Ein Tag mit

Judith Maria Kleintjes

Einen Katzensprung hinter der Bilker Kirche liegt die Alte Liesegang Fabrik. Einst stellte hier die Firma Liesegang Diaprojektoren her. Längst haben Künstler und Kreative das weitläufige lichtdurchflutete Areal an der Volmerswerther Straße als Wirkstätte entdeckt. So auch die „Malerin des Lichts“ Judith Maria Kleintjes. Wir haben sie in ihrem Atelier besucht.

Gil Bronner

“Meine eigene Unpünktlichkeit ist die Rebellion gegen die Pünktlichkeit meines Vaters” sagt Gil Bronner als er, minimal verspätet, zur Tür seiner Sammlung Philara hereinkommt. In einem unscheinbaren Hinterhof in der Flingerner Birkenstraße liegt die ehemalige Glasfabrik Lennarz, die der Immobilienentwickler kaufte und zwei Jahre lang aufwendig umbauen ließ. Eine 550 Quadratmeter große Skulpturenterrasse soll bald ebenso Teil des von Sieber Architekten renovierten Hauses sein, wie der Gastronomiebereich ‚Glas Lennarz’, in dem Frühstück, Lunch und Ausklangswein serviert werden. Das Herzstück der Sammlung bilden natürlich auf 1700 Quadratmetern Sammlungsfläche die Kunstwerke.

Shev Lunatic

Bevor ein Kind lernt, zu gehen, lernt es zu tanzen. Bevor es lernt, zu sprechen, lernt es zu singen. Und eigentlich sind wir alle Künstler, das hat bereits Joseph Beuys gesagt. Die Kunst ist etwas, was von Natur aus sehr tief in uns Menschen verankert ist. Yevgeniya Shevchuk, aka Shev Lunatic, hat sich genau das zum Beruf gemacht: ihre Arbeit ist eine Reflektion ihrer selbst, eine Persönlichkeitsreise. Und dabei kennt sie keine Regeln.

Stephan Lomp

Stephan Lomp ist Illustrator und Graphic Recorder. Was ist ein „Graphik Recorder“, werden jetzt manche fragen. Stell Dir das Leben als Comic vor. Du sprichst und es erscheint eine Sprechblase vor Deinem Mund. Du fällst hin und es macht ‚Peng‘ und ‚Autsch‘ und eine Staubwolke steigt neben dem Ort Deines Sturzes auf. Kurzum, jemand zeichnet parallel zu Deinem Leben eine Story auf eine darüber liegende Klarsichtfolie. So in etwa. Nur eben bei Konferenzen oder Vorträgen – damit mehr hängen bleibt.

Michèle Caspers

Kunst hat je nach Betrachter_in seine unterschiedlichsten Sichtweisen. Die Düsseldorfer Künstlerin und Designerin Michèle Caspers findet dabei vor allem die Emotionen interessant, die sie mit ihrer Kunst und ihrer Plattform Malizee auslöst. Wir trafen Michèle in ihrem Atelier.

Jens Müller

Kommunikationsdesigner, Buchautor, Forscher, Briefmarkenkünstler, Lehrer und: Wahl-Düsseldorfer. Die Liste der Attribute, mit denen man Jens Müller beschreiben kann, ist lang –entsprechend lang ist auch unser Treffen mit ihm ausgefallen. Eigentlich aus Koblenz, ist Jens vor gut 15 Jahren nach Düsseldorf gekommen, um hier Kommunikationsdesign an der Hochschule Düsseldorf zu studieren. Jetzt unterrichtet und forscht er dort selbst und arbeitet parallel gemeinsam mit Kollegen in seinem eigenen Designbüro. Wir haben ihn dort, in einem Hinterhof, in der Nähe des Hauptbahnhofs besucht, um uns von ihm einmal quer durch die Design- und Werbegeschichte Düsseldorfs führen lassen.

Brian Storm

Wim Wenders, Pharrell, Liam Gallagher und Frank Ocean – sie alle haben schon das royale Treatment verpasst bekommen – eine Illustration von Brian Storm. Geschadet hat es keinem, ganz im Gegenteil. Derart illustrierte und illustre Persönlichkeiten werden in seinen Werken nur noch ikonischer.

Michael Becker

Klassik-Schallplatten auf dem Tisch und Boden, neben einer Stereoanlage stapeln sich die CDs, der Arbeitsplatz ist eingerahmt von Bildern berühmter Komponisten und Dirigenten. Michael Beckers Büro in der Tonhalle verrät…

Chogori

Denkt man an einen Kontrabass, so verbindet man damit wahrscheinlich in erster Linie klassische Orchestermusik. Geschniegelte Männer in gut sitzenden Anzügen, die theatralisch drein schauen und eine Symphonie von Beethoven, Mozart & Co. spielen. Die Düsseldorfer Band “Chogori” bricht radikal mit diesem doch etwas klischeehaften Bild vom Kontrabass. Das Instrument wird bei Chogori aus dem angestaubten Orchester-Kontext genommen und gepaart mit Synthesizer und Drum Machine schon fast clubtauglich gemacht. Die analog-elektronische Soundästhetik, die durch diese Mischung entsteht ist einzigartig – und passt nur allzu gut nach Düsseldorf. Die Köpfe hinter Chogori sind Gregor Kerkmann und Ralf Stritt, wir haben sie im Kloster in Flingern besucht – ihrem “musikalischen Hauptquartier” seit vielen Jahren.

Camille Andriot

Beim Treffen in Suli’s Cafe in Pempelfort ist Camille Andriot auf den ersten Blick zu erkennen – an der Art wie sie sich bewegt. Sie hat eine ungeheure Körperspannung und kommt doch mit einer großen Leichtigkeit daher. Ihre Oberarme sind schmal und muskulös. Die Französin hat unverkennbar Präsenz. Als sie ihre spiegelnde Sonnenbrille absetzt, berührt einen sofort die warme leuchtende Kraft ihrer braunen Augen.