Podcast

Corona, Covid-19 oder SARS-CoV-2: Mindestens eine dieser Bezeichnungen wird jeden von uns ein Leben lang begleiten. Denn 2020 ist ein unvergessliches Jahr – wenn auch etwas anders als geplant. Neben dem geplanten Sommerurlaub oder der großen Hochzeitsfeier, leidet vor allem die Kunst-, Kultur- und Gastroszene unter der Krise. Und Düsseldorf hat es natürlich auch erwischt. Daher lautet das Podcast-Motto von Micha Krisch und THE DORF „MAY THE DORF BE WITH YOU“.

Episode 20: fiftyfifty x Magdalene Risch, Büroleiterin bei fiftyfifty

fiftyfifty ist eine gemeinnützige Organisation die obdachlosen Menschen seit 25 Jahren dabei unterstützt ihren Weg zurück in die Gesellschaft zu finden. Die Finanzierung erfolgt zum großen Teil aus Spenden und Benefiz-Kunst. Bedeutende KünstlerInnen wie Gerhard Richter, Jörg Immendorff oder Katharina Sieverding haben in der Vergangenheit Werke gestiftet. Die Verkaufserlöse dienen auch dem Ankauf eigener Immobilien. Unter dem Grundsatz „Housing First“ wird Obdachlosen ein unbefristetes Mietverhältnis mit allen Rechten und Pflichten ermöglicht. Ein Zuhause schafft Sicherheit. Betroffenen fällt es leichter ihre Probleme anzugehen und zu lösen. Der Erfolg dieses Modells wird durch verschiedene Forschungen belegt. fiftyfifty ist zudem Herausgeber eines gleichnamigen Straßenmagazins. Die eine Hälfte des Preises finanziert die Produktion des Heftes, die andere Hälfte geht direkt an die VerkäuferInnen. Indem sie jedes einzelne Heft auf eigenes Risiko einkaufen, lernen sie, in ihr eigenes Schicksal zu investieren und verfügen oft erstmals wieder über ein eigenes Einkommen. Micha spricht mit Magdalene Risch, Büroleiterin bei fiftyfifty, über die Arbeit der Organisation in Corona-Zeiten, die Situation von Menschen auf der Straße und Möglichkeiten zur Unterstützung. 

Episode 19: Salon des Amateurs x Jimmy x Jan Schulte x Lucas Croon

Direkt neben dem Gebäude der Kunsthalle Düsseldorf befindet sich der Eingang zum Salon des Amateurs. Auf den ersten Blick würde wohl niemand vermuten, dass dieser unscheinbare Ort sogar in der internationalen Szene höchstes Ansehen genießt. Von der britischen Tageszeitung „The Guardian“ wurde der Salon sogar zu einem der 25 besten Clubs in Europa gekürt. Hauschka oder Mouse on Mars sind hier schon aufgetreten. Partys finden hier auf Grund der aktuellen Lage derzeit keine mehr statt. Angepasst an die Bestimmungen experimentiert das Team seit einigen Wochen mit einem anderen Konzept. Micha trifft Jimmy Leung zum Gespräch. Im Schlepptau hat er die DJs Jan Schulte und Lucas Croon. Sie unterhalten sich über die Auswirkungen von Corona auf die Clubkultur und wie es sich für einen international gefragten DJ anfühlt, wenn von heute auf morgen sämtliche Auftritte abgesagt werden.

Episode 18: Steini’s T-Bar x Steini

Es ist Januar 2020 als Steini und seine Frau Hanna ihre Unterschrift unter den Vertrag setzen. Gemeinsam wollen sie der Gerresheimer T-Bar neues Leben einhauchen. Corona ist zu diesem Zeitpunkt noch kein beherrschendes Thema. Wenige Wochen später heißt es jedoch: rien ne va plus – nichts geht mehr. Der Lock-Down zwingt die Gaspronomen ihre Pforten zu schließen, bevor diese überhaupt offiziell geöffnet waren. Die kontaktlose Zeit nutzen sie, um die T-Bar zu renovieren und eine neue Karte zu kreieren. Seit dem 18.06. ist die Rockbar endlich geöffnet. Zu ausgesuchter Gitarrenmusik und leckeren Drinks werden vielseitige Speisen serviert, die auch Veganer oder Vegetarier glücklich stimmen. Haustiere sind im Restaurant erlaubt. – Nazis nicht. Micha spricht mit Steini über die turbulenten Wochen vor der Eröffnung, seine Wünsche für die Zukunft und warum er manchmal bis 3 Uhr Nachts wehmütig vor seinem Rechner hockt.

Episode 17: Kabawil e.V. x Petra Kron

Der Kabawil e.V. wurde im Jahr 2003 gegründet. Ziel des Vereins ist es, mit Kulturarbeit Menschen in ihrer Lebenswelt anzusprechen, ihre Interessen ernst zu nehmen, ihre Stärken sichtbar zu machen und ihnen so  neue Perspektiven für ihr Leben aufzuzeigen. Zu diesem Zweck organisiert Kabawil Workshops und Kulturprojekte in unterschiedlichen Sparten, darunter Tanz, Theater, Performance, kreatives Schreiben und Fotografie. Seit 2017 veranstaltet der Kabawil e.V. einmal im Jahr das  [wa:|wa:] Festival. Unter dem Jahresmotto „Geschwindigkeit“ erwartet die BesucherInnen vom 26. bis 30. August 2020 ein vielfältiges Programm, das grundsätzlich kostenlos angeboten wird. Micha spricht mit Petra Kron, der künstlerischen Leiterin, über die Bedeutung ihrer Arbeit vor und während der aktuellen Situation.

Episode 16: FFT Düsseldorf x Christoph Rech

Das Forum Freies Theater (FFT) bietet ein Programm an der Schnittstelle von Theater, Performance, Tanz, bildender Kunst und Musik. Üblicherweise finden in dem 1999 gegründeten Haus über 300 Veranstaltungen pro Jahr statt, die mehr als 22.000 ZuschauerInnen anziehen. „Den Menschen einen Zugang zu Kunst ermöglichen“ – das ist der Bildungsauftrag des FFT, das für seine avantgardistischen Produktionen bekannt ist und ohne festes Schauspielensemble arbeitet. Dafür wird jedoch viel mit neuen Technologien experimentiert. Micha tauscht sich mit Christoph Rech, Leitender Dramaturg & stellv. Geschäftsführer, über die aktuelle Gefühlslage und neue Formate aus.

Episode 15: SchaustellerInnen Düsseldorf x Hermann Fellerhoff

Seit 1901 ist die linksrheinische Festwiese in Düsseldorf Oberkassel der Austragungsort der „Größten Kirmes am Rhein“. Über 300 SchaustellerInnen aus dem In- und Ausland präsentieren hier eine bunte Auswahl an Fahrgeschäften, Attraktionen und mobilen Verkaufs- und Gastronomiebetrieben. Aufgrund von Corona fällt das bunte Volksfest mit jährlich rund 4 Millionen BesucherInnen diesmal aus. Mit dem „DüsselLand“ gibt es auf dem Messegelände seit Ende Juni einen „Pop Up Freizeitpark“. Für viele SchaustellerInnen ist das eine der wenigen Möglichkeiten derzeit überhaupt Geld zu verdienen, da die meisten Jahrmärkte und Volksfeste abgesagt wurden. Doch wie geht es danach weiter? Micha spricht mit Hermann Fellerhoff, Schausteller in der 7. Generation, über die aktuelle Situation, ausbleibende Umsätze und drohende Konsequenzen.

Episode 14: KASSETTE X KIM THURAU & TOBIAS WECKER

Die Kassette lädt zum lässigen Verweilen ein. Unter schmucken Kronleuchtern und zwischen rohen Backsteinwänden nimmt man gerne auf einem Chesterfield-Sofa Platz und genießt das „Bier des Monats“, Pizza vom benachbarten Italiener oder entspannte Klänge abseits des Mainstreams. Stilecht kommen diese natürlich von Kassette und Schallplatte. Die beliebten Wohnzimmerkonzerte mit lokalen und internationalen KünstlerInnen finden im Augenblick leider nicht statt. Kim Thurau und Tobias Wecker, die Inhaber der Kassette, sprechen mit Micha darüber wie sie die Zeit stattdessen nutzen und warum sie für die Arbeit des Düsseldorfer Ordnungsamtes ein großes Lob übrig haben.

Episode 13: TONHALLE DÜSSELDORF X MICHAEL BECKER

Die Tonhalle ist einer der schönsten Orte in Düsseldorf, um Musik zu erleben. Ursprünglich als Planetarium gedacht, wurde die bekannte Halbkugel in den 70er Jahren zum Konzertsaal. Unter dem Sternenhimmel der Stadt lauschen Menschen von „0 bis 100“ seitdem akustischen Erlebnissen verschiedener Genres. Dass sich das Haus so offen jeder Altersgruppe annähert, liegt vor allem an der Arbeit von Michael Becker. Seit 2007 ist er Intendant der Düsseldorfer Tonhalle. Micha spricht mit ihm über Konzerte während Corona, digitale Konzepte und seine wichtigsten Learnings aus der aktuellen Situation.

Episode 12: WELTKUNSTZIMMER X MARTHA MARTENS & WOLFGANG SCHÄFER

Kunst benötigt Rückzugsorte. Das Weltkunstzimmer in Flingern ist ein solcher Ort. 2012 wurde es von der Hans Peter Zimmer Stiftung zur Förderung von bildender/darstellender Kunst und Musik als interdisziplinäres Kunstzentrum gegründet. Seitdem treffen hier KünstlerInnen auf KuratorInnen, KunsthistorikerInnen oder Künstlergruppen, um sich auszutauschen und gemeinsam zu experimentieren. Solidarität ist für die BetreiberInnen ohnehin ein sehr wichtiges Thema, erklärt Wolfgang Schäfer, der künstlerische Leiter des Weltkunstzimmers, im Talk mit mir und Kulturmanagerin Martha Martens.

Episode 11: ASPHALT FESTIVAL X CHRISTOF SEEGER-ZURMÜHLEN

Seit 2012 präsentiert das Asphalt Festival jedes Jahr ein Programm aus nationalen und internationalen Gastspielen und Koproduktionen aller Genres. Die Spielorte sind etwas Besonderes: Sie befinden sich in normalerweise in unterschiedlichen Stadtteilen von Düsseldorf. 2020 ist alles anders.