Kunst

Nichts als Illusion? Ein Interview mit dem Künstler Stephan Kaluza

Die Entwicklung von Naturbeherrschung prägt das künstlerische Werk Stephan Kaluzas ebenso wie die Verhandlung des zerrütteten Verhältnisses von Mensch und Umwelt. In seinen Arbeiten – Gemälden, Fotografien, Theaterstücken, Romanen – setzt sich der 1964 in Bad Iburg geborene bildende Künstler und Schriftsteller intensiv mit Kreisläufen des Werdens und Vergehens in der Natur auseinander. Dabei geht es ihm weniger um eine Nachahmung der sichtbaren Wirklichkeit als um die Erforschung komplexer landschaftlicher Phänomene, die bisher wenig durchschaubar sind. Im Gespräch mit THE DORF erklärt er, wie wir Natur betrachten, was ihm das Anthropozän bedeutet, woher die Idee für sein berühmtes „Rhein-Projekt“ kam – und noch vieles mehr. 

JSC ON VIEW: MYTHOLOGISTS & JEREMY SHAW: QUANTIFICATION TRILOGY

Die Julia Stoschek Collection startet hoffnungsvoll ins neue Jahr: Mitte Januar gingen mit der dritten Ausgabe von JSC ON VIEW und Jeremy Shaws Quantification Trilogy zwei spannende Ausstellungen an den Start. Vorerst bleiben die Türen für Besucher weiterhin geschlossen, aber das Warten lohnt sich. Die gute Nachricht: Ein Großteil der Arbeiten der Sammelausstellung JSC ON VIEW: MYTHOLOGISTS ist bereits  in der JSC-Mediathek zu sehen. 

TEMPS D’IMAGES Festival

Willkommen zur ersten digitalen Version von TEMPS D’IMAGES und zur 16. Ausgabe des jährlich stattfindenden Festivals. In diesem Jahr wagen Choy Ka Fai, Colette Sadler, DIN A 13 tanzcompany, fabien prioville dance company und Simon Senn zusammen mit dem tanzhaus nrw den Sprung in eine neue Dimension und vermessen die Spielräume des zeitgenössischen Tanzes im Digitalen.

R.F. ART: Urban Mash-Up

Die Stadt als Reizüberflutungsgebiet lässt nicht immer Raum und Zeit, um tiefergehende Gedanken zu fassen. Meist hasten wir von Ampel zu Ampel, schauen nur nach links und rechts, um die Straße zu überqueren. Auch wenn Düsseldorf keine richtige Großstadt ist, kann es darin schon manchmal recht unübersichtlich werden. Manchmal staut sich der Verkehr und man ist zum Anhalten gezwungen, manchmal fährt man aber auch freiwillig einen Gang runter und steigt aufs Rad oder geht zu Fuß. Und eventuell läuft man dabei der Street-Art von Roberto über den Weg. Um die Plakate des unter dem Namen “R.F. Art” aktiven Künstlers überhaupt zu sehen, muss man sich dem Stadtgebiet etwas aufmerksamer als sonst widmen und vor allem mehr als nur einen kurzen Blick übrig haben. Zwar springen die Plakate von Roberto – einmal entdeckt –  mit poppigen Farben ins Auge, so braucht es aber ein bisschen Weile und Verstand, um sie zu erfassen.

STOP AND SMELL THE ROSES

Overnight Art gegen trübe Tage! Stellt Euch vor, eine weltweite Pandemie legt die gesamte Kulturlandschaft lahm. Museen und Galerien sind zu, Ausstellungen verschoben. Und nun stellt Euch vor, eine Bande von Künstler*innen vereinigt sich zu einem Kollektiv, das nachts in Bahnunterführungen Werke aufhängt, um mit einer Walk-By Exhibition eigenmächtig zu zeigen: Die Kulturstätten sind zu, aber Kunst ist noch da. Wir sind noch da!

Lila und Lisa von Kunst100

Hinter der online Galerie Kunst100 verbirgt sich 100% Kunst und doch haben Lila und Lisa eine andere Herangehensweise als der Großteil der Galerist*innen und Kunstvermittler*innen. Es geht ihnen nicht um große Namen und Kunst als Wertanlage, sondern darum junge Künstler*innen zu fördern und deren Werke erschwinglich zu machen – und damit eine neue Generation von Kunstliebhaber*innen zu begeistern. Die Idee dazu entwickelte sich vom eigenen Wohnzimmer als Ausstellungsort über eine kleine Galerie in Berlin, bis hin zu einer über 300 Kunstwerke umfassenden, digitalen Plattform. 

Kultur- und Kreativpiloten aerosoap

Jedes Jahr werden im Namen der Bundesregierung 32 Unternehmen, Selbständige, Gründer*innen und Projekte aus der Kultur- und Kreativwirtschaft ausgezeichnet. Gerade in dieser herausfordernden Zeit ist es wichtig, der Branche ein Gesicht zu geben und zeigen, welche Innovationskraft durch all ihre Mutmacher*innen, Wegbereiter*innen und Andersdenker*innen hervorgebracht wird. Mit dem Duo aerosoap kommen dieses Jahr zwei der ausgezeichneten Kultur- und Kreativpiloten aus Düsseldorf. Herzlichen Glückwunsch!

Benefiz-Kunstauktion Heartwork 2020

Das Corona-Jahr 2020 macht auch vor HEARTWORK nicht halt. So wird die traditionelle Benefiz-Kunstauktion dieses Jahr nicht im K21 stattfinden, sondern live im Internet übertragen. Dennoch: Die Unterstützung seitens der Künstler*innen ist ungebrochen groß. Ihre gespendeten Werke für die Benefiz-Auktion sichern wichtige Projekte der Aidshilfe Düsseldorf für Menschen mit HIV/Aids in Düsseldorf.

Orkan Tan

Orkan Tan ist ein junger Künstler aus Stuttgart. Seine Kunst ist minimalistisch, zeitlos und androgyn. Jetzt ist der Autodidakt mit seinen Malereien in Düsseldorf zu Gast und an der Außenfassade der Ratinger Straße 50 zu sehen. Damit ist er zur richtigen Zeit am richtigen Ort, denn sonst würden seine Bilder in dunklen Museumsräumen darauf warten, dass der Lockdown vorbei ist. Die Ausstellung in nächster Nähe zur Altstadt ist also perfekt gelegen, um sich Orkan Tans Kunst bei einem Winterspaziergang anzuschauen. Wir sprachen mit dem Künstler darüber, was ihn aus dem tiefen Baden-Württemberg nach Düsseldorf führt, über die Thematik seiner Kunst und seine Wünsche fürs nächste Jahr.

Judith Maria Kleintjes

Einen Katzensprung hinter der Bilker Kirche liegt die Alte Liesegang Fabrik. Einst stellte hier die Firma Liesegang Diaprojektoren her. Längst haben Künstler und Kreative das weitläufige lichtdurchflutete Areal an der Volmerswerther Straße als Wirkstätte entdeckt. So auch die „Malerin des Lichts“ Judith Maria Kleintjes. Wir haben sie in ihrem Atelier besucht.