Daniel Heil

Name: Daniel Heil
Beruf: Künstler
Gelernter Beruf: Künstler

Alter: 29 Jahre
Geburtsort: Düsseldorf
Webseite: www.danielheil.com
Social: Facebook | Instagram

Der Düsseldorfer Künstler Daniel Heil arbeitet seit drei Jahren an zwei umfangreichen, beständigen Werkserien, die eine intensive Wechselbeziehung zwischen Maler und Leinwand aufzeigen. Bewegung spielt bei der Werkentstehung von Daniel Heil eine große Rolle. Mit einer performativen Art der Kunstschöpfung lässt er Bilder entstehen, die mit einem Ineinandergreifen von Dynamiken eine Art Selbstportrait des malenden Körpers in Bewegung zeigen.

Heils Ästhetik ist tief mit der Natur verbunden und findet seinen Ursprung in seiner Kindheit. Bis zum Alter von acht Jahren lebte er auf dem Land und prägte eine Empfindlichkeit gegenüber der ihm umgebenden Welt, den Pflanzen und Gewässern aus. Einen besonderen Einfluss auf seine Kreativität übten die Spiegelungen von Licht auf Wasser und dessen Strömungen aus. Fließende Bewegungen spiegeln sich in seiner Pinselführung wider. Er lässt die Hand, den Arm, und oft auch den ganzen Körper frei fließen. Sein Strich scheint keinem Plan zu folgen und geht den Schritt weg von Naturalismus, hin zur Abstraktion.

Inspiration fand Daniel Heil im Atelier seines Großvaters. Mit zwölf bekam er Leinwände und Farbe zu Weihnachten geschenkt und war früh entschlossen, Künstler zu werden. Mit seinem 21 Lebensjahr begann er sein fünfjähriges Studium an der Kunstakademie Düsseldorf. In der Zeit war für ihn die Freiheit, einfach malen zu können das Wichtigste.

Im Atelier stellt der Künstler seine Rahmen selbst her und bespannt sie mit Stoff. Die Vorbereitung, um mit dem Malen beginnen zu können, trägt ebenso zu dem künstlerischen Ergebnis bei, wie das Auftragen der Farbe selbst. Für die Grundierung der Leinwände trägt er bis zu zwölf Schichten Gesso auf. Nach dem Abschmirgeln der Oberfläche ist der Künstler bereit mit seiner spontanen und einer Choreografie anmutenden Technik Farbe auf die Leinwand zu bringen.

Das Wechselspiel aus Lebhaftigkeit und Ruhe faszinieren den Künstler. Seine Werke beschreiben einen Zustand des Werdens nicht des Seins. In fließenden Bewegungen mit Acrylfarbe oder Kohle dokumentieren die rhythmischen Abstraktionen frei fließende Gesten und Energien, die plötzlich gestoppt werden und gleichzeitig eine meditative, Zen-ähnliche Stille ausstrahlen.

Der Betrachter wird dazu gebracht sich mit seiner eigenen Wahrnehmung auseinanderzusetzen und aus Sehgewohnheiten auszubrechen. Zur Vernissage am 9. März 2018 lädt die Galerie Voss dazu ein, in die Werke von Daniel Heil einzutauchen. Unter dem Titel „Selbstgespräche“ findet die Ausstellung vom 9. März bis zum 7. April 2018 statt. Außerdem erscheint zur Aussstellung eine umfangreiche Publikation im Kerber Verlag.

Für Leute, die dich und deine Kunst nicht kenne, wie würdest du deine Arbeiten beschreiben? Meine Arbeiten abstrahieren sich von den wirren Überlagungen und fokussieren sich auf die Hervorhebung einer lebendigen, doch manchmal auch verstörenden und gebrochenen, abstrakten Form – mein Versuch die Vielfalt der Natur auf eine perfekt reduzierte Linie zu präzisieren.

Wie bist du zur Kunst gekommen und wann hast du damit angefangen? Die Kunst kam zu mir, sie war schon immer da.

Welche Künstler haben dich geprägt und inspiriert und tun es noch heute? Viele Künstler haben mich fasziniert, doch meistens eher deren Arbeitsweise und ihre Statements.

Was schätzt du an Düsseldorf? Den Rhein.

Wie siehst du die Düsseldorfer Kunstszene? Szene ist Szene.

Was vermisst du wenn du in anderen Ländern ausstellst? Meine Freunde.

MORGENS

Guten Morgen – wo trinkst du morgens Deinen Espresso in der Stadt, um wach zu werden? Bei Mario, im Enuma

MITTAGS

Lecker, gesund und frisch lunchen gehst du in Düsseldorf… Da ich meistens bis nachts im Atelier bin, fällt der Lunch meistens aus. In Robs Kitchen gibt es einen super Mittagstisch und Abends kann man sich mit tollen Menüs verwöhnen lassen.

Drei Plätze in deiner Stadt, die du deinen Gästen unbedingt zeigen musst: Den Rhein, das Uerige und die Altstadt.

ABENDS

Wo verbringst du am allerliebsten einen gemütlichen Abend mit Freunden oder der Familie? In meiner Küche. Oft wird aus einem gemütlichen Abend auch eine spontane Party.

Ein Restaurant, wo du immer mal hinwolltest, aber noch nie warst: Da gibt es viele. Wenn ich essen gehen will, fällt mir meistens von denen keins mehr ein.

Dein absoluter Gastro-Geheimtipp-Lieblings-Spot, den du hier mit allen teilen möchtest? Richtige Geheimtipps teilt man nur mit engen Freunden.

Deine Lieblingsbar oder Dein Lieblingsbartender sind: BAR Chérie, Mumpie

Gibt es Plätze oder Orte in deiner Stadt, die dich in deinem Job inspirieren? Auf Jeden Fall.

Deine Top 3 Shopping-Adressen weltweit? Shoppen ist nicht mein Ding. Wenn ich einkaufen gehe, weiß ich was ich brauche. Das heißt: rein ins Geschäft, zahlen, raus. Die gewonnene Zeit nutze ich eher für einen Espresso oder einen guten Wein.

Gibt es (einen) Düsseldorfer Designer oder Künstler, den du besonders schätzt und wenn ja, warum? Einen hervorzuheben wäre nicht gerecht.

Was ist dein Lieblingsessen? Auf diese Frage muss ich leider antworten, dass ich ausnahmslos alles gerne esse.

Wo oder wobei kannst du am besten entspannen? Beim Kochen und beim Malen.

Dein Lieblingsreiseziel ist? Einmal um die Welt. Vielleicht auch zweimal.

Welches Buch liegt aktuell auf dem Nachttisch? Mein Notizbuch.

Welchen Kinofilm hast du zuletzt gesehen? Ich geh zu selten ins Kino.

Dein All-Time-Favorite-Movie? Basquiat

Aktuell läuft auf deiner Playlist/deinem Plattenspieler? Mal dies, mal das.

Vielen Dank!

Text: Amelie Heller

Fotos: Ludovic Schuld
© THE DORF 2018

Ausstellung: Selbstgespräche
9. März 2018 bis zum 7. April 2018
Galerie Voss
Mühlengasse 3
40213 Düsseldorf
www.galerievoss.de
Öffnungszeiten
Di – Fr: 10 – 18 Uhr
Sa 11 – 14 Uhr

 

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