Die 10 spannendsten Ausstellungseröffnungen zum Jahresstart

Das letzte Januar-Wochenende steht vor der Tür – und das verspricht einen großen Schwung an Ausstellungseröffnungen im gesamten Stadtgebiet. Während zahlreiche Düsseldorfer Galerien und Häuser bereits in den ersten Januar-Wochen ihre neuen Ausstellungen eröffneten, komplettiert das Wochenende ab Freitag, den 28. Januar nun einen spannenden Auftakt ins neue Kunstjahr. Einen perfekten Überblick bietet (0211), das neue Ausstellungsverzeichnis für Düsseldorf. Der Guide erscheint ab sofort drei Mal jährlich und bietet online und als Booklet eine Übersicht an Ausstellungen in Düsseldorfer Galerien, Off-Spaces, Museen und Institutionen. Gemeinsam mit (0211) präsentieren wir Euch unsere Highlights zum Jahresstart 2022.

(0211) x THE DORF Special
Allen Bestellungen im THE DORF Onlineshop bis zum 28. Februar 2022 legen wir das neue (0211) Booklet dazu!

COSAR
Berit Schneidereit / Waves
29.01. bis 18.03.2022

Ab dem 29. Januar zeigt COSAR als Premiere in den neuen Ausstellungsräumlichkeiten auf der Birkenstraße 39 die Ausstellung „Berit Schneidereit / Waves“. Die Grenzen zwischen Prosa und Poesie verschwimmen in Virginia Woolfs Roman The Waves, dessen Titel sich die Düsseldorfer Künstlerin Berit Schneiderheit für ihre Einzelausstellung im COSAR entlehnt hat. Auch die Fotografie von Berit Schneidereit verwischt Grenzen und bewegt sich ständig zwischen verschiedenen Dualitäten: Farbe und Schwarz-Weiß, Fiktion und Dokumentation, Malerei und Fotografie, Positiv und Negativ. Berit Schneidereit nutzt das Licht, um Transparenzen zwischen dem, was da ist, und dem, was sichtbar wird, zwischen der Realität und ihrem Eindruck, zwischen Oberfläche und Tiefe zu erzeugen. Die beiden für die Ausstellung entwickelten Serien stehen sich als polare Gegensätze gegenüber, die jedoch auf zwei Ansätzen aufbauen, mit denen sich Berit Schneiderheit seit langem beschäftigt. Die Eröffnung findet am Samstag, den 29. Januar von 12 bis 19 Uhr statt.

Alle Infos auf
cosarhmt.com

Kadel Willborn
Jan Paul Evers / Apotropäische Psychotope und New Horizons
15.01. bis 26.02.2022

Seit dem 15. Januar zeigt Kadel Willborn die neue Werkserie von Jan Paul Evers, die sich mit der Frage beschäftigt, wie wir unser Verhältnis zur Welt der Dinge und zur Natur gestalten. Die Motive basieren auf wissenschaftlichen Abbildungsverfahren verschiedenster Gensequenzen. Jan Paul Evers hat die Ausgangsbilder seiner Motive in Online-Datenbanken amerikanischer Universitäten recherchiert und sie dann im Arbeitsprozess analog verfremdet. So entstand ein Täuschungsspiel zwischen Natur- und Bildwissenschaften: Die Motive basieren auf empirischen Fakten, werden aber gleichzeitig zu abstrakten, transzendenten Kompositionen. Die jeweilige „Darstellung“ eines Lebewesens verrät nicht, ob der Ausgangspunkt ein Mensch, ein Tier oder eine Pflanze ist. Alles ist offen und alles kann gestaltet werden.

In dem neuen, zweiten Ausstellungsraum auf der Birkenstraße 20 zeigt Kadel Willborn die Gruppenausstellung New Horizons. Der Titel der Ausstellung steht in mehrfacher Hinsicht für die Eröffnung neuer Horizonte. Die vergangenen zwei Jahre der Pandemie haben sowohl von den Künstlern als auch von der Galerie immer wieder „geistige Mobilität“ gefordert. „New Horizons“ zeigt neue Arbeiten von Heidi Hahn (US 1982), Keltie Ferris (US 1977), Vivian Greven (GER 1985), Barbara Kasten (US 1936), Natalie Czech (GER 1976), Mathilde Rosier (FR 1973), Art & Language (UK 1968) und aus dem Nachlass von Ketty La Rocca (1938-1976). Allen teilnehmenden Künstlerinnen und Künstlern gemeinsam ist der scharfe Blick für das Zusammenspiel von Körper, Raum, Sprache und Identität, das nicht zuletzt vor dem Hintergrund einer sich ständig verändernden Realität neu gedacht werden muss.

Alle Infos auf
kadel-willborn.de

ZERO foundation
Jennifer López Ayala, Jungwoon Kim, Daniel Nehring, Felicitas Rohden
yesterday, today, tomorrow

23.01. bis 06.03.2022

Die ZERO foundation startet das neue Jahresprogramm 2022 mit einer Gruppenausstellung der Künstler*innen Jennifer López Ayala, Jungwoon Kim, Daniel Nehring und Felicitas Rohden. Parallel dazu ist im ZERO-Haus Heinz Macks Schenkung „Terzett- Suite“,2020, zu sehen. Der dreiteilige Serigrafie-Zyklus wurde mit Hilfe von Till Breckner produziert, um den Erlös an aufstrebende Künstler*innen weiterzureichen, die durch eine Ausstellung, ein Honorar sowie eine Publikation unterstützt werden. Heinz Mack nutzte seinen 90. Geburtstag, um den jüngeren Kolleg*innen etwas ab- und weiterzugeben. Die von einer Jury ausgewählten Positionen sind unterschiedlich und dennoch vielfältig mit dem ZERO-Spirit verbunden: So beschäftigen sich die Künstler*innen mit Kinetik, künstlerischer Forschung sowie Farblehre oder virtuellen Räumen. Nicht nur durch ihre Präsentation im historischen ZERO-Haus, sind die Werke in das Gestern, Heute und Morgen von ZERO eingebunden.

Alle Infos auf
zerofoundation.de

Galerie Max Mayer
Nicolás Guagnini / Before and After Science
28.01. bis 13.03.2022

Max Mayer eröffnet am Freitag, den 28. Januar die Ausstellung Nicolás Guagnini / Before and After Science. Nicolás Guagnini ist ein in Argentinien geborener und in New York lebender Künstler und Schriftsteller. Für die Ausstellung hat Nicolás Guagnini unter anderem eine Reihe von Wandteppichen entworfen. Anlässlich der Ausstellung präsentiert die Galerie Max Mayer in Zusammenarbeit mit dem Institut für Lateinamerikastudien (ISLAA) eine Publikation, die sich mit dem Austausch zwischen den Kunstszenen im Rheinland und in Lateinamerika beschäftigt. ISLAA hat außerdem das Künstler-Videoporträt „Nicolás Guagnini: Selbstporträt mit Gurke / Autoretrato con pepino“ in der Reihe „270“ produziert. Das Video dokumentiert Guagninis Auseinandersetzung mit dem Selbstporträt und der Autobiografie, zwei Formen, die durch die Verflechtung von Intimität und Öffentlichkeit, von Subjekt und Gesellschaft definiert sind. Das Video gibt es hier… Die Eröffnung findet am Freitag, den 28. Januar 2022 von 12 bis 20 Uhr statt.

Alle Infos auf
maxmayer.net

Linn Lühn
Johannes Wohnseifer / Things Take Time
15.01. bis 23.03.2022

Linn Lühn präsentiert Johannes Wohnseifers dritte Einzelausstellung „Things Take Time“, die, ausgehend vom Begriff der zeitlichen Distanz und ihrer transformativen Wirkung, die Idee des Ateliers als Archiv in den Mittelpunkt stellt. Es ist ein Ort, an dem sich die Grenzen zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auflösen und im Laufe der Zeit ein sich ständig verflechtendes und verbindendes Netz von Bezügen bilden: Verweise auf unsere Medienkultur und die Automobilindustrie verwandeln sich hier in ihr konsumistisches Gegenteil und entlarven sich in Wohnseifers Sprache als kulturelle, formale und ästhetische Strukturen und Relikte des 20. Jahrhunderts. Gitterartig, wechselnd wie Passcodes, tauchen ihre Bauwerke in immer neuen Formen auf den Leinwänden auf. Sie verbinden sich auf den Oberflächen der ausgestellten Werke parallel zur Bildung von neu generierten visuellen Chiffren und Lücken, die davon zeugen, wie wir die Vielfalt der Erfahrungen innerhalb unserer eigenen, sich ständig weiterentwickelnden Kultur und Zeit verhandeln. Jenseits einer Technik, die sich rein auf die Retrospektivität ihrer eigenen Elemente bezieht, schafft Wohnseifer Werke, die zu Spiegeln der Funktionsweise unserer eigenen Wahrnehmung und Erinnerung werden.

Alle Infos auf
linnluehn.com

Sies+Höke
Gerhard Richter / Drawings | Zeichnungen 1963 – 2020
29.01. bis 26.02.2022

Anlässlich Gerhard Richters 90. Geburtstags am 9. Februar 2022 zeigt Sies + Höke eine Werkschau von Zeichnungen des Künstlers, die annähernd 60 Arbeiten umfasst und sieben Jahrzehnte Schaffenszeit abbildet. Ein umfangreicher Katalog mit einem Text von Dieter Schwarz, Herausgeber des Werkverzeichnisses von Gerhard Richters Zeichnungen, begleitet die Ausstellung. Gerhard Richters Werk ist geprägt von der fortwährenden Suche nach einem neuen und unverbrauchten künstlerischen Ansatz. Das Spannungsverhältnis von Figuration und Abstraktion, von Bedeutung und Banalität, welches sein malerisches Schaffen bestimmt, schlägt sich genauso in den verschiedenartigen Zeichnungen des Künstlers nieder. Auch hier arbeitet Richter gegen Bildnormen an, wobei die farbige Enthaltsamkeit der meisten seiner Zeichnungen wie ein Brennglas die Reduktion auf das Wesentliche bewirkt. So dient das Zeichnen Richter über viele Jahrzehnte hinweg als Konzeptionsfläche und Experimentierfeld. Die resultierenden Werke veranschaulichen die medienübergreifenden Bildfindungsprozesse des Künstlers. Mit Arbeiten aus den Jahren 1963 bis 2020 bildet die Ausstellung ein Spektrum von Gerhard Richters zeichnerischem Werk ab, welches in dieser Bandbreite und Fülle bisher nicht gezeigt wurde. Zu den aufsehenerregendsten Werken der Ausstellung zählt ein bisher nicht bekanntes Konvolut von 21 einzeln signierten Zeichnungen aus dem Jahr 1986, das Richters Arbeitsprozess im Hinblick auf großformatige Abstrakte Bilder radikal verdeutlicht – mit einer Ausnahme aus demselben Jahr sind es die einzigen Studien dieser Art, die der Künstler der Öffentlichkeit zugänglich machte. Die Eröffnung findet am Freitag, den 28.01.2022 von 10 bis 18.30 Uhr statt.

Alle Infos auf
www.sieshoeke.com

SCHÖNEWALD
Gerhard Richter. Aquarelle 1977 – 1997.
15.01. bis 19.02.2022

Ebenfalls anlässlich Gerhard Richters 90. Geburtstags präsentiert SCHÖNEWALD eine umfangreiche Ausstellung mit 51 Aquarellen des Künstlers aus den Jahren 1977 bis 1997. Die Ausstellung macht Richters sensible Aquarelle erstmals seit mehr als zehn Jahren wieder umfassend und retrospektiv erlebbar. Bei den gezeigten Werken handelt es sich überwiegend um Leihgaben aus privaten Sammlungen. Aquarelle sind im Oeuvre Gerhard Richters selten und entstanden mit Ausnahme zweier früher Blätter von 1964 ausschließlich zwischen 1977 und 1997.

Alle Infos auf
schoenewaldfinearts.com

Galerie Rupert Pfab
Julia Bünnagel / Nebensonne
15.01. bis 05.03.2022

In der Ausstellung „Nebensonne“ in der Galerie Rupert Pfab zeigt die Kölner Bildhauerin, Installationskünstlerin und Klangperformerin Julia Bünnagel eine Auswahl neuer klangskulpturaler Arbeiten. In einer intermedialen Installation aus bearbeiteten Schallplatten, Licht, Klang und Objekten arrangiert sie die Galerieräume zu einem Spannungsraum aus Zwei- und Dreidimensionalität, aus Licht und Schatten, aus Masse und Leere. Ihre Arbeiten oszillieren zwischen Installationen, Schriftbildern, Musik, Objekten oder Aktionen. Die physische Verarbeitung von Material ist immer die Grundlage ihrer Arbeit, ob in Klang, Typografie, Skulptur oder Installation. Sie nennt ihre künstlerische Arbeit „KlangBildHauerei“, denn ihre skulpturalen und physischen Aktionen sind immer hörbar und sichtbar. Julia Bünnagel (*1977) ist Meisterschülerin an der Kunstakademie Düsseldorf. Ihre genreübergreifenden Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen gezeigt, u.a. im Pori Art Museum in Finnland, Marta Herford, Kunstmuseum Bonn, Kunsthaus Kornelimünster oder Arthena Foundation / Kai 10, Düsseldorf.

Alle Infos auf
galeriepfab.de

SETAREH X
Björn Knapp / End or Fin
22.01. bis 19.02.2022

SETAREH X zeigt seit dem 22. Januar die Einzelausstellung End or Fin des in Düsseldorf lebenden Künstlers Björn Knapp. Für die Entstehung seiner Bilder nutzt Knapp die Fotografie als Hilfsmittel. Im anschließenden malerischen Prozess entwickelt er farbintensive Kompositionen zwischen Form und Nicht-Form. Ausgehend von Fotografien, die übereinander gelegt und zu komplexen Collagen kombiniert werden, realisiert Björn Knapp eine neue Bildsprache, die, mit systematischer Präzision und lebendigen Farben auf die Leinwand übertragen, eine sinnlich erfahrbare Körperlichkeit evoziert. Die Mehrdeutigkeit des Ausstellungstitels findet eine Entsprechung in der offenen Lesbarkeit dieser Bilder, die etwas abzubilden scheinen und zugleich nicht abbilden; in denen etwas erkennbar scheint, aber nichts motivisch oder darstellerisch klar definiert ist. Die abstrakten Farbfelder wecken durch ihre organischen Formen und die fleischfarbene Farbgebung körperliche Assoziationen, während malerische Verräumlichungen Bezüge zur Landschaft herstellen.

Alle Infos auf
setareh-x.com

NKR – Neuer Kunstraum
Yvon Chabrowski, Haure Madjid / Körper im Blick
22.01. bis 20.02.2022

Die neue Ausstellung „Körper im Blick“ mit Video-Skulpturen von Yvon Chabrowski und Malerei von Haure Madjid befragt das Verhältnis von Bild, Raum und Betrachtenden.Yvon Chabrowski ist Bildende Künstlerin, sie kommt aus der Fotografie und arbeitet in den Medien Bewegtbild und Video-Skulptur. Dabei bedient sie sich performativer Strategien. Ihre Videoskulpturen haben Aufforderungscharakter: Besucher*innen des NKR werden dazu eingeladen sich unter einen Monitor zu legen oder gegenüber einem schwingenden Monitor eine Position einzunehmen. Haure Madjid ist Maler. Er entwickelt Serien, in denen er sich mit der Übertragung von erinnerten Bildern in Malerei und mit der Verzerrung von Erinnerungen beschäftigt. Im NKR zeigt er großformatige Bilder, überlebensgroße und ikonenhaft anmutende Darstellungen fiktiver Gesichter. Sie können nicht einer bestimmten Person zugeordnet werden und es bleibt rätselhaft, woher sie kommen. Die Besucher*innen erleben vielleicht prüfende Blicke, neugierige Blicke, kontrollierende Blicke, abschätzige Blicke, gefühlskalte Blicke, mitfühlende Blicke, bohrende Blicke oder leere Blicke. Sie sind schwer durchschaubar.

Alle Infos auf
nkr-duesseldorf.de

(0211) x THE DORF Special
Allen Bestellungen im THE DORF Onlineshop bis zum 28. Februar 2022 legen wir das neue (0211) Booklet dazu!

(0211) ist das neue Ausstellungsverzeichnis für Düsseldorf. Es bietet eine Übersicht an Ausstellungen in Düsseldorfer Galerien, Off-Spaces, Museen und Institutionen. Es erscheint drei Mal jährlich. Alle Infos zu den laufenden Ausstellungen erhaltet Ihr im brandneuen (0211) Booklet, das kostenlos bei bei allen gelisteten Räumen erhältlich ist sowie auf der Website von (0211) und  bei Instagram.

(c) THE DORF, 2022
Fotocredits: Siehe Bildunterschriften

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