwe van Afferden weiterhin sehr und bin nach wie vor dankbar für diese Zeit.

Der beste Ort, um Leute zu beobachten? Rheintreppen, Kö und wie in jeder Stadt: der HBF.

Nach welchen Regeln stylst du dich? Was geht gut und was geht gar nicht? Ich wäre gern ein „Peaky Blinder“, aber dahingehend ist meine Garderobe definitiv noch ausbaufähig… Für gewöhnlich mag ich die Symbiose aus ein bisschen Vintage und modernem Design. Farben findet man in meinem Kleiderschrank eher wenig, wenn überhaupt dann dunkelblaue Stücke oder auch mal ein olivfarbenes Hemd.

Beschreibe den typischen Düsseldorfer-Stil in drei Worten: Lieber etwas schicker.

ALLGEMEIN

Was ist dein Lieblingsessen? Über eine gute Bolo geht nichts!

Wo oder wobei kannst du am besten entspannen? Wenn ich an meinen eigenen Projekt arbeite, ohne Zeitdruck und Vorgaben. Das ist für mich wie Meditation.

Dein Lieblingsreiseziel ist? Ich liebe Frankreich, egal ob Nord- oder Südküste. Aber auf meinem Plan stehen definitiv noch Kalifornien und Kanada.

Welches Buch liegt aktuell auf dem Nachtisch? Ich bin nicht so die Leseratte, gib mir ein Bilderbuch und ich bin glücklich.

Welchen Kinofilm hast du zuletzt gesehen? Captain Fantastic… ist aber schon wieder viel zu lange her…

Dein All-Time-Favorite-Movie? Fear and Loathing in Las Vegas und zu Weihnachten Pflicht: Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

Aktuell läuft auf deiner Playlist/deinem Plattenspieler? Alice Phoebe Lou, vor kurzem entdeckt und sehr begeistert!

Dein All-Time-Favorite-Song? Beginner – Füchse

Vielen Dank!

Text & Interview: Nico Bülles
Fotografie: Robin Hartschen
© THE DORF 2017/18

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