Takao Baba

Name: Takao Baba
Alter: 47 Jahre
Beruf: Tänzer/Choreograph 

Gelernter Beruf: Studium BWL
URL: funkin-stylez.com
Instagram: @takao2day

Tänzer. Träumer. Visionär – das vereint Takao Baba und umschreibt genau das, wofür der gelernte Tänzer und Choreograph steht. Aus der Düsseldorfer Tanzszene mittlerweile nicht mehr wegzudenken, hat Takao die urbane Tanzkunst in Düsseldorf wie kein anderer geprägt und ist nach über 30 Jahren in der Tanzszene noch lange nicht müde, seine Tanzstile weiterzuentwickeln und neue Projekte ins Leben zu rufen. Wie der Tänzer, der bereits mit den „Spice Girls“ oder „S Club 7“ auf der Bühne stand und als Choreograph durch London tourte und dennoch immer wieder seinen Weg zurück nach Düsseldorf fand, erzählte er uns im Interview.

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Gab es einen bestimmten Moment in Deinem Leben, der Deine Leidenschaft für den Tanz geweckt hat? Wie hat sich Dein Tanzstil entwickelt? Während meiner Schulzeit bin ich früh mit dem Breakdance und Hiphop in Berührung gekommen. Die erste Single habe ich mir von der Band „Break Machine“ gekauft und habe selbst angefangen, zu Rap und Hiphop zu tanzen. Damit war der Startschuss für meine Tanzkarriere gelegt und ich wusste ich, dass ich nichts anderes machen wollte! Diese Form des Tanzens habe ich in den Jahren weiterentwickelt und die „urbane Tanzkunst“ für mich entdeckt, die sich von den eher klassischen Tanzstilen abhebt.

Wenn Du aufstrebenden, jungen Tänzer*innen einen Rat geben könntest, welcher wäre das? Bleibt am Ball! Nicht jeder muss ein Tänzer werden, aber wer diesen Beruf ausüben will, muss Disziplin und Zuverlässigkeit beweisen. Damit tun sich einige Tänzer oftmals schwer. Was förderlich ist, ist der Austausch untereinander, ob hier oder im Ausland. Geht raus, trefft Leute und sammelt Erfahrungen und durchbrecht auch mal die klassischen Strukturen! 

Mit welchem/welcher Künstler*in, tot oder lebendig, würdest Du am liebsten auf der Bühne stehen? Dann wäre das Ludwig von Beethoven! Wie genial wäre es, wenn dieses Künstlergenie in unserer heutigen Zeit leben würde und wir die klassische Musik mit dem urbanen Tanz verbinden könnten. 

Was zeichnet Deiner Meinung nach das tanzhaus nrw aus? Das Tanzhaus ist ein Ort der verschiedenen Kulturen und Kreationen. Hier werden alle „willkommen“ geheißen – das gilt für Tanzprofis als auch für Laien. Durch die Corona bedingten Beschränkungen ist dies leider nicht mehr so einfach möglich, aber auch das wird sich hoffentlich bald wieder ändern und die Unbeschwertheit und Lockerheit kehrt wieder ins Tanzhaus zurück.

Gibt es Orte in Düsseldorf, die Deine Arbeit inspirieren? Da gibt es einige. Am liebsten halte ich mich aber am Rhein auf. Düsseldorf ist für mich ein zentraler Ort, der die Leute mit seinen vielen Kulturveranstaltungen, z.B. das asphalt Festival, vereint. Mehr noch als die Orte schätze ich aber die Begegnungen mit den Leuten und den Austausch mit ihnen. Düsseldorf ist meine Stadt – ich liebe sie und will hier nicht mehr weg.

Düsseldorf vertanzt: Wie würde das aussehen? Dann sollte Düsseldorf eine größere Tanzplattform werden. Eine Plattform, bei dem der Tanz mehr Einfluss und Anerkennung findet. Ich würde mir wünschen, dass sich der Tanz in noch größeren Räumlichkeiten wiederfindet und sich mit zeitgenössischen Darstellungen und Formen verbindet, quasi eine Verbindung aus Tanz und Kultur. 

Was steht an in 2022? Einen konkreten Plan gibt es bereits: die Zusammenarbeit mit dem Babylon-Orchester Berlin. Wir haben uns mit dem Berliner Ensemble zusammengetan und zur Thematik „Tugend“ eine musikalische und tänzerische Choreografie ausgearbeitet. Im nächsten Sommer folgt die Aufführung. Den Auftakt haben wir auf dem asphalt Festival gemacht, gefolgt von weiteren Aufführungen, z.B. auf der Seebühne in Berlin. 

Text: My Oanh Trinh
Foto: Patrick Williams Seebacher
© THE DORF 2021/22

English version:

Name: Takao Baba
Age: 47
Profession: Dancer / Choreographer

Professional education: Business studies
URL: funkin-stylez.com
@takao2day

Dancer. Dreamer. Visionary — this summarises Takao Baba and describes exactly what the trained dancer and choreographer stands for. It is now impossible to imagine the Düsseldorf dance scene without Takao, who has shaped urban dance art in Düsseldorf like no other and, after more than 30 years in the dance scene, is far from tired of further developing his dance styles and bringing new projects to life. We met the dancer, who has already been on stage with the “Spice Girls” or “S Club 7” and toured London as a choreographer and yet always found his way back to Düsseldorf. 

Was there a particular moment in your life that awakened your passion for dance? How did your dance style develop? During my school years, I came into contact with breakdance and hip hop at an early age. I bought my first single from the band “Break Machine” and started dancing to rap and hip hop myself. This was the starting signal for my dance career and I knew I didn’t want to do anything else! I have developed this form of dancing over the years and discovered the “urban art of dance” for myself, which stands out from the more classical dance styles. 

If you could give one piece of advice to aspiring young dancers, what would it be? Keep your eye on the ball! Not everyone has to become a dancer, but those who want to pursue this profession have to show discipline and reliability. Some dancers often have problems with that. What is beneficial is the exchange with each other, whether here or abroad. Go out, meet people and gain experience and break through the classical structures! 

Which artist, dead or alive, would you most like to be on stage with? That would be Ludwig von Beethoven! How brilliant it would be if this artistic genius lived in our time and we could combine classical music with urban dance. 

What do you think distinguishes the Tanzhaus NRW? The Tanzhaus NRW is a place of different cultures and creations. Everyone is “welcomed” here — this applies to dance professionals as well as amateurs. Due to the restrictions imposed by Covid-19, this is unfortunately no longer possible so easily, but hopefully that will change again soon and the light-heartedness and looseness will return to the Tanzhaus. 

Are there places in Düsseldorf that inspire your work? There are a few. But my favourite place is the Rhine. For me, Düsseldorf is a central place that unites people with its many cultural events, for example the asphalt Festival. But even more than the places, I value the encounters with people and the exchange with them. Düsseldorf is my city — I love it and don’t want to leave. 

Düsseldorf dances: What would that look like? Düsseldorf should become a bigger dance platform. A platform where dance finds more influence and recognition. I would like dance to find itself in even larger spaces and to combine with contemporary performances and forms, a combination of dance and culture, so to speak. 

What’s coming up in 2022? There is already a concrete plan: the collaboration with the Babylon Orchestra Berlin. We have teamed up with the Berliner Ensemble and developed a musical and dance choreography on the theme of “virtue”. The performance will follow next summer. We started at the asphalt Festival, followed by further performances, e.g. at the Seebühne in Berlin. 

THE DORF • THE MAG is part of the #urbanana project by Tourismus NRW

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