Xul Zolar

Name: Xul Zolar
Alter: 27 – 30
Beruf: Xul Zolar / BAND

Stadt: Köln
Geburtsort: NRW/Saarland
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Die Kölner Band Xul Zolar kommt am 14. April 2018 zu der Nacht der Museen ins FFT und stellt ihr Debüt-Album „Fear Talk“ vor. Genau wie die impressionistischen Bilder des argentinischen Künstlers Xul Zolar, nach dem sich die Band genannt hat, vermittelt ihre Musik ein wehmütiges Gefühl und eine romantische Atmosphäre.

Ihr Album „Fear Talk“ wurde von dem Kölner Produzenten Marvin Horsch aufgenommen und zeigt Modernität durch den Einsatz stark prozessierter Vocals, Sub-Kick Samples, die an frühen Dubstep erinnern und Clicks-and-Cuts aus dem Electronica Bereich. Unüberhörbar sind Einflüsse von Künstlern wie The Smiths, Talking Heads oder Phil Collins. Alte und bekannte Klänge werden verändert und transformiert, sodass ein neuer Sound entsteht.

In ihren Texten erzählen Xul Zolar von persönlichen Themen wie Liebe und Verlust und aktuellen Problemstellungen, für die der Name des Albums steht. Mit „Fear Talk“ thematisieren sie die Panikmache durch Populisten und Demagogen, sowie die wachsende Unsicherheit der Generationen unserer Zeit.

Für Leute, die euch und eure Musik nicht kennen, wie würdet ihr eure Musikstil beschreiben?
Dennis: Jungle Funk

Marin: Soft Grunge

Ronald: Perkussiv-Sphärisch. Also, wir haben eigentlich immer diese beiden Elemente, die gegeneinander anrennen.

Wie seid ihr zur Musik gekommen und wann habt ihr damit angefangen?
Dennis: Mit 16 den Bass in die Hand genommen, 10 Jahre später ruft Marin an.

Marin: Ich wollte Gitarre lernen, um heftige Rock-Riffs zu spielen. Als ich 10 war hat meine damalige Nachbarin angefangen Bassunterricht zu nehmen. Ich hab das Instrument bei ihr gesehen und meine Eltern dann gefragt, ob ich das auch lernen könnte. Einige Monate später, als mein Lehrer das erste Mal eine richtigen Song mit mir spielen wollte – Smoke on the Water von Deep Purple – wurde mir schlagartig bewusst, dass ich irgendeinen Fehler gemacht hatte. Ich bin dann ein paar Jahre dabei geblieben und später doch auf Gitarre umgestiegen. Mittlerweile spiele ich beides gleich gern.

Ronald: Ich habe mir mit fünfzehn eine Gitarre gekauft, weil ich unbedingt in der Schulband mitspielen wollte, was ich ohne wirklich spielen zu können, auch schnell geschafft habe. Ich hab da dann so rythmusmäßig die Grundtöne mitgezupft, aber eigentlich ging es mir da auch schon ums Singen. Allerdings hatten die schon einen ziemlich verrückten Sänger. Lustigerweise ist der dann, nachdem ich den ungefähr zehn Jahre nicht gesehen hatte, bei einem Konzert in Köln unser Lichttechniker gewesen.

Welche Musiker haben euch geprägt und inspiriert und tun es noch heute?
Dennis: Stevie Wonder

Marin: Ich bin heute über ein altes Nirvana-Video gestolpert und habe daraufhin realisiert, dass wahrscheinlich keine Band sich tiefer in mein Bewusstsein eingebrannt hat als diese, was daran liegt, dass meine zehn Jahre ältere Schwester Hardcore Nirvana Fan war und in den Jahren ‘92-’94 gefühlt 24h am Tag Nirvana durch unser Haus dröhnte.

Was schätzt ihr an Düsseldorf?
Dennis: Den Rhein.

Marin: Stilbewusstsein.

Ronald: Das japanische Essen. Die Wichtigkeit der Form, das ist in Köln völlig verloren gegangen.

Was vermisst ihr wenn ihr auf Tour seid?
Dennis: Mein Fahrrad.

Marin: Meine Ruhe.

Ronald: Meine Ruhe, denke ich.

NACHMITTAGS

Drei Plätze in Düsseldorf, die Ihr euren Gästen unbedingt zeigen müsst:
Dennis: Sipgate.

Marin: Ich kenn eigentlich nur den Salon des Amateurs, die Kunstakademie und das ehemalige Kraftwerk-Studio, in dem wir mal eine Zeit lang als Artists in Residence (Danke! geht raus an Philipp Maiburg) an Material gearbeitet haben. Kann ich alles empfehlen.

NACHTS

Eine ganz besondere, erinnerungswürdige Nacht in Düsseldorf habt ihr wo verbracht?
Dennis: Auf dem Newfall Festival 2017.

Marin: Ich hab mal Silvester in Düsseldorf bei einem Freund verbracht. War sehr angenehm unspektakulär und darum erinnerungswürdig.

Dance the night away! Getanzt wird hier:
Marin: Salon des Amateurs.

STIL

Wo sucht & findet Ihr Möbel für Eure Wohnung?
Ronald: Es gibt in Lierenfeld so einen Second Hand Möbel Laden, der aus irgendwelchen mir unerfindlichen Gründen teilweise extrem coole Möbel hatte und das vor allem zu annehmbaren Preisen. Normalerweise haben die Läden ja entweder nur totalen Schrott oder sind völlig überteuert.

Gibt es (einen) Düsseldorfer Künstler, den Ihr besonders schätzt und wenn ja, warum?
Marin: Toulouse Low Trax, weil seine Tracks unglaublich gut klingen und Wolf Müller, weil niemand sonst in Deutschland so schöne wonky Tunes fabriziert und ich ein Herz für Percussion habe. Was bildende Künstler angeht natürlich unsern Freund Peter Causemann, der sich für das Cover unseres Albums verantwortlich zeichnet.

Ronald: Peter Hein, aber das würden wahrscheinlich viele antworten.

Der beste Ort, um Leute zu beobachten?
Marin: Salon des Amateurs.

Nach welchen Regeln stylt ihr euch? Was geht gut und was geht gar nicht?
Marin: In Köln sieht man mich manchmal im T-Shirt. Das geht in Düsseldorf natürlich gar nicht.

ALLGEMEIN

Was ist euer Lieblingsessen?
Dennis: Pizza Party Blech.

Marin: Irgendwas mit Linsen.

Wo oder wobei könnt ihr am besten entspannen?
Dennis: Im Tourbus.

Marin: Schubert.

Euer Lieblingsreiseziel ist?
Dennis: Köln.

Marin: Irgendwo am Mittelmeer.

Welches Buch liegt aktuell auf dem Nachttisch?
Dennis: Action Bronson – Fuck That‘s Delicious

Marin: Stanley Cavell – À la recherche du bonheur

Ronald: Leif Randt – Planet Magnon

Welchen Kinofilm habt ihr zuletzt gesehen?
Dennis: Black Panther.

Marin: The Shape of Water.

Ronald: Less Than Zero.

Euer All-Time-Favorite-Movie?
Dennis: Die unendliche Geschichte.

Marin: Die letzte Nacht des Boris Gruschenko.

Aktuell läuft aufeurer Playlist/eurem Plattenspieler?
Dennis: Gianni Brezzo.

Marin: Agustin Barrios Mangore und ein paar NTS Mixe.

Euer All-Time-Favorite-Song?
Dennis: Usher – Climax

Marin: Husker Du – Eight Miles High

Für welchen Verein schlägt euer Herz?
Dennis: 1. FC Köln

Marin: Es gibt wenig auf der Welt, dass mir egaler ist als Fußball.

Vielen Dank!

TIPP: 14. April 2018 | Xul Zolar zur Nacht der Museen im FFT
Beginn: 22:30 Uhr
Ort: FFT Düsseldorf
Jahnstraße 3
40215 Düsseldorf

Eintritt: Frei mit Nacht der Museen Düsseldorf Ticket

Text: Amelie Heller
Fotos: Robert Winter (Titelbild) | Max Hartmann (Konzert) 
© THE DORF 2018

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