Ein Tag mit

Almaros Skateboards

ALMAROS – was sich im ersten Moment ein bisschen anhört wie ein Hochseevogel, ist eigentlich ein Akrostichon, bestehend aus den ersten zwei Buchstaben der Vornamen dreier Skater. ALadin, MArcel und ROberto bilden zusammen das Düsseldorfer Skatelabel für Boards und Apparel. Wir haben die Jungens auf vier Rollen getroffen und darüber gesprochen, wie sich Skaten im DORF verändert hat.

Michael Becker

Klassik-Schallplatten auf dem Tisch und Boden, neben einer Stereoanlage stapeln sich die CDs, der Arbeitsplatz ist eingerahmt von Bildern berühmter Komponisten und Dirigenten. Michael Beckers Büro in der Tonhalle verrät…

Chogori

Denkt man an einen Kontrabass, so verbindet man damit wahrscheinlich in erster Linie klassische Orchestermusik. Geschniegelte Männer in gut sitzenden Anzügen, die theatralisch drein schauen und eine Symphonie von Beethoven, Mozart & Co. spielen. Die Düsseldorfer Band „Chogori“ bricht radikal mit diesem doch etwas klischeehaften Bild vom Kontrabass. Das Instrument wird bei Chogori aus dem angestaubten Orchester-Kontext genommen und gepaart mit Synthesizer und Drum Machine schon fast clubtauglich gemacht. Die analog-elektronische Soundästhetik, die durch diese Mischung entsteht ist einzigartig – und passt nur allzu gut nach Düsseldorf. Die Köpfe hinter Chogori sind Gregor Kerkmann und Ralf Stritt, wir haben sie im Kloster in Flingern besucht – ihrem „musikalischen Hauptquartier“ seit vielen Jahren.

Camille Andriot

Beim Treffen in Suli’s Cafe in Pempelfort ist Camille Andriot auf den ersten Blick zu erkennen – an der Art wie sie sich bewegt. Sie hat eine ungeheure Körperspannung und kommt doch mit einer großen Leichtigkeit daher. Ihre Oberarme sind schmal und muskulös. Die Französin hat unverkennbar Präsenz. Als sie ihre spiegelnde Sonnenbrille absetzt, berührt einen sofort die warme leuchtende Kraft ihrer braunen Augen.

David Rippen

Man könnte sich ärgern, wenn man wie ich viel zu früh zum Interviewtermin mit David Rippen, Inhaber und Barchef der Square Bar, erscheint, vor der verschlossenen Tür seiner Bar steht und in genau dem Moment einer dieser für den Frühsommer 2018 so typischen Monsun-artigen Regenfälle einsetzt. Könnte man. Bestens vorbereitet, spanne ich stattdessen meinen Schirm auf und flüchte in Shari’s Kitchen, das keine hundert Meter von der Square Bar liegt und Davids Place-to-be ist, um seinen morgendlichen Espresso zu genießen. Lucky me – wie der Zufall es will, ist mein Interviewpartner auch bei Shari. Der Einstieg könnte nicht besser sein.

WATT!

Mit einem Aussie auf der Rheinkirmes: Seit gut sieben Jahren lebt der Australier Rob Keane jetzt schon in Düsseldorf. Die meisten dürften ihn aber eher unter seinem Künstlernamen kennen: Watt! – Produzent, DJ und Vollblutmusiker in Personalunion.

Kazunori Yoda

Ich gestehe, dass Kazunori Yoda gleich zu Beginn meine ganze Sympathie vereinnahmt, als er sagt, er gebe Düsseldorf gegenüber New York den Vorzug. Drei Jahre hat er in New York, genauer in Brooklyn, gelebt und als Hair Stylist gearbeitet. Geboren und aufgewachsen ist er in der japanischen Stadt Fukui, Verwaltungssitz der gleichnamigen Präfektur, einer Region, die bekannt ist für die Handwerkskunst von Keramiken und handgeschöpftem Papier. Vor sechs Jahren zog Kazunori nach Düsseldorf.

Tobias Saul

So beschreibt Tobias Saul sich selbst. Der 26-jährige Lettering Artist Tobias Saul hat seine Passion zum Beruf gemacht. Mehr als 65.000 Abonnenten verfolgen seinen Account auf Instagram, wo der junge Künstler regelmäßig seine Arbeiten präsentiert. Tobias illustriert Schriftzüge und Poster – viele davon im Vintage-Stil der 1920er Jahre.

Karin van Noort

Karin van Noort ist eine Offenbarung, ein verbaler Vulkan, der mit soviel Liebe, Hingebung, Begeisterung und einem Funkeln in den Augen erzählt, wie es eigentlich nur noch Kinder können, wenn sie sich ihre Geburtstagsparty ausmalen oder auf das Christkind warten. Karin van Noort ist allerdings 74 Jahre, aber sprüht vor Lebensfreude.

Adrian Paul

Der Winter kehrt ein in die Stadt am Rhein. Über den Apolloplatz pfeift ein kalter Wind. Schon von Weitem ist in großen, warm-golden gehaltenen Leuchtbuchstaben APOLLO zu lesen, der Name des Varietés, dem der Platz seinen Namen verdankt. Hier sind wir verabredet mit Adrian Paul, dem künstlerischen Leiter eben dieses Varietés und Sohn des legendären Roncalli-Gründers Bernhard Paul, einigen besser bekannt als Clown „Zippo“.