Homemade We Eat Fine 2

Cupcakes go Little Tokyo: Der neue, zweite Standort des Cupcake-Cafés Homemade We Eat Fine befindet sich seit Ende 2021 auf der Klosterstraße inmitten des japanischen Viertels in Düsseldorf. Das neue Café fügt sich perfekt in die bunte Nachbarschaft ein: Von der Miami Vice Palme bis zum Kristall besetzten Basketballkorb erstrahlt das Geschäft all over Pink. THE DORF war zu Gast bei Booking-Agentin und Homemade-We-Eat-Fine-Inhaberin Sonja Andishmand, die über die Entstehung und Einrichtung ihres neuen Standortes auf der Klosterstraße gesprochen hat. 

Nicht zum ersten Mal ist das THE DORF Team zu Gast in Sonjas Café “Homemade We Eat Fine”. Zuletzt besuchten wir sie im Jahr 2016 auf der Bilker Allee 209. Im November 2021 hat sie jetzt ihren neuen Standort auf der Klosterstraße eröffnet. Während ihr Café am Anfang von einer hellen, hippen Brooklyn-Atmosphäre bestimmt wurde, spiegelt die Einrichtung heute mehr denn je die Persönlichkeit ihrer Besitzerin wider: strahlend und selbstbewusst; mit Diamanten, Neon und voller Frauenpower. 

Das Japanviertel begeistert Sonja schon sehr lang. Seitdem sie in Düsseldorf wohnt, inspiriert sie der Vibe, der von den Menschen, den verschiedenen Kulturen und den bunten Geschäften ausgeht. Eigentlich war es gar nicht ihr Plan, einen zweiten Standort zu eröffnen. Trotzdem hielt Sonja ein Jahr lang nach frei werdenden Geschäften Ausschau. Als sich dann das Ladenlokal auf der Klosterstraße auftat, zögerte sie nicht  und griff zu.

Sonja hat die Renovierungsarbeiten fast ausschließlich selbst übernommen. Plötzlich Handwerkerin zu sein, bedeutete für Sonja, die Regale selbst zu bauen, die Wände zu tapezieren und sich um die Elektronik zu kümmern, die ihr Café heute in warmes Licht taucht. Das Einzige, das sie nicht selbst gemacht hat, war das Verlegen des Laminatbodens. Doch auch da stand sie kurz davor, selbst Hand anzulegen, um ihrer Vision Ausdruck zu verleihen. 

Eine Inspiration für den Rosa-Signature-Look des Cafés ist die romantische Komödie „Isn’t It Romantic“, in der die Hauptdarstellerin Rebel Wilson durch ein blühendes New York City läuft. Und was gibt es dort natürlich auch? Einen komplett pinken Cupcake-Laden. 

Unser Konzept gehört noch an sehr viele Standorte der Welt 😉 Wir werden sehen. Bis dahin erfüllen wir uns jeden Tag unseren Traum.

Bei Sonja begeben sich Kund*innen in eine Traumwelt, die an einen zuckersüßen Dschungel oder einen real gewordenen Instagrampost erinnert. Aber egal, wie pink und abgedreht der Laden ist, eines ist Sonja wichtig: „Pink ist keine reine Frauenfarbe, sondern peaceful und strahlt Freude aus.“ 

Nicht zuletzt war es Sonjas Leidenschaft für Mode, die die Einrichtung von “Homemade we eat fine” beeinflusste. In Paris hat Designer Stephane Ashpool einen Basketballplatz mit pinken Körben für die dortige Jugend errichtet, was Sonja als Inspiration für ihren eigenen Basketballkorb mit einem Netz aus Kristallen diente. Die funkelnden Steine stammen von einem alten Kronleuchter, den die Oma aus dem Iran mitgebracht hat. Aber nicht nur im Dekor findet sich Fashion wieder, auch ihre Kund*innen kommen aus der Industrie. Große Unternehmen wie Gucci, Adidas oder L’Oréal bestellen Cupcakes bei Sonja.

Die neue Laufkundschaft auf der Klosterstraße ist aufgeschlossener gegenüber außergewöhnlichen Geschmacksrichtungen der Cupcakes. Das bietet mehr Raum für Kreativität und Variation. Über hundert verschiedene Cupcakes bietet Sonja nun an, darunter Neuerungen wie Salted Caramel und Pistazie. Selbstverständlich bleiben beliebte Klassiker wie der Kussmund-Cupcake weiterhin bestehen. Besucher*innen können jetzt außerdem Milchshakes, Rose Milk und Chai Latte schlürfen. In naher Zukunft soll Herzhaftes den süßen Speisen folgen und Merchandise wie zum Beispiel T-Shirts und Geschenkartikel werden Teil des wachsenden Sortiments. 

Mutig, inmitten einer Pandemie ein neues, großes Ladenlokal zu eröffnen. Aber wie haben die Ereignisse der letzten zwei Jahre Sonjas Geschäft beeinflusst? Ein großer Kunde sagte in der Anfangszeit alle Veranstaltungen ab – ein erheblicher Verlust für die junge Unternehmerin. Auch auf eine Opening-Party für den neuen Laden musste aufgrund der hohen Infektionszahlen verzichtet werden. Aber Sonja lässt sich nicht unterkriegen: ”Okay so ist das jetzt – deal with it!” 

Das ist eine Philosophie, die sie schon ihr ganzes Leben lang verfolgt. Einen Großteil der Kund*innen konnte sie weiterhin über Social Media erreichen. Die Dankbarkeit, gesund zu sein und weiterarbeiten zu können, wenn auch eingeschränkt, überwog. Ihre Stärke ist beeindruckend: “Wenn man so fokussiert darauf ist, sein Business zu halten, dann fühlt man nur noch das und nichts anderes.”

Das zu klein gewordene Café auf der Bilker Allee besteht übrigens nach wie vor und dient als Showroom und Produktionsstätte. Sonja verrät: Für den Sommer sind hier noch einige Überraschungen geplant. Wir sind gespannt!

Vielen Dank!

HOMEMADE WE EAT FINE

Klosterstraße 62
40211 Düsseldorf • Stadtmitte

Website • InstagramFacebook

Öffnungszeiten 

Dienstag bis Freitag: 12 bis 18 Uhr 
Samstag bis Sonntag: 10 bis 18 Uhr 

Zahlungsmöglichkeiten

Bar & Karte

Text: Anna Dittberner, Antonia Lauterborn
Fotos: Anna Dittberner
© THE DORF 2022

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