Hitchcoq

Das Landesgericht von Tennessee ausgerechnet in Australien kennen und lieben zu lernen, hört sich zunächst vielleicht etwas befremdlich an. Aber genau so begann die Erfolgsgeschichte von Ben und Fabian vom „Hitchcoq“ auf der Nordstraße. 

Ben hat über 16 Jahre in Australien gelebt. Als Fabian ihn dort besuchte, verliebte auch er sich schockartig in die „Hot Chicken“ im „Nashville“-Style. Mit jedem weiteren Besuch in einem der „Nashville“-Läden verfestigte sich die Idee, dieses Konzept in Deutschland in einer eigenen Gastronomie zu verwirklichen. „Wir hatten schon länger mit dem Gedanken gespielt, uns gastronomisch selbstständig zu machen, erzählt Fabian. Als Ben die heimische Sehnsucht erfasste, war das Konzept mit dem unverkennbaren Alleinstellungsmerkmal besiegelt. 

Was genau das heißt, wird klar, wenn man sich die Karte anschaut: Ein kleines Angebot an Speisen, vorrangig natürlich die „Nashville-Hot-Chicken“. 24 Stunden eingelegtes bestes Hühnchenfleisch, vorsichtig frittiert. Das Ergebnis: Außen super crunchy und innen zart und saftig. Als ob das nicht schon fantastisch genug wäre, wählt man zusätzlich noch seinen ganz persönlichen Schärfegrad aus – von „mild“ bis „lord have mercy“. Und da zu einem guten Essen auch gute Getränke nicht fehlen dürfen, trumpfen Ben und Fabian hier gleich doppelt auf.

Ben hat lange im Weinvertrieb gearbeitet, sodass es eine weitläufige Weinkarte gibt. Gesetzt wird auf Weine aus mindestens biologischem oder biodynamischem Anbau sowie auf Naturweine, die keinerlei weiteren Zusatzstoffe enthalten. Fabian dagegen ist der Bierliebhaber und hier kann man ein ganz besonderes Highlight probieren: Das „ALTfred“, ein Altbier, das frisch im Restaurant eingebraut wird. „Wir sind Düsseldorfs kleinste Hausbrauerei“, erzählt Fabian stolz. Daneben gibt es ein wechselndes Angebot von Craft-Bieren aus dem In- und Ausland. Kein Wunder also, dass sich die beiden Brüder bereits nach kurzer Zeit einen guten Ruf unter Bierliebhabern erarbeitet haben.

So durchdacht wie die Karte ist auch der Name: kurz und prägnant sollte er sein. Was kann da besser passen, als bereits hier eine Anspielung auf die Karte zu geben. Der französische Hahn (coq) wird mit dem Meister der Spannung (Hitchcock) verschmolzen. Und das spricht nicht nur junge Leute und „Nashville-Chicken“-Kenner an. Egal, ob Weltreisende, Digital Natives oder Rentner, jeder ist eingeladen, das Konzept kennenzulernen und Fan zu werden.

Und das gelingt auch kontinuierlich, sodass sich die Gemeinschaft der Stammkunden stetig vergrößert. Wer sich nun auch überzeugen lassen möchte, sollte unbedingt einen Abstecher auf die Nordstraße machen und auf einem der schönen Thonet-Stühle oder im wunderschön sonnigen Biergarten Platz nehmen. Die Begeisterung für Chicken, Bier und Wein wird dann sicherlich nicht lange auf sich warten lassen. 

Was schätzen Eure Freunde an Euch? Das wir mutig genug waren, unser Konzept umzusetzen.

Was sagen Eure Feinde über Euch? Damn, that was some good chicken…

Was bringt die Zukunft? Zum einen hoffentlich weiterhin coole Gäste. Wir können uns sehr glücklich schätzen, da wir in einem Jahr schon unglaublich viel Stammpublikum dazugewonnen haben. Das ist auch der Grund warum wir machen was wir machen! Zum anderen schmieden wir fleißig Pläne für unser zweites Konzept. Hier geht’s für uns dann “back to the roots”. Unser Vater kommt aus Sri Lanka, und wir sind mit der singhalesichen Küche aufgewachsen. Unglaublich tasty und variabel, sowohl für Fleischesser, als auch Vegetarier/Veganer. Wir und THE DORF halten Euch natürlich auf dem Laufenden 😉

Eure liebsten Nachbarn? Pempelfort ist ein tolles Viertel mit vielen coolen Nachbarn. Petit Punch und Oro Fino toppen da momentan die Charts.

Vielen Dank!

Text: Miriam Backhaus
Fotos: Kristof Puller
© THE DORF 2020

Hitchcoq

Nordstraße 30
40477 Düsseldorf

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Öffnungszeiten

Di – Fr ab 17 Uhr
Sa – So ab 15 Uhr

Zahlungsmöglichkeiten

Cash, EC und Visa

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