KomKuK-Fenster No 3 – Till Hartmann und Isabell Ziegler

Next one! Heute sind die dritten TeilnehmerInnen des “KomKuK-Fensters 2020” auf der Lorettostraße eingezogen – und bespielen das Fenster bis zum 3. September! Till Hartmann ist Filmemacher und Isabell Ziegler arbeitet für unterschiedliche Theater-, Opernhäuser und performative Tanztheaterproduktionen im In- und Ausland im Bereich Bühneninstallation und Kostüm. Wir haben den beiden ein paar Fragen zu ihrer gemeinsamen Idee und ihrem Lieblingsschaufenster in Düsseldorf gestellt. Alle Infos zu dem Schaufensterprojekt im Loretto 9 findet Ihr hier in unserem Beitrag. 

Zwei Sätze zu Euren Personen:
Wir sind Erfinder und nennen uns Hartmann.Ziegler BT 16 – 06. Wir selber, durch den Lockdown von öffentlichen Bühnen und Leinwänden betroffen, erforschen und erfinden interdisziplinäre Projekte und zeigen sie in ad hoc Inszenierungen in urbanen Räumen.

Was zeichnet Eure Arbeit aus?
Der Inhalt des Schaufensters reflektiert eine kollektive Geschichte, die inspiriert ist aus Belegen von etwas Gekauftem, der Poesie des Kassenbons oder Einkaufszetteln, des Wunsches zu flanieren, des Gewissens, der Verwandlung. Eine inszenierte Installation im Zeitraffer wird zu einer Geschichte der Konsumenten und Mitspieler der Lorettostraße.

Wie seid Ihr auf die Idee gekommen? Was hat Euch zu Eurer Arbeit bewogen?
Das kollektive Unterbewusstsein einer Straße, die sich einem Wandel unterzogen hat. Schaufenster, die Blicke fangen wollen. Blickt zurück.

Was oder wer inspiriert Euch?
Uns inspirieren Maya Deren, Michelangelo Antonioni, Hans Baldung und Edvard Munch.

Was erhofft Ihr Euch vom KomKuK-Fenster?
Wir wünschen uns Interaktionen mit den Passanten und unerwartete Wendungen in der kollektiven Inszenierung.

Worauf können sich die Passanten & Betrachter auf der Lorettostraße am meisten freuen? Wird es Specials geben?
Einmal am Tag maßgeblicher Bestandteil der fortlaufenden Zeit zu sein und über Updates.

Was ist (neben dem KomKuk-Fenster) Euer Lieblingsschaufenster in Düsseldorf?
Cash und raus – von der Geige bis zum Tresor.

Was wünscht Ihr Euch für den Kreativstandort Düsseldorf?
Dass Räumlichkeiten und kleine Enklaven für KünstlerInnen und Kreative als Basis für ein gesundes und lebendiges Stadtbild erhalten bleiben.

Till Hartmann www.azalaifilm.com | Isabell Ziegler www.isabellziegler.de

Text: Linda Gerolstein
Fotos: Hanne Malat (Titelbild) | Hartmann.Ziegler

© THE DORF 2020

Mehr von THE DORF

#8 SMALL-TALK, CORONA & SONST SO, MORPHORIA?

Marco Schmidt und Alex Michalakopoulos sind zwei der vier Gründer der Designagentur...
Weiterlesen