THE MAG

THE DORF · THE MAG ist die jährliche Printpublikation des Düsseldorfer Urban Culture Magazins THE DORF, das seit 2014 auf www.thedorf.de Düsseldorfer Menschen und Orte vorstellt. Aufwendige Foto- und Editorialstrecken, sowie ein umfangreicher Adressteil zeigen die Stadt Düsseldorf in einem ganz neuen Licht: Produkte, Neues, Kultur, Restaurants, Stil, Orte, Projekte, Menschen und Erlebnisse, straight out of THE DORF. Ausgewählte Geschichten aus dem Magazin werden hier zweisprachig (Deutsch/Englisch) veröffentlicht. Die Printmagazine sind im THE DORF Shop auf shop.thedorf.de erhältlich.

THE DORF THE MAG is the annual print publication of Düsseldorf’s urban culture magazine THE DORF, which has been presenting Düsseldorf people and places on www.thedorf.de since 2014. Photo and editorial series as well as an extensive address section show the city of Düsseldorf in a completely new light: products, news, culture, restaurants, style, places, projects, people and experiences, straight out of THE DORF. Selected stories from the magazine are published here in two languages (German / English). The printed issue of THE DORF THE MAG ist available at shop.thedorf.de.

Preloved and pretty

Düsseldorfs Vintage-Szene pulsiert. Eine junge Generation von Händlern, Designern und Kreativen gebrauchter Kleidung eine zweite Chance – und neuen Sinn. Für den guten Zweck und den kleinen Geldbeutel. Für mehr Individualismus und im Sinne der Nachhaltigkeit. Wir haben da ein paar spannende Fundstücke.

Urbane Gemütlichkeit auf der Brunnenstraße

Supermärkte, Tankstellen und den stadtauswärts drängelnden Verkehr lässt man hinter sich, wenn man auf dem kleinen Übergang steht, unter dem die Düssel gemächlich plätschernd in einem Tunnel verschwindet. „Noch ein Stück Gugelhupf dazu“, ruft der Verkäufer im Blumencontainer dem Abnehmer einer roten Rose zu und wickelt ein Kuchenstück in Folie, um es ihm grinsend zu überreichen. „Nach Omas Rezept.“ Jeden Tag verkauft er auf der Brücke bis in die Abendstunden Sträuße. Spätestens an dieser Stelle entfaltet Bilks Brunnenstraße ihren Zauber, der das innere Tempo in Windeseile drosselt auf: Urban Gemütlichkeit.

LITTLE ITALY: Nu poc’ e’ Napule

Jede Region in Italien hat seine eigenen Spezialitäten, doch besonders in Neapel wurde die italienische Küche nachhaltig geprägt. Dort wurde das Gericht erfunden, was wir heute als den Inbegriff von italienischem Essen wahrnehmen: Pizza. Nu poc’ e’ Napule, ein von Außen eher unscheinbares Ecklokal an der Heyestraße, Ecke Nachtigallstraße in Gerresheim, eilt der gute Ruf voraus, dass es dort die beste Pizza der Stadt gibt.

Lucas Croon

Lucas Croon arbeitet als DJ, Producer, Komponist – und ist vielen ein Begriff als Bandmitglied von Stabil Elite oder BAR. Als Resident-DJ im Salon des Amateurs und nach zehn Jahren im Business gehört er zu den Düsseldorfer Künstlern, die auch international erfolgreich sind und die Leidenschaft zum Beruf gemacht haben. Schon lange bevor der ganzen Welt in einem drastischen Ausmaß bewusst wurde, wie wichtig Flexibilität ist, hat Lucas genau diese Fähigkeit bewiesen, indem er sich mal eben ein x-tes Standbein als Komponist aufbaute.

Face to Face mit William Hunt

William Hunt ist ein Wahl-Düsseldorfer. Der in London geborene Künstler ist vor acht Jahren hierher gezogen, und hat nicht vor, die Stadt zu verlassen. In der Kunstwelt ist er vor allem für melancholische Musikauftritte in Extremsituationen bekannt, zum Beispiel unter Wasser, kopfüber von der Decke hängend oder unter dem Gewicht eines Klaviers zerquetscht – um nur ein paar Beispiele zu nennen. Wir wollten uns selbst ein Bild von diesem Künstler machen, und sprachen mit ihm bei einer Tasse Kaffee über seine Performances, die Face-to-face Beziehung zwischen Zuschauer und Darsteller, Körperpolitik und vieles mehr.

Cathleen Baumann

Nach einer unfreiwilligen, aber auch willkommenen Pause, kommt für Cathleen der Theateralltag wieder voll zurück. Nach Monaten der Corona-bedingten Schließung öffnen sich die Türen des Düsseldorfer Schauspielhauses im September 2020 endlich wieder. Doch auch zuvor herrschte eigentlich schon seit längerer Zeit der Ausnahmezustand für das Ensemble, da sich die Umbau- und Renovierungsarbeiten der Spielstätte am Gustaf Gründgens Platz länger hinzogen als erwartet – ganze vier Jahre. Cathleen hat als Schauspielerin ein sehr spontanes Naturell und ist an Veränderungen gewohnt.

If times turn gaga, go for yoga

Ein Trend, der eigentlich keiner ist. Ein Sport, der eigentlich keiner ist. Das mag vielleicht erstmal verwirrend klingen, ist es aber nicht. Das Thema Yoga floriert in Düsseldorf und hat sich nicht erst seit Instagram und Co. hier etabliert. Neben alteingesessenen Studios wie dem KarmaKarma, Rundum Yoga oder auch Vishnu’s Vibes, die alle schon seit über 10 Jahren hier beheimatet sind, macht sich eine Vielzahl junger neuer Konzepte bemerkbar.

Linnea Semmerling

Das Inter Media Art Institute “imai” nimmt die besondere Aufgabe wahr, mehr als 3000 Werke der Videokunst, sowie Dokumentationen von sechs Jahrzehnten lebendig zu halten. Darüber hinaus ist die Forschung zur Erhaltung dieser Aufnahmen ein zentrales Thema der Stiftung. Denn so wie Magnetbänder mit der Zeit porös werden, bedürfen auch digitale Datenträger einer ständigen Instandhaltung und Restauration. Ihre junge Direktorin Linnea Semmerling zog mitten im Lockdown von Brüssel nach Düsseldorf. Sie betreut das Film- und Videoarchiv unter einem sowohl künstlerisch-kritischen als auch technologisch-wissenschaftlichen Aspekt. Eine wahre Bereicherung für internationale Künstler und Kulturinteressierte, als auch für die Stadt Düsseldorf, die damit eine in Deutschland einzigartige Position zur Distribution von Videokunst innehat.

Nichts als Illusion? Ein Interview mit dem Künstler Stephan Kaluza

Die Entwicklung von Naturbeherrschung prägt das künstlerische Werk Stephan Kaluzas ebenso wie die Verhandlung des zerrütteten Verhältnisses von Mensch und Umwelt. In seinen Arbeiten – Gemälden, Fotografien, Theaterstücken, Romanen – setzt sich der 1964 in Bad Iburg geborene bildende Künstler und Schriftsteller intensiv mit Kreisläufen des Werdens und Vergehens in der Natur auseinander. Dabei geht es ihm weniger um eine Nachahmung der sichtbaren Wirklichkeit als um die Erforschung komplexer landschaftlicher Phänomene, die bisher wenig durchschaubar sind. Im Gespräch mit THE DORF erklärt er, wie wir Natur betrachten, was ihm das Anthropozän bedeutet, woher die Idee für sein berühmtes „Rhein-Projekt“ kam – und noch vieles mehr. 

Pavel Skates: True skate style since 1983 

Vom Industriecharme des ehemaligen Stahlwerkes an der Hansaallee ist nur wenig übriggeblieben. Nachdem die Arbeiter gegangen waren, zogen Künstler und Kreative ein. Die sind nun fast vollständig von geschäftigen Anzugträgern verdrängt worden. Aber eben zum Glück nur fast. Denn Donald Campbell hält mit “Pavel Skates” die Stellung.