Fredi Erdmann & Die Soundgärtner

Noch ein Geheimtipp, bald die neue Lieblingsband deines Deutschlehrers: Fredi Erdmann & Die Soundgärtner überzeugen mit poetischem Pop, der keine Angst vor Krach hat. Seit der Gründung vor knapp eineinhalb Jahren hat die Düsseldorfer Band bereits einige Erfolge zu verzeichnen. Wir haben den Nachwuchstalenten ein paar Fragen gestellt. 

Fredi Erdmann & Die Soundgärtner stehen für organische Musik, treibende Songs und wortgewaltige Texte. Bei ihren Songs fällt es leicht, sich eine tanzende Masse vorzustellen, die die ungehemmten Gedankenausflüge Fredi Erdmanns voll und ganz aufsaugt. Der Frontmann schreibt und produziert eigene Songs bereits seit acht Jahren. Zusammen mit Xaver Bodenstein, Ares Gnauk und Julius Konieczny verleiht er seinen Texten nun einen dicken Bandsound. Umso ärgerlicher, dass die aktuelle Pandemie die Bühnen für die junge Band sperrt. Aber wer will, findet Wege und die vier Düsseldorfer Jungs lassen keinen Termin ausfallen. Nachdem sie beim Düsseldorfer City Beats Contest 2019 den dritten Platz erreichten und ein Jahr darauf beim Akki Newcomer Festival drei Songs mit brachialen Gitarren zum Besten gaben, wagten die Soundgärtner es Ende letzten Jahres überregional – mit Erfolg: Sie wurden zur Gewinnerband des Bundeswettbewerbs “Treffen junge Musik-Szene” der Berliner Festspiele gekürt. Wir haben den Düsseldorfer Überfliegern ein paar Fragen gestellt, um mehr über sie zu erfahren. 

Für Leute, die Euch und Eure Musik nicht kennen, wie würdet Ihr Euren Musikstil beschreiben? Wir roden, pflanzen unser Saatgut und bedienen uns hin und wieder mal einer gentechnisch modifizierten Nutzpflanze namens Pop.

Wie seid Ihr zur Musik gekommen und wann habt Ihr damit angefangen? Auf einer Hausparty gegenüber von Flingern S. Dort trafen wir im September 2019 aufeinander und beschlossen, dieses Projekt zu gründen. Kurze Zeit später standen wir im City Beats Finale und sind eine Woche in den Bayrischen Wald gefahren, um die Songs von Fredi zu proben und einen zweiten Teil des Albums gemeinsam entstehen zu lassen.

Welche Musiker haben Euch geprägt und inspiriert und tun es noch heute? Peter Fox ist auf jeden Fall seit Kindesbeinen an eine zeitlos prägende Gestalt. Momentan feiern wir Bands wie die römischen Votzen, Bilderbuch, CRCK/LCKS oder Fela Kuti.

Was bedeutet es Euch beim Treffen junge Musik-Szene gewonnen zu haben? Große Freude! Außerdem tolle Workshops, die trotz der Online-Verlagerung überraschend viel Spirit vermittelt haben.

Ihr arbeitet gerade an Eurem ersten Album. Was dürfen wir soundtechnisch und thematisch erwarten? Wir arbeiten gerade sehr aktiv an unserer ersten Platte, welche den Namen „Sonne und Ebbe“ tragen wird. Sie dreht sich um die „Sonne“ als „Reiz-Hitzeschlag“ in der zivilisierten Welt und die Suche nach der „Ebbe“ als das Moment der Ruhe und des inneren Friedens in der Großstadt. Darunter schöne Grooves und ein noch schöneres Sounddesign.

Was ist Euer größter Traum als Band? Wir alle haben anarchistische Träume. Gleichzeitig träumen wir alle davon, von der Musik leben zu können.

Was schätzt ihr an Düsseldorf? Wir schätzen die unheimliche Menge an Reizmüll, die uns thematisch bei vielen Songs im neuen Album inspiriert hat.

Außerdem schätzen wir Kulturorte wie das Zakk, JAB, Akki, Café à Go Go, WP8 oder Creative Music, die sich ehrlich und vielseitig engagieren, aber auch insbesondere junge Kulturschaffende fördern und unterstützen.

Drei Plätze in Düsseldorf, die Ihr Euren Gästen unbedingt zeigen müsst: Die Telefonzelle auf der Ackerstraße, die Wehrhahnbrücke und natürlich unseren Bio-Demeter-Soundgarten im Bunker in Eller.

Danke!

Text & Interview: Maren Schüller
Foto: Max Müller 

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