Annabell Makowski

Name: Annabell Makowski
Alter: 32
Job: Gesundheitsberaterin & Bloggerin

Ausbildung: Anglistik und Kunstgeschichte & englische Literatur
gesundheitmitannabell.de @gesundheit_mit_annabell

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Annabell Makowski ist zwar noch ein junger Hüpfer, in der Gastro-Szene aber längst ein alter Hase. Nach zehn Jahren Gastro-Erfahrung, unter anderem beim mittlerweile geschlossenen Feel-Good-Food-Restaurant Hector & Tilda, beschließt sie, ihre eigene Chefin zu werden. Den Anstoß zur Selbstständigkeit lieferte ein Blinddarmdurchbruch. Unter “Gesundheit mit Annabell” bietet sie von der IHK geprüfte ganzheitliche Gesundheitsberatung an, schreibt einen Food-Blog, gestaltet Workshops für gesteigerte Lebensqualität und nutzt dabei Tools, die ihr selber aus der Krise halfen. Wir erwischen sie im Urlaub und stellen der frisch gebackenen Mama ein paar Fragen.

Du bist schon viele Jahre in der Düsseldorfer Gastroszene. Was hat zu der Entscheidung geführt, ein eigenes Business zu gründen und selbstständige Gesundheitsberaterin zu werden? Gastro ist schön, aber stressig. Nach einem Blinddarmdurchbruch 2017 und mühsamer Recovery habe ich gemerkt, dass ich bessere Selbstfürsorge betreiben muss. Eine bewusste Auseinandersetzung mit meinen Bedürfnissen hat mir gezeigt: Ich möchte über meine Zeit flexibel verfügen und gerade jetzt mit meinem kleinen Sohn selbst entscheiden, wann ich was mache.

Was ist besonders an deiner Arbeit? Dass ich Spaß daran habe. Ich habe schon immer gerne mit Food gearbeitet. Essen ist Medizin. Dabei gibt es kein allgemeingültiges Raster, nach dem man verfährt. Deshalb ist der intensive Austausch mit meinen Klient*innen total wichtig. Ich nehme mir viel Zeit und bin in intensivem Kontakt und Austausch in der Beratung. Die Zugewandtheit kommt bei meinen Klient*innen gut an und wird wertgeschätzt, was mich sehr freut.

Was macht eine Darmberaterin? Ich entwickle typgerechte Maßnahmen, die bei jedem individuell zu spürbarer Darmgesundheit führen. Dafür muss man sich gemeinsam mit den vorhandenen Problemen und Symptomen beschäftigen. Naturheilkundliche Maßnahmen und eine individuelle Ernährungsberatung helfen dann, im körpereigenen Tempo zu gesunden.

Du arbeitest nicht mit festen Regeln? Ich gebe meinen Klient*innen Werkzeuge und passende Maßnahmen an die Hand, die sie in ihren Alltag integrieren können.

Was ist dein Leibgericht? Spaghetti Bolognese mit Dinkelvollkornnudeln, ganz viel Rucola und Parmesan. Entweder mit gutem Biofleisch oder auch veggie.

Wäre das auch deine Henkersmahlzeit? Da hätte ich lieber Tiramisu – mit viel viel Kaffee und wenig Alkohol.

Was wird deiner Meinung nach häufig unbewusst falsch beim Einkaufen und Essen gemacht? Viele denken, sie müssten auf einen Schlag ALLES ändern. Das ist falsch und kann frustrieren. Kleine Schritte genügen, um gesünder einzukaufen und zu essen. Und kompliziert ist es auch nicht. Geplant einkaufen, einen soliden Grundstock an länger haltbaren Vorräten sammeln (zum Beispiel Haferflocken, Leinsamen, Mungbohnen, Kartoffeln, Gewürze) und den Rest einfach zweimal wöchentlich frisch dazukaufen. 

Was ist noch wichtig? Gute Küchenutensilien. Gute Messer. Dann macht die Zubereitung gleich mehr Spaß.

Welches Vorurteil möchtest du aus dem Weg räumen? Kohlenhydrate sind nicht per se böse!

Welche Orte in unserer Stadt inspirieren dich bei deiner Arbeit? Der Friedhof Stoffeln am Oberbilker Volksgarten. Soll nicht creepy klingen. Aber da ist es so schön ruhig. Und drumherum hört man die Vögel und sieht die verschiedenen Baumarten. Ich geh da gern laufen oder spazieren.

Wenn du selber nicht kochst, wo gehst du in Düsseldorf am liebsten essen? Wenn ich Lust auf etwas habe, was ich selber nicht so easy zubereiten kann, zieht es mich zu koreanischem Essen, zu Naniwa oder ĂN BÁNH MÌ. Ich esse aber auch sehr gerne im Unverpacktladen Pure Note auf der Brunnenstraße – das ähnelt dann mehr meinem alltäglichen Style.

Welches Buch liegt gerade auf deinem Nachttisch? Dr. Megan Rossi – Eat Yourself Healthy

Mit wem, ob noch am Leben oder schon von uns gegangen, würdest du gerne mal gemeinsam einkaufen und kochen? Kimberly Snyder. Meine Wegweiserin in Richtung Gesundheitsberaterin. 

Was ist deine Botschaft? Take it easy.

Danke!

Text: Anne Florack
Fotos: Katrin Mauch
© THE DORF 2020

English version:

Although Annabell Makowski is still a spring chicken, she is already a veteran in the gastronomic scene. After ten years of working in the business, including at the now closed Feel-Good-Food-Restaurant Hector & Tilda, she decided to become her own boss. The impulse to become independent was caused by a ruptured appendix. At “Gesundheit mit Annabell”, she offers holistic health advice certified by the Chamber of Industry and Commerce, writes a food blog, creates workshops for an improved quality of life and thereby using tools that helped her out of her own crisis. We caught up with her on holiday and asked the new mum a few questions.

You have been part of the Düsseldorf gastronomy scene for many years. What led you to the decision to start your own business and become an independent health consultant? The gastro-business is nice, but stressful. After an appendix rupture in 2017 and a painstaking recovery, I realised that I needed to improve my own self-care. A conscious examination of my needs showed me: I would like to use my time flexibly and, especially now with my little son, decide for myself when I do what.

What is special about your work? That I enjoy it. I have always enjoyed working with food. Food is medicine. There is no general pattern for what you do. That’s why the intensive exchange with my clients is so important. I invest a lot of time and work very closely and interactively with my clients. This level of attention and commitment is well received and appreciated by my clients, which makes me very happy.

What does a consultant for bowel management do? (oder digestive management/care) I develop type-specific and individually tailored measures resulting in a noticeably healthier bowel activity. To achieve this, you have to jointly address the existing problems and symptoms. Naturopathic measures and individual nutritional counselling then help you to recover at your own pace.

You do not work with fixed rules? I provide my clients with tools and appropriate measures that they can incorporate into their everyday life.

What is your favourite dish? Spaghetti Bolognese with wholemeal spelt pasta, lots of rocket salad and parmesan. Either with good organic meat or veggie.

Would that also be your last meal? I’d prefer tiramisu – with lots of coffee and little alcohol.

What do you think is often unconsciously done wrong when shopping and choosing what to eat? Many people think they have to change EVERYTHING at once. That is the wrong approach and can be frustrating. Small steps are sufficient in order to learn how to shop and eat more healthily. And it is not complicated either. Shop according to plan, gather a solid base of longer-lasting supplies (e.g. oatmeal, linseed, mung beans, potatoes, spices) and simply buy the rest fresh twice a week. 

What else is important? Good kitchen utensils. Good knives. Then preparing meals can be lots of fun.

Which prejudice would you like to get rid of? Carbohydrates are not always evil!

What places in our city inspire you in your work? The Stoffeln cemetery at Oberbilker Volksgarten. Not to sound creepy, but it’s so nice and quiet there. All around you can hear the birds singing and appreciate the different kinds of trees. I like to walk or run there.

If you don’t cook yourself, where do you enjoy eating out in Düsseldorf? If I feel like something that is a bit more challenging to make, I’m drawn to Korean food, to Naniwa or ĂN BÁNH MÌ. But I also like to eat at the Pure Note zero waste shop on Brunnenstraße – that’s more like my day to day style.

Which book is currently on your bedside table? Dr. Megan Rossi – Eat Yourself Healthy

With whom dead or alive would you like to go shopping and cook together? Kimberly Snyder. My guide to becoming a health counsellor. 

What is your message? Take it easy.

THE DORF • THE MAG is part of the #urbanana project by Tourismus NRW

Autor
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