THE DORF • THE MAG

Düsseldorf Crime Stories

Geschichten über echte Kriminelle und ihre Verbrechen sind nicht erst seit dem Boom von True Crime-Dokumentationen und -Podcasts im Trend. Spektakuläre Verbrechen wirkten schon immer Faszination aus. Je nach Fall variierte die Reaktion der Öffentlichkeit von Angst über Ekel bis hin zu staunender Bewunderung. Obwohl Düsseldorf glücklicherweise seit vielen Jahren nicht auf der Liste von Deutschlands gefährlichsten Städten erscheint, hat die Stadt einige legendäre Verbrechen zu bieten. Wir haben uns einen Blick in fünf besonders spannende Fälle der Stadtgeschichte erlaubt. 

Maxi Hoffmann | hap ceramics

Wenn kunsthandwerkliches Geschick, die Liebe für Design und der natürliche Zufall aufeinandertreffen, entstehen gewiss originelle Unikate daraus – so wie jedes einzelne Produkt von hap ceramics, dessen Name bereits verrät, dass mit Maxis Leidenschaft mehrere glückliche Zufälle einhergehen. Das Talent für Keramiken lag ihr möglicherweise schon in den Genen, denn ihre Mutter führte als gelernte Töpferin eine Töpferei, damals noch in der DDR. Seit sieben Jahren ist Düsseldorf die Heimat der gebürtigen Chemnitzerin, die vor allem durch die hiesige Kreativszene erst so richtig in der Stadt angekommen ist.

Lila und Lisa von Kunst100

Hinter der online Galerie Kunst100 verbirgt sich 100% Kunst und doch haben Lila und Lisa eine andere Herangehensweise als der Großteil der Galerist*innen und Kunstvermittler*innen. Es geht ihnen nicht um große Namen und Kunst als Wertanlage, sondern darum junge Künstler*innen zu fördern und deren Werke erschwinglich zu machen – und damit eine neue Generation von Kunstliebhaber*innen zu begeistern. Die Idee dazu entwickelte sich vom eigenen Wohnzimmer als Ausstellungsort über eine kleine Galerie in Berlin, bis hin zu einer über 300 Kunstwerke umfassenden, digitalen Plattform. 

Christian Friedel

Schauspieler, Sänger und Regisseur: Der aus Magdeburg stammende Christian Friedel ist ein Dreifach-Talent, das vor nichts zurückschreckt. Seit seinem zehnten Lebensjahr steht er auf der Bühne und ist bekannt für seine atmosphärischen, neoterischen Theateraufführungen in Stücken wie Armin Petras „1984“, Robert Wilsons „Der Sandmann“ und Roger Vontobels „Hamlet“. Mit THE DORF THE MAG sprach er über Vermissen, Vorfreude und Vorsätze…und natürlich über die am Sonntag gestartete dritte Staffel „Babylon Berlin“.

Nadine Redlich

Einfach ist anders. Die scharfsinnige Komik in Nadine Redlichs Zeichnungen zu beschreiben scheint schon fast wie ein zweckloser Aufwand, weil es unmöglich ist, all die versteckten visuellen Schichten und die vielen Witze zwischen den Zeilen zu erfassen. Die Illustratorin aus Düsseldorf studierte Kommunikationsdesign und ist eine Meisterin der wortlosen Kommunikation.

Candomblé

Candomblé ist vieles: Ein elektronisches Musikkollektiv, bestehend aus sechs talentierten Mittzwanzigern, die durch unterschiedliche Herkünfte und Einflüsse eine spannende Symbiose eingehen. Der Name Candomblé gehört eigentlich zu einem brasilianischen religiösen Kult, dessen Merkmale sich metaphorisch besonders schön auf die Wirkung von Musik übertragen lassen: Es ergreifen nicht wie im Glauben der Kultanhänger die Götter Besitz über den Menschen, sondern die Musik übernimmt diesen Part, sie lässt die Hörer auf magische Weise wild tanzen und sich selbst vergessen. Das Label – bestehend aus Arisona (Kashiel aka. Aresona), Jannes (Jay Hoenes aka. Coco Drummel), Aki (AKI AKI aka. 4Boom), Philipp (Insecurity), Gregor (Rasputin) und Timo (DJ Ungel) – hat über die letzten drei Jahre Platten veröffentlicht, wenn auch nur sehr ausgewählt, manchmal nicht mehr als eine pro Jahr. Die allerneuste Platte ist im Juli 2019 erschienen und ist eine Solo-Release von Chefkoch AKI AKI mit den Namen „Dishjockey“. Candomblé ist vieles und bedient erfrischend die Schnittstelle zwischen lokalem Musikerbe und neuen Impulsen, regionaler und internationaler Szene. Im Interview erklärt uns das Kollektiv, warum ein überschaubares Dorf wie Düsseldorf die Produktivität steigern kann und liefert Ideen, wie man die Stadt noch lebenswerter macht.

Pick Up – eine Institution

Abseits aber doch ganz nah der großen Shoppingmeile Flinger Straße liegt in der Kapuzinergasse ganz versteckt eine echte Düsseldorfer Institution. Seit 1978 ist der Kultladen Pick Up in dieser kleinen, gemütlichen Gasse beheimatet. Er gehört zu Düsseldorf wie der Ratinger Hof, die Toten Hosen und das Altbier. Und Generationen kaufen sich hier ihre Dr. Martens, Second-Hand-Klamotten, Buttons oder Nieten. Wir trafen Inhaber Christian Werner zum Gespräch über mehr als 40 Jahre Düsseldorfer Rock’n’Roll Historie auf 25 Quadratmetern.

Anna Friedel und Motoko Dobashi (ANMO)

AnMo – das sind Anna Friedel und Motoko Dobashi. Kennengelernt haben sich die beiden beim Kunststudium in München und die Liebe zum Tee hat sie sofort verbunden. Nicht weiter verwunderlich also, dass sie 2017 ihren Teeladen mit angeschlossenen Galerieräumen im „Little Tokyo“ in Düsseldorf eröffneten und seitdem jeden herzlich einladen, sich mit ihnen auf die Reise zu begeben, außergewöhnliche Teespezialitäten zu genießen.

Immermannstrasse

Touristen, Geschäftsleute aus aller Welt und Cosplayer in blauen Kleidchen mit gelben Perücken flanieren über den breit angelegten Boulevard. Ein Japaner thront im Lotussitz auf einer Holzbank vor einem der kleinen Restaurants und raucht. Menschen aller möglichen Nationalitäten löffeln Ramen unter Sonnenschirmen oder trinken einen Kaffee. Die Immermannstraße ist die Hauptschlagader von Düsseldorfs „Little Tokyo“.

Donja Nasseri

Den Namen Donja Nasseri sollte man sich merken, denn die gebürtige Düsseldorferin ist eine außergewöhnliche Künstlerin. Das junge Talent hat nicht nur an einer Vielzahl von nationalen und internationalen Gruppenausstellungen teilgenommen, sondern auch zahlreiche Stipendien und Preise erhalten, darunter den ‘Fotografie als Kunst’ Preis der Kulturstiftung UnnaKamen. Im Anschluss an ihre Studien in Dortmund, Istanbul und Münster ist Donja in ihre Heimatstadt zurückgekehrt, wo sie zurzeit bei Gregor Schneider an der Kunstakademie studiert. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich sowohl mit Fotografie und ihrer Vielfalt, als auch mit multimedialen, audiovisuellen Installationen. Subversiv nutzt sie das jeweilige Medium unter anderem für eine Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Aspekten wie Moral, Konvention und Ideologie.