KomKuK-Fenster No 2 – Agathe D. Muffert

Es geht in die nächste Runde! Die zweite Teilnehmerin des „KomKuK-Fensters 2020“ ist im Schaufensterprojekt Loretto 9 eingezogen! Agathe D. Muffert ist Gründerin der Bodywear Marke Opaak und lebt seit drei Monaten in Düsseldorf. Wir haben ihr ein paar Fragen zu ihrer Arbeit und dem Kreativstandort Düsseldorf gestellt. Alle Infos zu dem Schaufenster auf der Lorettostraße findet Ihr hier in unserem Beitrag. 

Zwei Sätze zu Deiner Person:
Ich bin Agathe, Gründerin und kreativer Kopf hinter der Düsseldorfer Bodywear Marke Opaak.

Was zeichnet Deine Arbeit aus?
Ich habe es mir zum Ziel gesetzt, bewusst in Europa zu produzieren und zeitgemäße Bodywear von Frauen für Frauen zu entwickeln. Zu sehen, wie ich diese mit meiner Arbeit bestärke, treibt mich an, neue Designs vorzustellen und mit einem wunderbaren Team das Opaak-Feeling an viele weitere Menschen zu bringen. Wir arbeiten in Slow-Fashion-Manier, das heißt anstatt schneller Saisonwechsel werden Neuheiten gut durchdacht und überlegt, bevor sie auf den Markt kommen. Eine nachhaltige Produktentwicklung steht dabei immer auf unserer Agenda. Wir recherchieren welche Innovationen es gibt und überlegen jedes Mal neu, wie wir sie integrieren können. Das ist ein unermüdlicher Prozess, der mich allerdings immer wieder für Neues motiviert.

Wie bist Du auf die Idee gekommen? Was hat Dich zu Deiner Arbeit bewogen?
Als ich in Amsterdam gearbeitet habe, besuchte ich die Konferenz „What Design Can Do“ – dort ging es darum, sinnstiftendes Design nach vorn zu bringen und damit wirklich etwas zu bewegen. Ich hinterfragte damals meinen beruflichen Werdegang als Modedesignerin in der Branche. Kurze Zeit später entschloss ich meinen Job zu kündigen und mich einer eigenen Vision zu widmen, die mich schon immer fasziniert hat. Fair produzierte Mode, die nah bei der Trägerin ist, ihren Alltag definiert, sie unterstützt und sie bestärkt. Das und vieles mehr ist für mich Opaak.

Was oder wer inspiriert Dich?
Für die Formsprache inspiriert mich Laufstegmode von puristischen Labels, Architektur oder auch Grafikdesign. Letztendlich ist meine Hauptinspiration aber der Austausch mit Frauen, die mir von ihren Erfahrungen und Werten berichten und die ich vor Augen habe, wenn ich das nächste Teil kreiere. Alle unsere Modelle tragen auch die Namen der Frauen, die uns auf dem Weg bis hierhin begleitet haben.

Was erhoffst Du Dir vom KomKuK-Fenster?
Wir sind Ende März – während Corona – privat und mit der Brand nach Düsseldorf gezogen. Wir freuen uns mit dem KomKuK-Fenster das erste Mal „Hallo Düsseldorf“ sagen zu dürfen. Die Möglichkeit fünf Wochen ein Schaufenster auf der Lorettostraße auszustatten, passt finde ich auch gut zur jetzigen entschleunigten Zeit, in der man eventuell auch etwas länger vor einem Fenster stehen bleibt und sich inspirieren lässt.

Worauf können sich die Passanten & Betrachter auf der Lorettostraße am meisten freuen? Wird es Specials geben?
Wir gestalten das Fenster weniger wie ein typisches Mode-Schaufenster, sondern lassen die Bildsprache rund um Opaak sprechen. Diese wird mit selbst-reflektierenden Fragen untermalt die zum Denken, Teilen und Austauschen einladen sollen. Besonders in dieser Zeit fühlt sich 2020 an wie ein Jahr der Reflektion und der Selbstfindung. Wir möchten damit Gedanken anstoßen und freuen uns auf Interaktion und Antworten, die wir in dieser Zeit über Instagram mit unserer Community unter dem Hashtag #feelopaak teilen werden.

Was ist (neben dem KomKuk-Fenster) Dein Lieblingsschaufenster in Düsseldorf?
Noch haben ich mich nicht wirklich umgesehen, aber spontan fällt mir das Fenster unserer lieben Kundin Katharina vom Lingerie Store Formidable auf der Ackerstraße ein. Katharina schafft es mit viel Feingefühl immer ein fröhliches Farbkonzept in das Fenster zu zaubern. Ihr Laden ist bis ins letzte Detail wunderschön gestaltet und macht Lust sich selbst zu verwöhnen.

Was wünscht Du Dir für den Kreativstandort Düsseldorf?
Austausch, Lust auf Experimente und Internationalität. Kreative gehen immer dahin, wo es Möglichkeiten gibt. Es ist aber auch schön, wenn es vor der Tür zu finden ist. Wir entdecken noch und sind gespannt, was Düsseldorf zu bieten hat!

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Text: Linda Gerolstein
Fotos: Hanne Malat (Titelbild) |Elena Breuer
© THE DORF 2020

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