Besuch von

Mina Richman

Anzug, Ukulele, Feminismus: Die 24-jährige Deutsch-Iranerin Mina Richman singt über ihr Leben als junge Frau, übers Verlieben, Trennen und zerbrochene Freundschaften. Ihr Song „Baba said“ über den Tod von Jina Mahsa Amini ging viral. Ihr Vater habe sie aus Versehen zur Feministin erzogen, sagt sie. Der Wunsch nach Gleichberechtigung inspirierte auch ihren Künstlernamen: „Richman“ entnahm sie dem bekannten Cher-Zitat „Mom, I am a rich man“. Am 28. Januar tritt sie im FFT auf und wird Lieder aus ihrem ersten Album singen, das in diesem Jahr erscheinen wird.

ZU TISCH MIT TONI L

Mit seiner Hip-Hop-Formation „Advanced Chemistry“ prägte Toni L die 1990er Jahre durch systemkritische Songtexte und progressive Denkanstöße. „Fremd im eigenen Land“ gilt als erster sozialkritischer Rapsong und setzte damit den Grundstein für politische Statements im deutschen Hip-Hop. In den frühen 2000ern veröffentlichte der Rapper aus Heidelberg sein zweites Soloalbum „Der Funkjoker“, das Teil seiner Identität wurde und sich als sein Spitzname manifestierte. Im Rahmen des Lieblingsplatte-Festivals bringt Toni L den Funkjoker am 15. Dezember 2022 zurück auf die Bühne. Exklusiv im THE DORF-Interview verrät er uns, worauf wir uns bei seinem Konzert freuen dürfen

Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys

Ganz viel Amore liegt in der schwitzigen Luft, als Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys im Rahmen der MTV Music Week die Bühne in der Nachtresidenz betreten. Dass die Band heute in verkleinerter Duo-Formation mit nur einem der Abbrunzati Boys plus DJ angereist ist, tut der Stimmung keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil: Mit „Baci“ reissen „die Halbgötter des Italo-Schlagers“ bereits mit dem ersten Song die Hütte ab und bieten Steilvorlagen für mehr als nur einen „Schlagerstrudel“, die Gassenhauer-Version des Moshpit. Wir sprachen mit einer der letzten großen deutschsprachigen Unterhaltungsgruppen unserer Zeit über Höhen und Tiefen ihrer 40jährigen Bandkarriere, die Parallen von Punk und Italo-Schlager und die Bedeutung von Musikfernsehen. MILLE GRAZIE!

DAN DAW

Vom 31. August bis 3. September treffen sich auf der 14. internationale tanzmesse nrw Künstler*innen und Tanzschaffende aus über 45 Ländern in Düsseldorf. Als Teil einer vierköpfigen Jury hat der australische Künstler Dan Daw das hochkarätige Programm der Tanzperformances mitentwickelt und die Sichtbarkeit der vertretenen behinderten Künstler erhöht. Dan ist queer und behindert, nennt sich offensiv ”Crip“ (Krüppel) und thematisiert das in seinen eigenen Stücken. Als Direktor der in Sydney ansässigen Performance-Kompanie Murmuration vergibt er Auftragsarbeiten an behinderte Künstler:innen, entwickelt und produziert diese. Dan begann seine Arbeit als Performer mit dem Restless Dance Theatre im Jahr 2002 und hat seitdem mit vielen Kompanien, Künstler:innen und Tanzinstitutionen gearbeitet, wie dem Australian und Scottish Dance Theatre und Skånes Dansteater aus Schweden. Seine Ambition als behinderter Künstler ist es, die Diskussion über Tanz und Behinderung zu beeinflussen und anzuführen.

RICHARD BELLIA

Mit seinen Fotos dokumentiert Richard Bellia seit mittlerweile 42 Jahren die globale Musikgeschichte. Seine Fotos hängen in Städten wie Chicago, New York, Tokio oder London. Und nun auch im Flingeraner Weltkunstzimmer. Ab dem 18. März 2022 ist dort seine Ausstellung „Richard Bellia. Rocking Photography“ zu sehen. THE DORF traf den französischen Musikfotografen bei den Vorbereitungen. Der Tag entpuppte sich als ein kleiner Crashkurs in Sachen Fotografie, neuen Musikeindrücken und soziokulturellen Hypothesen über das Wesen der Menschen.

Besuch von… L Twills

Ab dem 15. September 2021 zeigt das Düsseldorfer Schauspielhaus Friedrich Dürrenmatts Drama „Die Physiker“ und beginnt die neue Spielzeit 2021/2022 so mit einem Klassiker des 20. Jahrhunderts, dessen Fragen zu Wahrheit, Wissenschaft und Verschwörungen wieder erschreckend aktuell geworden sind. Die Künstlerin Lila-Zoé Krauß sorgt bei „Die Physiker“ für passend düstere Sounds und Live-Musik auf der Bühne. Im Interview stellt sie sich und ihre Arbeit vor. 

ALLI NEUMANN

Mit ihrer fröhlichen Art, ihren prägnanten Texten und ihrer tief-rauen Stimme hat die Musikerin Alli Neumann den deutschen Alternativ-Pop für sich neu ausgelegt und damit auf eine noch nicht dagewesene Ebene gebracht. Am 16. August 2021 tritt Alli Neumann im Rahmen des New Fall Festivals im Ehrenhof des NRW-Forums auf.

Eike König

Fragt man Design-Hipster, wird Eike König seinem Namen durchaus gerecht. Mit seinem Hort schuf er schon in den 1990er Jahren im Frankfurter Nordend einen freien Raum für Kreative und erntete über die Jahre großen Erfolg bei internationalen Kunden wie dem Bauhaus Dessau, Nike und Microsoft. Heute lebt er in Berlin, doziert an der HfG Offenbach und widmet sich zunehmend freier, künstlerischer Arbeit. Einige seiner neusten Werke sind jetzt im MRST Store in Flingern erhältlich. Im Hinterhof des Ladens gewährte der renommierte Künstler uns Einblicke in seine Welt.

Diana Ezerex

Diana Ezerex tritt mit ihrer Musik in Gefängnissen auf, thematisiert gesellschaftliche Problematiken in ihren Songs und ist am 4. Juli beim Asphalt Festival zu Gast. 

Orkan Tan

Orkan Tan ist ein junger Künstler aus Stuttgart. Seine Kunst ist minimalistisch, zeitlos und androgyn. Jetzt ist der Autodidakt mit seinen Malereien in Düsseldorf zu Gast und an der Außenfassade der Ratinger Straße 50 zu sehen. Damit ist er zur richtigen Zeit am richtigen Ort, denn sonst würden seine Bilder in dunklen Museumsräumen darauf warten, dass der Lockdown vorbei ist. Die Ausstellung in nächster Nähe zur Altstadt ist also perfekt gelegen, um sich Orkan Tans Kunst bei einem Winterspaziergang anzuschauen. Wir sprachen mit dem Künstler darüber, was ihn aus dem tiefen Baden-Württemberg nach Düsseldorf führt, über die Thematik seiner Kunst und seine Wünsche fürs nächste Jahr.