THE CHECK-IN: Steigenberger Parkhotel

Name Hotel: Steigenberger Parkhotel
Adresse: Königsallee 1A
Düsseldorf-Stadtmitte
URL:
www.steigenberger.com

Mitarbeiter*in: Joanne Nicholls
Position: Front of the House Manager
Alter: 28
Seit wann im Hotel: Seit 2014

Werbung: Vor lauter Freude über die Wiedereröffnung der Hotellerie präsentieren THE DORF und Düsseldorf Tourismus mit der Interviewserie THE CHECK-IN einen intimen und persönlichen Einblick hinter die Fassaden der Düsseldorfer Hotels. Neben vielen Geschichten und individuellen Design-Konzepten findet man in allen teilnehmenden Adressen auch das aktuelle THE DORF THE MAG No. 4, das mit spannenden Geschichten zu Kunst und Kultur, Gastro-Geheimtipps und einem Auge für lokale Helden liebevoll von der Stadt erzählt.

Der Fokus bei THE CHECK-IN liegt auf den Gesichtern, die mit Leidenschaft für unvergessliche Aufenthalte und schöne Zeiten im Dorf sorgen. Doch auch in Krisenzeiten garantieren die Protagonist*innen weiterhin Optimismus, eine besondere Wohlfühlatmosphäre und Sicherheit im Hotel. Die Liebe zu Düsseldorf und die Passion für Gastfreundschaft motivieren die Interviewpartner*innen jeden Tag dazu, die Stadt und ihre Vielfalt in die Welt hinaus zu tragen. Neben ihren persönlichen Geheimtipps verraten sie im Interview, warum THE DORF THE MAG der perfekte Begleiter für einen Hotelurlaub in der schönsten Stadt am Rhein ist.

Spaziert man durch den schönen Hofgarten mitten in Düsseldorf, findet man sich schnell auf der berühmten Königsallee wieder. Das Panorama am Anfang der glamourösen Meile entfaltet seine volle Wirkung beim Blick auf das Steigenberger Parkhotel, das maßgeblich zum Flair beiträgt. Das Luxushotel ist bekannt für stilvolles Ambiente und erstklassigen Service. Das Team erfüllt seinen Gästen alle Wünsche und verwöhnt sie kulinarisch beim Frühstück auf der Terrasse, beim Apéritif in der schicken Lounge oder mit exklusiven, individuellen Tipps für einen unvergesslichen Aufenthalt in Düsseldorf. 

Seit zwei Jahren renoviert das Steigenberger Hotel seine Räumlichkeiten. Die Umbaumaßnahmen waren auch schon vor Corona geplant, sodass das Hotel nach der Krise in neuem Glanz erscheint. THE DORF traf sich mit der Front of the House Managerin Joanne Nicholls und bekam exklusive Einblicke in den Arbeitsalltag in der 5 Sterne-Residenz.

Bitte beschreibe Deinen (normalen) Arbeitsalltag – was sind Deine Aufgaben? Einen normalen Arbeitsalltag gibt es nicht, weil im Hotel jeder Tag unterschiedlich ist. Aber im Großen und Ganzen koordiniere ich die Abteilungen, die dafür zuständig sind, dem Gast die first und last Impression zu geben, und natürlich auch die Experience zwischendrin. So besonders wie das Hotel soll auch der erste und letzte Eindruck und der Aufenthalt sein. 

Bitte versuche, Euren typischen Hotelgast zu beschreiben! Den typischen Hotelgast gibt es nicht, das macht es für mich so interessant. Die Gäste kommen aus den unterschiedlichsten Gründen. Wir empfangen überwiegend geschäftlich Reisende, die zu 60 Prozent aus Deutschland kommen und wegen Messen, Konferenzen oder Kongressen hier sind. Aber es gibt auch viele private Gäste, die ihre Hochzeitsnacht hier verbringen wollen, aus medizinischen Gründen hier sind, oder einfach mit der Freundin zum Shoppen kommen. Das ist ganz unterschiedlich!

Gibt es Besonderheiten des Hauses? Was glaubst Du, macht Euer Hotel aus? Die Terrasse ist im Sommer der Place-to-be mit der größten Champagner-Auswahl der Stadt. Hier kann man mit Blick ins Grüne sitzen und die Kö-Papageien vorbei fliegen sehen. Außerdem ist unser Weinkeller das geheime Herz des Hotels. Man sieht hinter die Kulissen, kommt an der Küche und am Lager vorbei, wo die Housekeeping-Wägen mit der Wäsche stehen. Eine kleine Treppe führt hinunter zu einem wunderschönen Weinkeller, wo unsere Lagerleiter aus alten Weinkisten einzigartige Tische gebaut haben. Bald können wir den Weinkeller auch als offiziellen Veranstaltungsraum anbieten – beispielsweise für Aperitif und Häppchen oder Kochkurse mit unserem Spitzenkoch!

Welche besondere Anekdote wirst Du niemals vergessen? Wie gesagt ist bei uns nicht nur der erste Eindruck, sondern auch der letzte Eindruck von großer Bedeutung. Dazu habe ich eine Erinnerung, die ich niemals vergessen werde, weil das so eine intensive Arbeit für mich war. Damals arbeitete ich in der Guest Relation Abteilung, wo ich mich um die Wünsche der Gäste gekümmert und versucht habe, jeden Anliegen zu ermöglichen. Unsere Gäste waren eine Familie, die nach dem Aufenthalt in Düsseldorf weiter nach Paris reisen wollten und zwar sehr exklusiv. 

Die Familie brauchte einen Transfer zum Bahnhof, im Thalys-Zug benötigte sie ein eigenes Abteil, vom Pariser Bahnhof nochmal einen Transfer zum Disney Hotel inklusive VIP Pässe. Parallel wollte die Mutter der Familie schon woanders shoppen gehen. Wir haben wirklich alles möglich gemacht, was nur irgendwie möglich war und sogar ein kleines Lunchpaket mit Croissants zusammengestellt, passend für die Reise nach Paris. 

Warum können sich die Gäste in Eurem Hotel gerade in Corona-Zeiten sicher fühlen? Während der Kurzarbeit hatten wir genug Zeit, um ein ausgereiftes Hygienekonzept zu erstellen. Das Konzept zieht sich von Anfang bis Ende durch den Aufenthalt. Wir haben selbst Gast gespielt, um die Ideen zu testen und auszuprobieren. Natürlich gewährleisten wir alles, was gesetzlich vorgeschrieben ist, wie beispielsweise die Mund-Nasen-Maske. Wenn der Gast das Hotel betritt, haben wir direkt am Eingang einen ersten Desinfektionsspender und auf dem Marmorboden kleben überall Sticker, damit man die einzuhaltenden Abstände abschätzen kann. 

An der Rezeption befinden sich zwischen dem Mitarbeiter und dem Gast Plexiglas-Scheiben, jeder einmal benutzte Kugelschreiber und jede Zimmerkarte wird desinfiziert. Ebenso wird das Kreditkartenterminal nach jeder Pin-Eingabe gereinigt. Im Housekeeping gibt es nochmal ein ganz eigenes, großes Hygienekonzept, welches vor Anreise des Gastes, über den Aufenthalt, bis hin zur Abreise gilt.

Und nicht nur für den Gast ist das Hygienekonzept ausgereift, sondern auch für uns Mitarbeiter*innen: Zusätzlich zum kostenlosen Bürgertest, haben wir einmal in der Woche die Möglichkeit im Hotel einen Corona-Selbsttest durchzuführen. Unsere Gäste können mit einem sehr guten Gefühl anreisen und brauchen sich keine Sorgen zu machen.

Was bringt die Zukunft? Ich kann schon verraten: Wir haben den Ruhemodus so gut wie möglich genutzt. Die Renovierungsarbeiten in den Zimmern auf der Etage versprechen ein neues Ambiente. Außerdem ist ein neues Food & Beverage-Konzept angedacht, das gerade in Arbeit ist. Es bleibt spannend!

Was würdest Du jemandem empfehlen, der einen Tag und eine Nacht in Düsseldorf bleibt? Das kommt darauf an, wer mich fragt. Bei der Guest Relation Abteilung, die ich mit aufgebaut habe, ist uns ganz wichtig, dass man individuell auf die Gäste eingeht. Im Gespräch lernt man das Gegenüber ein bisschen mehr kennen und kann dann ungefähr einschätzen: Empfehle ich einen Spaziergang am Rhein? Oder lieber im Hofgarten? Schicke ich diesen Gast in unser tolles Hotel-Restaurant oder zum Italiener um die Ecke?

Es gibt nicht nur ein 5 Sterne-Haus in Düsseldorf und bequeme Betten gibt es auch sehr viele. Deswegen sind unsere individuellen Empfehlungen der Unterschied. 

Wie sieht Dein persönlicher perfekter Tag in Düsseldorf aus? Ich kann mich kaum entscheiden, weil mir dazu so viele Sachen einfallen. Aber wenn ich mir jetzt etwas aussuchen dürfte, gerade weil es mir momentan so fehlt: Ich würde mit meiner besten Freundin bei Sonnenschein auf der Terrasse des Steigenberger Hotels frühstücken und die vorbeifliegenden Papageien beobachten. Dann würde ich bummeln, durch den Hofgarten spazieren und den Sonnenuntergang an den Kasematten beobachten. 

Typisch Düsseldorferisch ist für Dich? Die Altstadt! Aber nicht die touristische Bolkerstraße, sondern die Ecken, wo auch die Düsseldorfer hingehen: die Ratinger Straße. 

Was ist Dein Lieblingsort in Düsseldorf? Es gibt sehr viele! Momentan ist es der Hofgarten. Da hat man die Natur so vielfältig mitten in der Stadt und das direkt neben dem modernen Kö-Bogen. 

Was ist Dein Lieblingsevent im Dorf? Ich glaube, das beantwortet jeder Mitarbeiter im Parkhotel gleich: Fe-de-Fe, das Fest der Feste an Karneval hier im Hotel. Das ist jedes Mal wie eine andere Welt. Das gesamte Erdgeschoss wir geschmückt und die Veranstaltungsräume werden in verschiedene Partyräume verwandelt. Es gibt eine Disco, Live-Musik und einen Kostümwettbewerb, bei dem die ausgefallensten Kostüme prämiert werden. Ich war noch nie zum Feiern da, aber das ist der Arbeitstag, auf den ich mich am meisten freue. 

Jedes Jahr kommen anlässlich des Fe-de-Fe am Karnevalssamstag, knapp 1200 Personen und das Event ist innerhalb von zwei Wochen ausverkauft. Das ist eine tolle Möglichkeit ausgelassen Karneval mit schönen Kostümen zu feiern.  und dem „Sauftourismus“ zu entgehen.  

Einmal hatten wir einen arabischen Longstay-Gast im Rollstuhl, der Karneval nicht kannte. Ich hatte schon versucht ihn vorzuwarnen, aber erklären Sie mal jemandem der Karneval nicht kennt, rheinischen Karneval! Am Abend kam er aus seinem Zimmer herunter und fragte mich, was hier los sei. „Das ist Karneval!“, sagte ich dann. Er wollte sofort mitmachen, also organisierte ich ihm Piratenhut und Säbel und er hatte sehr viel Spaß!

Was ist/war Dein Lieblingsmoment im Dorf? Es gibt so viele schöne Momente. Einmal haben wir hier einen Stehtisch aufgestellt und Glühwein mitgebracht. Nach Feierabend stand das Team mit selbst gebackenen Plätzchen zusammen und hat den Abend genossen. 

Das schöne an der Hotellerie ist, dass die Leute nicht dabei sind, um Geld zu verdienen, sondern weil es etwas Besonderes ist. Hier ist alles sehr familiär. Wir sind ein 5 Sterne Haus mit „nur“ 130 Zimmern, man kennt die Gäste und vor allem jeden Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin. Wir sind hier nicht nur um zu arbeiten, sondern hier entstehen Freundschaften.

Düsseldorf in drei Worten? Vielfalt, wunderschön, Zuhause.

Warum sollten sich die Leser*innen bei Euch das neue THE DORF THE MAG abholen kommen? Ich finde, dass man manchmal ein 5-Sterne-Haus eine kleine Hemmschwelle hat darf ich da überhaupt rein? Ist das Restaurant auch für Außer-Haus-Gäste oder muss ich ein Zimmer buchen um dort essen zu dürfen? 

Wenn man sich das Magazin hier abholt, dann ist diese Hemmschwelle vielleicht überwunden, sodass man nicht mehr nur am Kö-Bogen sitzt und denkt, dass das Steigenberger ein schönes Gebäude von außen ist. Kommt einfach mal rein, holt Euch das Magazin ab und seht Euch unser Haus von innen an! 

Also los! Die Gastgeber*innen der Düsseldorfer Hotels erwarten Euch schon. Holt Euch ein THE DORF THE MAG, genießt ein wenig Hotellobby-Flair und schon seid Ihr bereit für einen perfekten Sommer im Dorf. 

Interview + Text: Maren Schüller
Fotos: Kristof Puller
© THE DORF 2021

Mehr von THE DORF

Greta’s Schwester

Die Düsseldorfer Autorin Christine Weissenborn hat im Dezember 2016 gemeinsam mit ihrer...
Weiterlesen