Judith Maria Kleintjes

Einen Katzensprung hinter der Bilker Kirche liegt die Alte Liesegang Fabrik. Einst stellte hier die Firma Liesegang Diaprojektoren her. Längst haben Künstler und Kreative das weitläufige lichtdurchflutete Areal an der Volmerswerther Straße als Wirkstätte entdeckt. So auch die „Malerin des Lichts“ Judith Maria Kleintjes. Wir haben sie in ihrem Atelier besucht.

EIN TAG MIT Paloma Varga Weisz

Von der Decke hängt ein nackter Mann. Auf seinen langgliedrigen, lebensgroßen Leib fällt der erste Blick, als sich die schwere Ateliertür öffnet. Der Raum mit den hohen Wänden und den kathedralenartigen Fenstern befindet sich in einem ehemaligen Fabrikgebäude der „Duewag“ am Rande des Lierenfelder Gewerbegebiets. In der Luft liegt intensiver Holzgeruch. Der männliche Akt hat die Augen geschlossen. Er ist rank, schlank und aus Lindenholz. Das ist das Holz, aus dem die meisten Skulpturen der Düsseldorfer Bildhauerin Paloma Varga Weisz gemacht sind.

Stefan Marx

„I woke up on a sofa a few weeks later“ steht da Weiß auf Schwarz auf der linken Foyerwand der Kunsthalle. Konkret aber auch irgendwie abstrakt. Das Schwarz bildet einen neuen Raum vor dem die Buchstaben tanzen. Hausherr Gregor Jansen hat den in Berlin lebenden Künstler Stefan Marx eingeladen, die Wand als Leinwand zu interpretieren. Wir haben uns vor der Eröffnung mit ihm zum Gespräch getroffen.

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Anja Pelzer-Brennholt

In den vergangenen Monaten haben wir viel über die Hygiene unserer Hände gelernt. Aber wie sieht es eigentlich mit unserer psychischen Hygiene aus? Wie schaffen wir es, in Krisen die Balance zu halten und mit unseren Ängsten umzugehen, statt uns darin zu verlieren? Mit solchen Fragen beschäftigt sich die Exil-Düsseldorferin und CIT-Trainerin Anja Pelzer-Brennholt nicht erst seit der Pandemie. Für sie ist eine überzeugende Antwort, unsere Resilienz zu trainieren und mit uns selbst und anderen mitfühlend umzugehen. 

Immermannstrasse

Touristen, Geschäftsleute aus aller Welt und Cosplayer in blauen Kleidchen mit gelben Perücken flanieren über den breit angelegten Boulevard. Ein Japaner thront im Lotussitz auf einer Holzbank vor einem der kleinen Restaurants und raucht. Menschen aller möglichen Nationalitäten löffeln Ramen unter Sonnenschirmen oder trinken einen Kaffee. Die Immermannstraße ist die Hauptschlagader von Düsseldorfs „Little Tokyo“.

Bonsai Werkstatt

Am Eingang zur Bonsai-Werkstatt in Düsseldorf-Hamm begrüßt ein großer Fliederbaum mit weißen Blütendolden und verführerischem Duft den Besucher. Der ist zwar so gar nicht Bonsai, aber wunderschön. Wer sich durch die Freilaufträume des Bonsai-Museums treiben lässt, entdeckt aber durchaus auch Bonsai-Flieder. Friedlich ist es hier. Vögel zwitschern und der Wind lässt die Blättchen der kleinen Bäume erzittern.

Rothbild

Am grünen stillen Ende der Ackerstraße – kurz bevor sie in die Cranachstraße fließt –liegt ziemlich versteckt „Rothbild“. Ein Kundenstopper verkündet mit weißer Kreide auf schwarzem Tafelgrund – „Willkommen“. Unterstrichen wird das Wort durch eine schön gemalte Sonnenblume. Und schon sind Besucher ziemlich genau im Bilde darüber was sie hier an der Nummer 215 erwartet.

Tom Blankenberg

Musik und Stille schließen einander aus. Eigentlich. Der Musiker und Sounddesigner Tom Blankenberg überzeugt einen vom Gegenteil. Seine Soundfäden verweben Stille zu Musik. Jetzt ist sein erstes Album erschienen – „Atermus“. Wir haben Tom Blankenberg in seinem Studio in einem Flingeraner Hinterhof besucht.

Tom Blankenberg

Music and silence are mutually exclusive. Generally speaking. However, the musician and sound designer Tom Blankenberg convinces you of the opposite. His sound threads weave silence into music. Now his first album has been released – “Atermus”. We visited Tom Blankenberg in his studio in a Flingern backyard.

Camille Andriot

Beim Treffen in Suli’s Cafe in Pempelfort ist Camille Andriot auf den ersten Blick zu erkennen – an der Art wie sie sich bewegt. Sie hat eine ungeheure Körperspannung und kommt doch mit einer großen Leichtigkeit daher. Ihre Oberarme sind schmal und muskulös. Die Französin hat unverkennbar Präsenz. Als sie ihre spiegelnde Sonnenbrille absetzt, berührt einen sofort die warme leuchtende Kraft ihrer braunen Augen.