Hamed Shahi

Name: Hamed Shahi-Moghanni
Stadtteil: lange Flingern, jetzt Düsseldorf-Zoo
Mitbewohner: Partnerin Alice, Paul, Hanno, Matyn und Hündin Mila

Job: Veranstalter
URL: www.new-fall-festival.de

In den letzten Monaten spielte sich der Großteil des sozialen Lebens an einem Ort ab – den eigenen vier Wänden. Aber wie wohnen die Düsseldorfer? Wie arbeiten sie derzeit im Homeoffice? Wie sind sie eingerichtet? Wir baten Düsseldorfer Menschen, uns einen Einblick in ihr Zuhause zu geben. Jeder offenbart dabei soviel wie er möchte, durch die eigene Kameraführung sind alle Bilder sehr individuell, aber umso persönlicher.

Heute besuchen wir den Event-Veranstalter Hamed Shahi in Düsseldorf-Zoo, der Düsseldorf zu seiner Wahlheimat gemacht hat. Und was soll man sagen, sein Leben ist Popkultur! Er organisiert Konzerte, Festivals, wie das New Fall Festival und DJ-Picknicks in Stadtparks. Außerdem führt er eine gemeinnützige Gesellschaft mit besonderem Fokus auf Nachhaltigkeit und hat das New Fall Forum ins Leben gerufen. Dieses Forum gibt Raum für Diskussionen über gesellschaftlich relevante Themen. Als wäre das allein nicht genug, betreibt er auch noch das PONG im NRW-Forum, das eine Plattform für Kunst, Kreative und Popkultur bietet. Hier startet übrigens auch am 19. Juli 21 die Summer-Edition des New Fall Festivals mit 10 Konzerten. Check, check! Heute öffnet er uns seine Tür für einen Einblick in seine wunderschöne, gerade erst bezogene Altbau-Wohnung im Zoo-Viertel.

Wo trifft man dich am häufigsten? 
Am Herd in der Küche, gerne auch vor dem Weinkühlschrank.

Wo hältst Du dich am liebsten auf? 
Im Ehrenhof – ein Juwel und schönster Ort in Düsseldorf 

Wie sieht Dein „Home-Office“ aus aka: Wo arbeitest du, wenn Du zuhause bist?
Am Schreibtisch blicke ich, wenn nicht in meinen Rechner, in unseren kleinen Garten. Aber am liebsten arbeite ich in meinem Büro auf der Birkenstraße, da ist schon Rock´n Roll…

Deine „Morning-Routine“?
5 Minuten Tee trinken mit Alice. Dann 20 Minuten Workouts gemeinsam. So fängt der Tag perfekt an! 

Wie würdest Du Deinen Einrichtungsstil in einem Bild beschreiben?
Grüße aus Kopenhagen. 

Deine Lieblingsbeschäftigung im Lockdown?
Kochen, Kochen, Kochen…und mit den Kids Skip-Bo spielen. Aber auch unzählige Spaziergänge gehörten in den letzten 1,5 Jahren zu unserer Hauptbeschäftigung. 

Gegessen wird wo?
Sennhütte, Robert am Rhein (RIP), nicht mehr da, wo früher cool war. Da sind mir zu viele „Neu-Düsseldorfer*innen“. Und natürlich wird auch im PONG gegessen, denn ich muss sagen, ich bin immer stolz auf das, was meine Küche dort zaubert. (Danke Jimmy) 

Welches ist Dein Lieblingszimmer?
Immer die Küche. Aber auch das so genannte „Herrenzimmer“, da sind die Platten die ich gerne drehen sehe. 

Dein ältestes Teil in der Wohnung?
Dieser Teppich, der knapp 100 Jahre alt ist und den ich in einem Secondhand-Laden in der Nähe meiner Geburtsstadt Gorgan im Iran gekauft habe. Leider gibt es diesen Laden nicht mehr. Er ist, genau wie das ganze Dorf überschwommen worden. Scheiß Klimawandel!

Ohne was/welchen Gegenstand kannst du nicht leben?
Ohne meine liebe Familie kann ich nicht leben. Kein Gegenstand bedeutet mir so viel. Unersetzbar!

Was versteckst Du, wenn die Schwiegereltern vorbei kommen?
Ach, da habe ich nichts zu verstecken. Ich glaube eher, dass Alice Sachen versteckt, wenn ihre Eltern kommen. 

Hast Du einen absoluten Fehlkauf?
Ja, der Weinkühlschrank. Völlig unnötig, wenn man nicht ein absoluter Weinkenner ist. Letztlich trinke ich ja doch immer dasselbe und ich kann zwischen einem guten, und einem sauguten Wein entscheiden. Aber das war‘s auch. Dafür braucht man keinen Weinkühlschrank. 

Dein nächstes Renovierungsprojekt?
Ich habe gerade renoviert. Kein gutes Thema! 

Dein Lieblingsdesignstück?
Oh, da gibt es einige. Ich liebe alle Möbel, auf denen wir sitzen, die Kunstwerke und auch die Teppiche, die mich immer wieder an meine Wurzeln erinnern. 

Deine Lieblingsdeko?
Unter anderem diese Christal-Skulpturen, 1960, Stockholm (siehe Foto).

Dein Lieblingsessen?
Risotto, Flammkuchen, und ab und zu sehr gutes Fleisch. Wenn der Perser in mir wieder mal zu Wort kommt, muss Lamm-Fleisch auf dem Holzgrill mit Safran-Reis her. 

Dein Lieblingsgetränk?
Ist Whisky sauer, trinke ich viel zu selten (zum Glück).

Dein Lieblingsspiel? 
Monopoly. Da gewinne ich wenigstens immer, auch gegen meine Kinder. Wobei ich mich frage, ob mich das zu kapitalistisch macht…

Deine Lieblingsplatte oder Musik?
Folk, Funk und old school Hiphop. The Roots habe ich immer gemocht.

Deine Food-Take-Away-Empfehlung:
Ich koche lieber zuhause, getreu dem Motto „Koch Ordentliches, nimm dir die Zeit dafür“. 

Das erste Restaurant, das Du nach Lockdown besuchen wirst, ist:
Robert. 

Vielen Dank!

Fotos: schiko
Interview: Tina Husemann
© THE DORF 2021

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